Otto von Habsburg: NWO-Agent?

Otto von Habsburgs Leben und Wirken wird von vielen Kommentatoren als streng katholisch beurteilt.

Johannes Rothkranz zeigt nun in seinem Buch „Der Vertrag von Maastricht – Endlösung für Europa“ (Anton A. Schmid-Verlag, 1993) widersprüchliche Seiten des Kaisersohnes auf. Rothkranz, der in seiner gesamten Arbeit die führenden NWO-Globalisten mit jüdischen Zionisten identifiziert und in diesem Buch auf die abstrusen Paneuropa-Vorstellungen Graf Coudenhove-Kalergis eingeht, beleuchtet auch die zweifelhafte Rolle des „Wissenden“ Otto, der sich nie vom Gedankengut C-Ks distanziert hatte, sondern dessen Ideen weiter vorantrieb.

Auszug, S. 43 bis 54:

Otto von Habsburg     

Am 20. November 1992 wurde Otto von Habsburg, «ältester Sohn  des  letzten  österreichischen   Kaisers,   CSU-Europaparlamentarier und Präsident der Paneuropa-Union»46 (womit aber nur ein Bruchteil seiner Titel, Ämter und Funktionen aufgezählt ist), achtzig Jahre alt. Bei der einzigen noch existierenden «Katholi­schen  Zeitung für  Deutschland», der «Deutschen  Tagespost», hatten dieser katholische Herr und seine (folglich ja auch katholi­sche!) Paneuropa-Union schon immer einen Stein im Brett; wenn andere Medien nicht berichteten, die DT tat es. Von Habsburgs achtzigster Geburtstag war der Zeitung eine ganze Seite wert, geschrieben von – Konrad Löw. […]

Im Rahmen seines großen Gratulationsartikels glaubt Löw, dem Geburtstagskind eine besondere Ehre zu erweisen, indem er daran erinnert: «Zu seinem 75. Geburtstag erschien eine Festschrift. Allein schon die Namen derer, die ihm darin die Ehre erweisen, sprechen Bände, unter anderem: Bischof Josef Stimpfle, Ernst Jünger, Alfred Dregger, Silvius Magnago, Leo Tindemans, Henry A. Kissinger, Max Streibl, Franz Josef Strauß, Simon Wiesenthal, Helmut Kohl, Sir Geoffrey Howe, Alois Mock.»52 Dieses Sammelsurium lauter ehrenwerter «Katholiken», vor allem solcher wie Henry Kissinger oder Simon Wiesenthal, aber auch solcher wie (inzwischen Erz-)Bischof Stimpfle, Helmut Kohl oder Franz Josef Strauß, von denen noch die Rede sein wird, spricht nun freilich Bände, obgleich nicht unbedingt zugunsten des in solcher Umgebung Angetroffenen, lautet doch ein bekanntes Sprichwort: «Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist»…

In der organisatorisch ziemlich undurchschaubaren, in eine Vielzahl von «Riten» und «Systemen» mit unterschiedlicher, voll phantastischer Gradeinteilung aufgespaltenen und doch von Zion zentral gelenkten Weltfreimaurerei möchte durchaus etwas existieren, worüber Norbert Homuth unter Verweis auf eine französische Quelle« berichtet. Er behauptet nämlich, «daß es in der Freimaurerei eine aus dem Kreuzrittertum stammende Tradition gibt, die immer einen geheimen König von Jerusalem kürt. Der derzeitige Titularkönig von Jerusalem ist kein Geringerer als der Chef der Paneuropa-Union selbst, der Ritter vom Goldenen Vlies, Seine Majestät Otto von Habsburg.»54 Es war eine solche feierliche Einbindung der «Kaiserlichen Hoheit» in die Loge umso eher zu erwarten, als diese Hoheit zum einen jahrzehntelang als vertrauter Adlatus des Hochgradmaurers Coudenhove-Kalergi fungiert hatte, während zum anderen ihr in solchem Stande sozusagen naturgegebenes Geltungsbedürfnis befriedigt werden mußte – durch einen möglichst hochtrabenden, wenn auch praktisch wohl nahezu bedeutungslosen Logentitel. Daß es sich bei von Habsburg dennoch (anders als bei so manchen anderen Freimaurern aus adeligem Hause) um einen wahrhaft «Wissenden» handelt, werden wir noch sehen; seine zweifellos überragende Intelligenz stellte ein Potential dar, das seine Auftraggeber nicht brachliegenlassen wollten. Seine Auftraggeber, wer sind die konkret?

