Unzensuriert.at weist auf Studien hin, die die hohen Risken einer geschlechtsdesorientierenden Erziehung belegen:
Nicht-konforme Geschlechterrollen verursachen Depressionen, Herz-Kreislauferkrankungen, psychische Auffälligkeiten bis hin zur Suizidalität. Zu diesem Schluss kommt eine Langzeiterhebung der renommierten amerikanischen Harvard Universität. Die Forscherinnen Andrea L. Roberts und S. Bryn Austin werteten dabei die Angaben von knapp 9000 jungen Erwachsenen aus, die seit 1996 an der so genannten „Growing Up Today“-Studie teilnahmen.
Die Probanden wurden unter anderem gebeten, ihre Lieblingsspielsachen als Kinder zu nennen und sich an Vorbilder aus Büchern oder Filmen zu erinnern. Gleichzeitig wurden sie auch zu Missbrauchserfahrungen befragt und auf Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung untersucht. Männer und Frauen, die in ihrer Kindheit nicht-konforme Geschlechterrollen einnahmen oder einnehmen mussten, berichteten überproportional häufig von Misshandlungen. Potenzielle Missbraucher hätten ein Gespür für unsichere Kinder, weshalb sie diese häufiger zu Opfern machen würden.
Doppelt so häufig wie ihre konformen Altersgenossen litten sie zudem laut der Studie „Childhood Gender Nonconformity: A Risk Indicator for Childhood Abuse and Posttraumatic Stress in Youth Symptome“ an verschiedensten Belastungsstörungen, etwa chronischen Schmerzen. Weitere Untersuchungen sollen jetzt feststellen, welcher Zusammenhang zwischen nicht-konformen Geschlechterrollen und Missbrauch besteht und wie familiäre Einflussnahme dieses Risiko reduzieren kann. …