Guttenberg: „Distinguished Statesman“ bei CSIS

Karl-Theodor zu Guttenberg, der schon vor seiner Blitzkarriere in der deutschen Nomenklatura bei den transatlantischen Globalisten wohl erzogen und programmiert wurde – siehe
Guttenberg-Dossier-Teil 1   (2009)
Guttenberg-Dossier-Teil 2   (2009)
Teil 3 (Rezension)    (2011)
– lässt sich nun wieder von den Globalistennetzen hofieren und instrumentalisieren:

ORF: Guttenberg: Neuer Job an US-Institut

Der wegen eines Plagiatsskandals zurückgetretene deutsche Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine neue Aufgabe an einem der renommiertesten Politikinstitute in den USA gefunden. Das in Washington ansässige Center for Strategic and International Studies (CSIS) bestätigte heute, dass Guttenberg der Denkfabrik als „Distinguished Statesman“ (herausragender Staatsmann) angehören werde.

Der Ex-Minister wird den Angaben zufolge an der Spitze eines neuen transatlantischen Dialogforums stehen, bei dem Meinungsführer und Politiker aus Europa und den USA über Wirtschafts- und Sicherheitsfragen diskutieren sollen. Ziel sei eine „gewagte, neue strategische Vision“, um die transatlantischen Beziehungen angesichts der Machtverschiebungen in der Welt zu stärken.

Das CSIS begründete seine Entscheidung mit Guttenbergs Leistungen bei der Reform der Bundeswehr und mit seinem langjährigen Einsatz für die transatlantischen Beziehungen…

Ergänzung 30.9.:
Zu Guttenberg ist wiederum in Abrahams Schoß zurückgekehrt:
Oberösterreichische Nachrichten:

… CSIS beschäftigt. Für das Institut, in dem der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger im Kuratorium sitzt, ist Guttenberg ein alter Bekannter. Drei Wochen nach seiner Ernennung zum Verteidigungsminister hielt er dort im November 2009 eine Rede zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen. Bei der Begrüßung zeigte sich CSIS-Chef John Hamre damals in launischen Worten über das große Interesse an dem deutschen Gast verwundert – normalerweise würden die Zuhörer dort nach dem vorhergehenden Essen zum Einschlafen neigen.

… Geld verdienen wird Guttenberg nicht — aber er erhält Zutritt zu einem Netzwerk von unschätzbarem Wert. In den USA sind Think Tanks weit verbreitet und hoch angesehen, gerade die großen bestimmen die politische Agenda mit.

Und es sind auch beliebte „Parkplätze“ für Politiker und politische Berater: Während in Deutschland die Parteien oder deren Stiftungen Politiker nach einer verlorenen Wahl mit Jobs versorgten, seien es in den USA die Think Tanks, sagt der Berliner Forscher Josef Braml von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Dabei gebe es in den USA immer auch die Möglichkeit zur Rückkehr auf politische Positionen.

Guttenberg ist indes nicht der erste bekannte deutsche Politiker, der in die USA ging. Nach einer Affäre um Flugmeilen war der Grüne Cem Özdemir beim „German Marshall Fund of the US“ untergekommen, einer bei Weitem nicht so renommierten Denkfabrik wie das CSIS. Ein Jahr später zog Özdemir ins Europaparlament ein und ist heute Grünen-Chef…

Ergänzung 10.10.: Guttenberg-Film „Der große Bruder“
http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13650221/Liefers-soll-in-Satire-Film-Guttenberg-spielen.html

Ergänzung 24.11.: Die Ermittlungen gegen zu Guttenberg wurden eingestellt.
Nach der Zahlung von 20.000 Euro an die Kinderkrebshilfe erhielt zu Guttenberg von der Staatsanwaltschaft bezüglich der Urheberrechtsverletzungen einen Persilschein. Es kommt zu keiner Gerichtsverhandlung.