Einen entscheidenden Hinweis darauf hat der Amerikaner R. Squier Ball geliefert, als er 1990 im Verlauf einer Hintergrundanalyse der Rolle Afrikas im Weltgeschehen notierte: «Afrikas Rolle bestand darin, Rohstoffe für den europäischen Wirtschaftsriesen zu liefern. – Ich interpretiere die breitgefächerte amerikanische Intervention in Afrika als zumindest teilweise das Ergebnis des Wunsches des amerikanischen Establishments, seinen Teil vom Kuchen zu bekommen. Wir betrachten im allgemeinen das Rockefeller-Imperium und seine verbündeten Geschäftsunternehmen  als den die USA kontrollierenden Faktor, so daß man versucht wäre, viele Kriege und das Durcheinander in Afrika als Resultat von Streitigkeiten zwischen Rockefeller und Rothschild zu beschreiben, die mit einer Aufteilung der Kontrolle über die Ressourcen enden werden, wenn erst einmal verschiedene widerspenstige, auf Unabhängigkeit bedachte Regierungsparteien von den Schalthebeln der Macht entfernt worden sind. – Behält man die oben geschilderten Interessen im Hinterkopf, kann man besser verstehen, wieso der Anwärter auf den österreichischen Thron, Prinz Otto von Habsburg, der auch an die Spitze von Pan-Europa trat, als Coudenhove-Kalergi starb, so sehr daran interessiert war, als Freund der bekämpften weißen Regimes von Rhodesien und Südafrika zu erscheinen. – Man möchte meinen, daß er lediglich Rothschild-Interessen wahrnahm, da er nichts Besseres mehr zu tun hatte.»55

Ob tatsächlich eine Art von Machtkampf zwischen den jüdischen Familienclans Rothschild und Rockefeller existiert und ein zähes Ringen um weltweit dominierenden Einfluß zwischen diesen beiden mit Abstand führenden zionistischen Machtzentren des Globus stattfindet oder nicht, ist unter den Beobachtern umstritten. Interessanterweise ist sich jedoch der US-Amerikaner Eustace Mullins mit französischen Kommentatoren darin einig, daß entgegen einer weit verbreiteten Meinung nicht Amerika mit der größten jüdischen Stadt der Welt, New York, und der bedeutendsten Börse der Welt, der New Yorker Wall Street, son­dern Europa, und hier namentlich Frankreich mit seiner Haupt­stadt Paris, nach wie vor das eigentliche Zentrum der zionistisch-freimaurerischen Macht beherbergt. Das würde bedeuten, daß die Rockefeller-Dynastie im Verein mit weiteren internationalen Finanz- und Wirtschaftsgiganten in hebräischem Besitz in den USA lediglich «Statthalterfunktion» ausübte. Übereinstimmen würde diese Theorie mit dem gesicherten Befund, daß sich im Staat Israel wie im Weltjudentum überhaupt die relativ kleine Minderheit der Sephardim (westeuropäische [ursprüngliche] Juden) der übergroßen Mehrheit der Ashkenasim (mittel- und osteuropäische sowie sonstige Juden [ehemals khasarischer Nationalität]) in der schwächeren Position befindet, denn die Rothschilds sind ashkenasische Juden aus Rußland, während es sich bei den Rockefellers um Sephardim handeln soll. Übrigens würde eine solche Unterordnung keineswegs wiederholte Auflehnungsversu­che bzw. «Meutereien» seitens der Rockefellers und ihrer Konsor­ten ausschließen; daß die jüdischen Bolschewistenhäupter Lenin und Stalin solche (letztendlich vergeblichen) Versuche, sich selb­ständig zu machen, unternommen haben, darf als gesichert gel­ten.

