Der Zeitschrift „brennstoff“ (Nr. 28, Mai 2012) entnehme ich einen Hinweis von Kalle Lasn:
Werbung ist das am weitesten verbreitete und stärkste aller mentalen Umweltgifte. (…) Der Konsumkapitalismus, die Gesellschaft des Spektakels, kann eine heimtückischere Form der sozialen Kontrolle annehmen als der Kommunismus. Der Kommunismus ist ein Amoklauf der Bevormundung, plump und offensichtlich, wie ein Schlag mit einer Holzlatte. Die kapitalistische Konsumkultur hingegen kannibalisiert den Geist im Laufe der Zeit. Sie setzt die Bürger als gehorsame »Sklavenkomponenten« des Systems ein, ohne dass sie sich selbst darüber klarwerden. (…) Seit den 50er Jahren hat uns das Spektakel immer mehr verschluckt. Wir wissen schon gar nicht mehr, wie sich Wut anfühlt. Wir hören auf den ultrakonservativen Teil unseres Gehirns, der sagt: Reiß dich zusammen, sei vernünftig, es ist doch alles gar nicht so schlimm.
Es gibt immer mehr Menschen die einen einfacheren Lebensstil suchen, die Mehrheit wird das jedoch nie tun. Hier einige Beispiele:
do it yourself:
die Wohnung selber ausmalen, auch wenn es nicht so perfekt ist
Bilder selber malen
immer einen Platz frei haben:
eine Ecke, ein Regal, eine Ablage sollte immer frei bleiben
so wenig wie nur irgend möglich am Boden stehen haben
nur jene Schuhe beim Eingang stehen haben, die Du täglich verwendest
weniger gekaufte Möbel:
nicht jedes Möbelstück kaufen
einige Regale selber machen
manche gebrauchte Einzelteile vom Flohmarkt
recyling:
fast jedes Stück Holz läßt sich wieder verwenden, und wenn es beim Hasenstall ist
alles langsamer tun:
Türen und Fenster langsam und mit Gefühl schließen, niemals zuschlagen
Kabel beim Stecker halten und langsam aus der Steckdose ziehen
Geräte schonen:
verwende Geräte nur zu 90%
nicht alle Herdplatten gleichzeitig einschalten
Wasserhahn nie ganz aufdrehen
bei Geräten die selten verwendet werden: die Batterien rausnehmen, bevor diese auslaufen und das Gerät zerstören. Die Batterien können in der Zwischenzeit woanders verwendet werden.
setze Dir selber Grenzen:
ich möchte nicht mehr als 10 Hemden besitzen
alle meine Kleider müssen in diesen einen Schrank passen
alles was darüber hinaus geht einfach weitergeben
immer wieder aussortieren:
Sachen die Du 2 Jahre nicht verwendest, verwendest Du vielleicht Dein ganzes Leben nicht, es ist besser diese zu verkaufen oder weiterzugeben
Das sind nur einige Beispiele aus dem Wohnbereich. Unsere Liste geht weiter über die Arbeit, den Verkehr, die Freizeit und den Garten …