Papst Benedikt: Fels in der Brandung des Zeitgeists

Kurt J. Heinz weist in seinem christlichen Informationsforum Medrum Medienvorwürfe zurück, Papst Benedikt XVI. habe mit seinem Besuch enttäuscht. Im Gegenteil: Er habe fundamentale Fragen aufgeworfen und eindeutige und tiefgründige Antworten gegeben.

„Es gibt zu viele laue Christen, es gibt zu viele Strukturen, es gibt zu viel Relativismus und es gibt zu wenig Glauben.
… Papst Benedikt hat – allen Widersachern zum Trotz – als der Fels standgehalten, auf den sich Gott auch in der stürmischen Brandung des Zeitgeistes verlassen kann. Denn der Glaube, so Benedikt, ist nicht verhandelbar.“

Siehe auch: Kommentar zur Bundestagsrede.

Ergänzung 27.9.:
Ein weiterer Kommentar zur Bundestagsrede, der es wert ist, überlegt zu werden:

… Die Papstrede ist ein Anlaß, die zertretenen Rechte der Gegenwart ins Visier zu nehmen.

Ich denke an die abtreibungsermordeten Kinder, die Privilegierung von Homosexuellen zulasten der Familien oder den widernatürlichen Gender-Wahnsinn oder die Zwangssexualierung unserer mißbrauchten Kinder.

Ergänzung 8.10.:
Freie Welt: „Der Papst macht Mut zum Bekenntnis!“ – Interview mit Martin Lohmann:

… Es war schon eine historische Stunde, dass ausgerechnet ein Papst darauf verwiesen hat, wie sehr Recht und Gerechtigkeit mit der Wahrheit und der Quelle der Wahrheit verbunden sein müssen, wenn sie ihrem eigenen Anspruch gerecht werden wollen. Faszinierend und logisch zugleich, wie der bayerische Deutsche als bischöflicher Lehrer der Weltkirche den Bogen von der inzwischen von fast allen erkannten Ökologie der Natur und der damit verbundenen Nachhaltigkeit spannte hin zur leider bis heute allzu oft geleugneten und verratenen Ökologie des Menschen. Ja, die Ökologie an sich bleibt eine leere Seifenblase, wenn sie nicht die Nachhaltigkeit des unantastbaren Lebensrechtes von der Zeugung bis zum natürlichen Tod zulässt oder diese Ökologie des Menschen ausblendet.

Nachtrag 12.10.: Papst Benedikt verteidigt das Naturrecht:

Papst Benedikt hat in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag das Naturrecht gegen den heute verbreiteten Rechtspositivismus verteidigt. In den Grundfragen des Rechts sei das Mehrheitsprinzip nicht ausreichend. Das Naturrecht gelte heute zwar als „katholische Sonderlehre“, gehöre aber zum kulturellen Erbe Europas. Wo dagegen die „alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft“ gelte, seien die „klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt.

… Als Beispiel rief der Heilige Vater die Vorgänge im Dritten Reich an, aber natürlich ging es ihm letztlich um das, was heute fast für selbstverständlich gehalten wird: Homosexualität und empfängnisverhütende Mittel und Praktiken galten von alters her als „Sünden gegen die Natur“. Ebenso sind Abtreibung, Genmanipulation und die Genderideologie mit dem Naturrecht nicht vereinbar. Hätte der Papst diese Dinge beim Namen genannt, wäre es zum Eklat gekommen…

Ergänzung 19.10.:
Eine köstliche Nachbetrachtung durch P. Wolfgang Ockenfels: http://www.freiewelt.net/blog-3657/nach-dem-papstbesuch.html (16.10.)

Der Papst war da und hat Ärgernis gegeben. Er hat sich bei den protestantisch fortgeschrittenen Katholiken nicht dafür entschuldigt, daß er katholisch ist und bleiben möchte. Das ist schon ein starkes Stück. Er hat nicht die Erwartungen erfüllt, die von Zölibatsgegnern, Homosexuellen- und Frauenverbänden, von rätedemokratischen Kirchenvertretern via Massenmedien seit langem laut erschallen. Nicht einmal auf das Ansinnen des Herrn Bundespräsidenten, der von „Brüchen“ sprach, wenn er Ehebrüche meinte, ist der Papst eingegangen…

Ergänzung 26.10.:

Bin auf einen Artikel vom Februar 2009 gestoßen, den ich nur empfehlen kann zu lesen. Er befasst sich vordergründig mit der Rücknahme der Exkommunikation der Pius-Bischöfe, ich betrachte ihn darüber hinaus als Apologie und Anerkennung des Petrusamtes im Sturm der Politischen Korrektheit.
Auch der Kommentarstrang hat es in sich; mir hat er mehr gegeben als -zig Sonntagspredigten.

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