Otto von Habsburg also als «kaiserlicher» Handlanger der Häupter des internationalistischen Zionismus, «da er nichts Bes­seres mehr zu tun hatte», wie Ball richtig sagt! Offenbar hatte sich der älteste Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn noch in den dreißiger Jahren rechtzeitig mit den ärgsten Feinden seines längst verstorbenen Vaters arrangiert. Sie haben ihm seine treuen Dienste tatsächlich reich gelohnt. Neben großen Firmenbeteiligungen, Vorstandsposten und ande­ren finanziellen Begünstigungen wurde und wird er immer noch mit medienwirksamen Auszeichnungen überschüttet, die zugleich der Förderung Paneuropas zugute kommen. Treffend hat man von ihm gesagt, er gehöre «natürlich auch zu den zahlreichen Internationalisten, die sich gegenseitig Ehrendoktorhüte aufsetzen und Preise und Orden anheften . . . Am 19. Januar 1988 wurde ihm in der Academie Française in Paris der Louise-Weiss-Preis (benannt nach der verstorbenen Altpräsidentin des ersten Euro­päischen Parlamentes) verliehen. Frühere Preisträger waren gewesen Helmut Schmidt, Marion Gräfin Dönhoff (Herausgebe­rin der Wochenzeitung „Die Zeit“) sowie Simone Veil, Haupt­förderin der Abtreibungsgesetzgebung in Frankreich.57 Louise Weiss war Jüdin, Simone Veil war Jüdin… Um aber noch deutlicher zu machen, wem der «katholische» Fürstensproß in Wirklichkeit verpflichtet ist, wurde ihm zwei Jahre später, 1990, die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität von Jerusalem zuerkannt58. Im März 1991 erhielt er obendrein die Ehrendoktor­würde der Universität Ferrara, und zwar in Würdigung seiner «Verdienste um die Europäische Einigung»». Von der Aufzäh­lung weiterer, auch neuerer «päpstlicher», Ehrungen sei abgese­hen, um die Leser nicht zu langweilen.

Wes Geistes Kind der führende Propagator des «Vereinten Eu­ropa» ist, kann er freilich nur mühsam verbergen, wie folgende Nachricht beweist: «Zu einer „Diskussionsveranstaltung mit Dr. Otto von Habsburg“ über das Thema „Europa – Macht und Ohn­macht“ am 18. Januar 1992 in Salzburg luden gemeinsam ein: der Österreichische Akademikerbund, der Hospitaldienst souveräner Malteser-Ritter-Orden (Großpriorat Österreich), die Paneuropa-Union und der Rotary Club Salzburg. – Das Einladungsschreiben war verziert mit dem Zeichen desjenigen Gottes, in dessen Verehrung alle diese Brüder übereinstimmen: mit dem Pentagramm (Fünfzackstern).»60

Wie sehr «alle diese Brüder» miteinander zusammenhängen, mag auch die Tatsache illustrieren, daß die (siehe oben!) sinnigerweise von Gerhard Löwenthal präsidierte «Deutschland Stiftung e.V.», die ihren «Konrad-Adenauer-Preis» ebenso sinniger­weise an Personen namens Wolffsohn etc. verleiht, ein DEUTSCHLAND magazin» herausgibt, in dessen Impressum noch im Dezember 1991 unter der Rubrik «Ständige Mitarbeiter» neben dem «Chefkorrespondenten» der «Deutschen Tagespost» Jürgen Liminski auch ein gewisser «Dr. Otto von Habsburg MdEP» verzeichnet war. Gemeinsam mit seinem «katholischen» Gratulanten Konrad Löw sitzt Otto von Habsburg im Kuratorium der – nach Informationen von «Fraktur» vom (angefangen von Berija bis hin zu Gorbatschow alias Kohn stets von einem Sohn Abrahams geleiteten) KGB gegründeten – «Internationalen Gesell­schaft für Menschenrechte». Etc. etc.

Besonders aufschlußreich für alle, die zwischen den Zeilen zu lesen vermögen, dürfte der folgende Ausschnitt aus einem Artikel Otto von Habsburgs im Organ der deutschen Sektion der Paneuropa-Union 1991 sein, den ich kommentarlos zitiere61:

«(Ein entschiedenes christliches Bekenntnis) steht keinesfalls im Gegensatz zu echter religiöser Toleranz und zu einem lebendi­gen Dialog mit den anderen monotheistischen Religionen, dem Islam und dem Judentum. Ohne den Beitrag der Juden hätten weder unsere mitteleuropäische Kultur noch das christliche Abendland insgesamt entstehen können. Gerade wir Christen ver­danken den Juden sehr viel. Das Alte Testament, also ein we­sentlicher Teil unserer Heiligen Schrift, ist das Fundament, auf dem wir stehen. – Der christliche Glaube wurzelt in der Ge­schichte des Volkes Israel, das Gott hart prüfte, um es durch eine feindselige Welt ins Gelobte Land zu führen. – Als ich in meiner frühen Jugend biblische Geschichte lernte, wunderte ich mich manches Mal. Immer wieder erhob sich Israel gegen Moses und seine Gebote. – Deshalb fragte ich mich, weshalb Gott gerade ein so eigenwilliges Volk auserwählt hatte. Mit der Zeit fand ich die Erklärung, daß nur ein so innerlich unabhängiges Volk die Chance hatte, schwere Prüfungen zu überstehen. An diese Über­legungen aus meiner Kindheit mußte ich während der schlimmen Tage des Nationalsozialismus oft zurückdenken. – Das mittel­europäische Judentum durchlebte besonders finstere Stunden. Es wurde größtenteils durch eine widerliche Ideologie vernichtet, die Menschen verfolgte – nur wegen ihrer Abstammung oder ihres Glaubens. Dennoch wirkt es in wunderbarer Weise fort. – Anläß­lich meines ersten Besuches in Prag, wenige Wochen nach der Beseitigung des kommunistischen Regimes durch die Demon­stranten auf dem Wenzelsplatz, suchte ich sofort bei meiner An­kunft die herrlichen Synagogen dieser Stadt auf. In nächtlicher Stunde traf ich mit den wenigen Überlebenden dieser einstmals so blühenden jüdischen Gemeinde zusammen – dies war einer jener tiefen Eindrücke, die ich niemals vergessen werde. – Man sah den Sitz des großen Rabbi Löw und rings umher all jene prachtvollen Zeugnisse einer großen Vergangenheit. Dort lebte die Legende vom Golem weiter und mit ihr die jüdische Erzählkunst, ohne die wir uns die mitteleuropäische Literatur nicht mehr vorstellen können. Und inmitten dieser Schönheit standen – scheinbar verlo­ren und doch unbeugsam – die wenigen Prager Juden, die die Katastrophe überlebt hatten. – Plötzlich wurde die integrierende Kraft wieder lebendig, die das europäische Judentum seit jeher ausgezeichnet hatte. Glaube und Kultur der Juden besaßen in Österreich-Ungarn große Bedeutung. Ihr Patriotismus war so stark, daß mir bei einer Ehrung durch die Hebräische Universität Jerusalem der Laudator bei seiner Ansprache versicherte, auch Israel sei ein Nachfolgestaat der k.u.k. Monarchie. – Europas Ju­den spielten in der Geschichte des Abendlandes immer wieder eine große Rolle. Mit den islamischen Völkern kam es immer wieder zu heftigen Konflikten, doch auch sie befruchteten uns kulturell. Dies geht zurück bis zum Königreich der drei Religio­nen im spanischen Toledo, wo Juden, Christen und Muslim friedlich zusammenlebten. – An dieses mittelalterliche Modell, das Haß und Intoleranz zerstörte, gilt es im Mittelmeerraum und weltweit wieder anzuknüpfen, sollen uns nicht pseudo-religiöse Fanatiker und blinde Fortschrittsgläubigkeit ins Verderben füh­ren.» Ein solcher pseudo-religiöser Fanatiker wäre demnach auch der heilige Apostel Paulus gewesen, der – selber Hebräer – im 1. Thessalonicherbrief (2,15) nicht nur schreibt, die Juden mißfielen Gott, sondern auch, sie seien «die Feinde aller Menschen» .

Es wäre natürlich höchst reizvoll, von Habsburgs Text näher zu analysieren, aber das kann der aufmerksame Leser anhand des bisher Gesagten auch selbst leisten. Statt dessen füge ich einen bemerkenswerten Ausspruch der Tochter des inzwischen hochbe­tagten österreichischen Prinzen, Walburga von Habsburg, an, der offenbar in die gleiche Richtung zielt: «In einer geradezu existentiellen Weise ist unsere abendländisch-christliche Kultur aber durch jenes jüdische Mädchen bestimmt, das die Mutter des Mes­sias geworden ist und das Israel und Christentum, Synagoge und Kirche, das alte und das neue Volk Gottes untrennbar verbin­det.»62 Nochmals dasselbe mit anderen Worten versichert uns «im Vorwort zur Festschrift des Jahres 1987 . . . Karl von Habsburg, der älteste Sohn, 1961 geboren: „Einigen – nicht trennen! Unter dieser wahrhaft europäischen Devise trat mein Vater 1930 – nach dem Hausgesetz eben großjährig geworden – an die Spitze unserer Familie. Er übernahm damit die Führung des Kampfes für jene Ideale, die das Haus Österreich seit Jahrhunderten vertritt. Es sind dies: Der Glaube an den einen Gott, der Christen, Juden und Mohammedanern gemeinsam ist; die feste Verankerung des tägli­chen Handelns in den christlich-abendländischen Werten: die Idee einer toleranten übernationalen Ordnung . . . „»63

Vom dreifaltigen Gott des christlichen und katholischen Glaubens ist also keine Rede mehr, und was von Habsburgs Mentor unter den «christlich-abendländischen Werten» verstand, haben wir auch schon gesehen: Freiheit, Gleichheit (nein, Tap­ferkeit!), Brüderlichkeit!, die «Werte» jener «französischen» Revolution, die alles Christliche radikal über Bord warf, und wen derselbe Mentor bereits zum künftigen Herrscher in jener «tole­ranten übernationalen Ordnung» ausgerufen hatte, wurde gleich­falls oben gezeigt.