Zu Beginn der Woche sorgte der gefallene CSU-Star mit der Ankündigung einer Buchveröffentlichung für Schlagzeilen: In dem Buch „Vorerst gescheitert“ wird ein Gespräch zwischen Guttenberg und Giovanni di Lorenzo, dem Chefredakteur der „Zeit“, abgebildet. Die Lektüre soll Guttenbergs Umgang mit den eigenen Fehlern behandeln, die Zeit nach dem Rücktritt – aber auch die Voraussetzungen für eine Rückkehr sollen darin zur Sprache kommen.

Die Veröffentlichung des Buchs ist der zweite Schritt auf Guttenbergs Weg zurück ins politische Rampenlicht. Am Wochenende hatte er in Kanada auf dem Halifax Security Forum, einem VIP-Treffen mit internationalen Sicherheitspolitikern, den ersten öffentlichen Auftritt seit seinem Rückzug absolviert.

Ergänzung 6.12.: Kritik an Zeit-Chefredakteur di Lorenzo:

Bundesweite Kritik am Chefredakteur der Zeit, Giovanni di Lorenzo. Nach der Veröffentlichung seines Interview-Bandes mit Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg stehen er und seine Wochenzeitung unter dem Vorwurf, sich vor eine Kampagne spannen zu lassen.

… Schon im Oktober hatte die Zeit berichtet, zu Guttenbergs Weg für ein Comeback sei wieder frei. Zu Guttenberg ist, ebenso wie Joschka Fischer, Mitglied des ECFR, des European Council on Foreign Relations. Ziel der eng mit den Bilderbergern verzahnten Organisation ist die Abschaffung der Nationalstaaten und die Schaffung einer europäischen Zentralregierung.

Siehe auch: http://karlmartell732.blogspot.com/2011/11/hat-guttenberg-sein-buch-selbst.html

Ergänzung 10.12.: Guttenberg: Der Unverbesserliche:

Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder da. Doch der geplante Neustart des verglühten Sterns der deutschen Politik ist gescheitert. Vorerst.

… „Die Zeit“ zählt Hunderte Abbestellungen empörter Abonnenten. „Pfui, pfui, pfui“ stand über einer Doppelseite mit entrüsteten Leserbriefen. Der Spiegel fiel in schlecht verhohlenem Neid über den Konkurrenten her, weil er den Unberührbaren wieder salonfähig mache. Die Parteikollegen, die Guttenberg in ungebrochenem Hochmut watscht, grollen ihm. Warum so viel Aufsehen für einen Gescheiterten?

… Was in den letzten Tagen über ihn zu lesen war, muss ihn entsetzt haben. Keine Spur von Freispruch. Höhnisch schrieb die FAZ, der Freiherr habe seine Fähigkeit, Unsinn zu reden, nicht eingebüßt. Der „Stern“ fragte den Manager Hans-Olaf Henkel, ob er für seine geplante neue Partei vielleicht an Guttenberg gedacht habe. „Nach dem, was der sich geleistet hat – das geht nicht“, erwiderte Henkel.

Am Ende könnten trotzdem alle irren. Die Karriere des Karl-Theodor zu Guttenberg hat nie nach den Kriterien traditioneller Parteipolitik funktioniert. … Nicht um Karriere gehe es ihm, „sondern um diejenigen, denen zu dienen man berufen ist“. Er habe das „gerne für die Heimat gemacht“, sagt er ins Mikrophon.

 … „Wer die Rückkehr des Karl-Theodor zu Guttenberg auf die politische Bühne befürchtet, der fürchtet sich nach diesem Buch vermutlich völlig zu Recht“, schreibt di Lorenzo. Der Hohn von Medien, akademischen Eliten und Parteisekretariaten kann dem Volksfreund nur helfen.

Ergänzung 13.12.: Tagesschau.de: Guttenberg kehrt als EU-Berater zurück.

Ergänzung 14.12.: „Karl-Theodor zu Guttenberg (40, CSU) ist neuer Berater der EU-Kommission in Fragen der Internetfreiheit in autoritär regierten Staaten…“ Barbarossa meint dazu:

Guttenberg ans Internet zu lassen, ist, als würde man einen ehemaligen Alkoholiker zum Kontrolleur des staatlichen Branntweinmonopols machen.

