Gegen Umbenennungen und Bildersturm

Altphilologe und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hält nichts von der Damnatio memoriae (Verdammung des Andenkens).

Unzensuriert.at: Töchterle bei Lueger-Ring für Toleranz

… Er lässt aus dem Lexikon der Antike „Der kleine Pauly“ den konservativen Salzburger Rechtswissenschaftler Prof. Theo Mayer-Maly zitieren. Dieser erklärt das philosophisch-politische Phänomen der “Damnatio  memoriae” unter anderem damit, dass gewisse Regime nach dem Tod einer politischen Führungspersönlichkeit keine indifferente Pietät zuließen, sondern bis zur Beseitigung von Statuen, Tilgung von Namen aus Inschriften und Münzen und dem Vernichten von Schriftstücken gingen. Töchterle tritt bei historisch umstrittenen Persönlichkeiten wie Lueger für Zusatztafeln mit entsprechenden Erklärungen anstatt von Umbenennungen und damit einem Bildersturm ein.

Der ÖVPler Töchterle sprach sich auch klar gegen Denk- und Erinnerungsverbote aus, da er diese für unvereinbar mit der Freiheit der Wissenschaft hält. Auch gegen die Ausblendung von historischen Aspekten, die mit heutigen Werthaltungen und Einstellungen nicht übereinstimmen, wendet sich der Wissenschaftsminister. Zudem will er keineswegs Personen, die Positionen vertreten haben, „die heute unvertretbar sind“, aus der kollektiven Erinnerung ausblenden. …

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