Was hat von Habsburg nun konkret für seine geheimen Her­ren geleistet? Vor allem hat er Dumme gefangen, unter den Katholiken zunächst, aber auch anderswo, Dumme für ein «Ver­eintes Europa» angeblich christlicher Prägung. Er machte die un­ter Coudenhove-Kalergi nach dem Krieg elitär gewordene Paneuropa-Union wieder populär: «1973 wurde Otto von Habsburg Präsident der Paneuropa-Union. Er formulierte klar die inhaltli­che Position der Paneuropa-Bewegung, die sich in vier Punkten zusammenfassen läßt: für ein großes, freies, soziales und christli­ches Europa. Ferner hielt er es für nötig, den Paneuropa-Gedanken in breiten Schichten neu zu verankern und ging den Weg von der elitären Vereinigung hin zur Volksbewegung.»64 Fünfzehn Jahre später konnte er das Ergebnis seiner jahrzehntelangen Bemühungen selbstgefällig wie folgt zusammenfassen: «… es ist relativ leicht, Verträge zu schreiben und Institutionen zu schaf­fen. Es ist aber unendlich schwer, die Mentalität alter Völker zu verändern. Gerade das ist uns gelungen…»65!

Über die jüngste Glanzleistung Otto von Habsburgs unter­richtet uns nochmals Konrad Löw: «Als Coudenhove-Kalergi starb, gab es für die Nachfolge keine bessere Wahl als Otto von Habsburg, der bereits als Vizepräsident fungiert hatte. Unter sei­ner Leitung wurde Paneuropa zu einer mitgliederstarken Bewe­gung, die ihre Sternstunde am 19. August 1989 erlebte. Genau einen Monat zuvor faßten Otto von Habsburg und der Leiter der ungarischen Oppositionsbewegung Demokratisches Forum in der Region Debrecen, Lukaczs Szabo, beim Abendessen den Be­schluß, an der österreichisch-ungarischen Grenze ein Paneuropa-Picknick zu veranstalten. „Helfen Sie mit, den Eisernen Vorhang niederzureißen!“, hatte es auf den mehrsprachigen Flugblättern geheißen, die die Paneuropa-Union und das Demokratische Forum in ganz Ungarn verteilten. In einer Chronik wird festge­halten: „Wen wundert es da noch, daß im Festtrubel – Walburga von Habsburg durchschneidet feierlich den Eisernen Vorhang, und Blaskapellen spielen auf – 661 junge Deutsche aus der DDR ein altes Holztor aufdrücken und in den freien Westen stürmen. Die ungarischen Grenzer stehen völlig passiv mit ihrem Visum­stempel da, mit dem sie ansonsten nur Westeuropäern und Un­garn hätten erlauben können, den seit Jahrzehnten geschlossenen Übergang zu benutzen . . . Auf den Wachtürmen, von denen einstmals kommunistische Grenzer auf Flüchtlinge schossen, wehen Paneuropa-Fahnen.“»66

So einfach war das also! Man konnte im von Spitzeln der Ge­heimpolizei durchsetzten und mit brutaler Gewalt regierten kom­munistischen Ungarn frank und frei, landauf landab, in mehreren Sprachen, großartig ankündigen, man werde am Soundsovielten den Eisernen Vorhang niederreißen – und es geschah nichts! Die waffenstarrenden Grenzer standen trotz tagelanger Vorwarnung «ganz passiv» da und stellten ihre mit Maschinengewehren be­stückten Wachtürme so mir nichts dir nichts zur Beflaggung mit der pentagrammstrotzenden Paneuropa-Flagge zur Verfügung! Und wo blieben die Panzer von 1956? Hatten die zionistischen Herrscher in Budapest auf einmal vor dummdreisten papiernen Ankündigungen solche Angst, daß sie ihre zur Erstickung spon­taner Volksaufstände bestens gerüsteten Büttel nicht mehr auf die Straße und in den Einsatz zu schicken wagten? Wer das glaubt, glaubt wahrscheinlich auch an den Mann im Mond.