Ergänzung 15.12.: Gerhard Bauers Deutsche Ecke: zu Guttenberg Berater für subversive Netzaktivitäten

… Hier wird eine Politik verfolgt, die nichts anderes bedeutet, als eine subversive Tätigkeit in nicht genehmen Ländern. Es dürfte kaum anzunehmen sein, dass Guttenberg Netzaktivisten in Saudi-Arabien oder ähnlichen „Our Bastards“-Staaten stärken soll. Zielgruppe dürften eindeutig Länder sein, die von der westlichen Führungsmacht benannt werden, wie da wären, Russland, China, der Iran usw…

… Guttenberg ist ein Paradebeispiel, für die Einmischung und Einwirkung der USA in die Politik anderer Länder.

… Was noch eine Erwähnung wert ist, Guttenberg sprach bei der Pressekonferenz der EU-Kommission ausschließlich Englisch, selbst als die Journalisten auf Deutsch fragten, so schrieb die FAZ. Erst als die EU-Kommissarin ein paar Worte Niederländisch sprach, bequemte sich auch der ehemalige bundesdeutsche Minister zu ein paar deutschen Worten an die Journalisten.

Ergänzung 31.12.: FAZ: Seehofer will Guttenberg zurückholen:

Der bayerische Ministerpräsident Seehofer will sich im kommenden Jahr „sehr darum bemühen“, Karl-Theodor zu Guttenberg „für eine aktive Rolle in der CSU“ zu gewinnen. Auch eine Position als Minister sei denkbar, sagte er in einem Interview.

… Seehofer kündigte an, er werde sich im kommenden Jahr um persönliche Gespräche mit Guttenberg bemühen. Das müsse zur richtigen Zeit geschehen und dürfe nicht über öffentliche Kanäle passieren.

… Der 40-Jährige ist inzwischen mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten umgezogen, hat sich aber in den vergangenen Wochen wieder mehrfach zu Wort gemeldet, unter anderem mit einer Buch-Veröffentlichung. Einen ersten Schritt zurück auf die politische Bühne machte er bereits Mitte Dezember. Seitdem arbeitet Guttenberg für die EU-Kommission in Brüssel als Experte für Internetfreiheit.

Übrigens, die Leserstimmen zu diesem Vorhaben könnten vernichtender nicht sein.

Ergänzung 6.2.2012: http://www.news.de/politik/855269623/guttenberg-hacker-kapern-seine-homepage-torte-als-kopfschmuck/1/

… Nach der Tortenattacke muss sich Karl-Theodor zu Guttenberg nun eines Angriffs aus dem Internet erwehren. Unbekannte Hacker haben die Webseite des Ex-Verteidigungsministers gekapert. Auf der Startseite war am Mittag eine Fotomontage zu sehen, und zwar ein Porträt des CSU-Politikers mit einer Torte als «Kopfschmuck». Darüber setzten die Cyber-Piraten die Überschrift: «Karl-Theodor zu Guttenberg wird neuer Bundeskuchenminister.»

Erst am Donnerstag hatten Netzaktivisten Guttenberg in einem Berliner Café überrumpelt und dem Ex-Verteidigungsminister eine Torte ins Gesicht gedrückt. Nach einem Moment des Schreckens nahm Guttenberg die Aktion der Gruppierungen «Hedonistische Internationale» und «Anonymous» mit Humor und schleckte sich die Finger ab. …

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2 Antworten zu Guttenberg: „Distinguished Statesman“ bei CSIS

  1. Schmidt schreibt:

    Gänzlich unbegreiflich, dass diese Institut so einen Betrüger anheuert.

  2. Pua schreibt:

    Naturtalent darf nicht ungenutzt bleiben.
    Lieber den Falschspieler in den eigenen Reihen als im gegnerischen „Team“.

    Pua

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