Hier haben wir den Beweis dafür, daß Otto von Habsburg im August 1989 mehr wußte, als noch im Oktober/November des Vorjahres solche zionistische Größen wie Heinz Galinski, Chef des organisierten Judentums in Deutschland, und sogar Edgar Bronfman, Chef der mächtigen «Anti-Verleumdungs-Liga» der noch mächtigeren exklusiv jüdischen Freimaurerloge B’nai B’rith. Diese beiden Söhne Abrahams ließen sich nämlich in aller Unschuld noch im Spätherbst 1988 von DDR-Chef Erich Honecker mit dem höchsten DDR-Orden, dem «Stern der Völkerfreundschaft» in Gold, dekorieren, was ihnen peinlicherweise ein knap­pes Jahr später, als der Eiserne Vorhang plötzlich wie (!) von selbst fiel, hämische Kritik von allen Seiten, selbst aus den eige­nen Reihen, eintrug67! Man hatte sie, wenn überhaupt, nicht viel früher über die neuesten Hauruck-«Planungen» informiert als den Goj Otto von Habsburg. Er ist seitdem übrigens unermüdlich in den Ländern des ehemaligen Ostblocks unterwegs, gründet dort eine Sektion der Paneuropa-Union nach der anderen und fordert gleichzeitig gemeinsam mit anderen Paneuropa-Funktionären in den westeuropäischen Ländern ständig die möglichst baldige Ein­beziehung Osteuropas in jenes Maastrichter «Paneuropa», das ja auch ausdrücklich den Beitritt weiterer Länder vorsieht. Der von der EG und der UNO tückischerweise über Jahre hinweg am Kochen gehaltene Jugoslawienkonflikt dient ihm dabei als Hauptargument.

«Noch immer glauben viele an den angeblichen Einfluß des „Weltjudentums“», bedauerte Otto von Habsburg noch kürzlich68. Seine Durchlaucht selbst glaubt natürlich längst nicht mehr daran  – sie weiß!

Fußnoten:

46 DT, 24. 11. 1992.
47 Konrad Löw, Im heiligen Jahr der Vergebung. Wider Tabu und Verteufelung der Juden, Osnabrück 1991 (abgek. Löw 1991).
48  Ebd. 73f.
49 Ebd. 154.
50 Ebd. 161.
51 Ebd. 23.
52 Konrad Löw, «Einigen – nicht trennen!» Otto von Habsburg vollendet am 20. November sein achtzigstes Lebensjahr,  in: DT 24.  11.  1992 (abgek. Löw 1992).
53 Jean de Pange, L’auguste Maison de Lorraine, Lyon 1966, S. 60. Diesen Quellenverweis hat Homuth, wie die Nachprüfung ergibt, völlig korrekt aus Lincoln/Baigent/Leigh, Der Heilige Gral und seine Erben … [5. Aufl.] Bergisch Gladbach [1992] 380 resp. 469 + 483 entnommen, einem spekulativ völlig abwegigen Buch, das jedoch stellenweise interessante historisch belegte Mitteilungen enthält.
54 Norbert Homuth, Die Verschwörung des Antichristus, Nürnberg o. J. (1990) (abgek. Homuth 1990), 22.
55 Ball a .a. O.
56 Näheres dazu weiter unten, Kapitel V, 3.
57 Fraktur, 13. 10. 1991, 6.
58 Paneuropa Deutschland, Heft 4 (4. Quartal) 1991, 6f.
59 Fraktur, 13. 10. 1991, 6.
60 Fraktur, 31. 5. 1992, 2.
61 Otto v. Habsburg, Fundamentalistisch oder gläubig?, in: Paneuropa Deutschland, Heft 4 (4. Quartal) 1991, 5-7, hier: 6f.
62 Dr. Walburga von Habsburg in einem Gastkommentar in der Kirchenzeitung für die Diözese Augsburg vom 15. 12. 1991; zit. n. Der Fels 23 (1992) 24.
63 Löw 1992 a. a. O.
64 Posselt 1990 a. a. O.
65 Otto von Habsburg in: Paneuropa Deutschland, Heft 2 (2. Quartal) 1989, 8.
66 Löw 1992 a. a. O.              .
67 Vgl. Löw 1991 a. a. O. 94f.
68 Otto von Habsburg in: DT, 19. 8. 1993.

Ich verweise zusätzlich auf die Kommentare in einem Artikel über die Europa-Flagge.

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