EuGH: Menschenwürde ab Befruchtung

Ein Lichtblick: FAZ: Leben mit Würde:

Der Europäische Gerichtshof hat am Dienstag in der europäischen Rechtsgeschichte einen Markstein gesetzt…

… Das Urteil lautet: Jede menschliche Eizelle ist vom Stadium ihrer Befruchtung an ein menschlicher Embryo, da damit die Entwicklung eines Menschen in Gang gesetzt worden ist.

… Neben dieser grundsätzlichen Klarstellung ist das Verbot der Patentierung sowie kommerzieller und industrieller Verwertung embryonaler Stammzellen, bei deren Herstellung der Embryo zerstört wird, geradezu zweitrangig…

Katholisches.info: Deutsche Bischofskonferenz begrüßt EuGH-Stammzellen-Urteil

Kath.net: Patentierbarkeit menschlicher embryonaler Stammzellen abgelehnt

Respekt und Anerkennung an Greenpeace!

Ergänzung 22.10.:
Der Grazer Moraltheologe Walter Schaupp hält das Urteil des EuGH für ein „deutliches Signal für einen umfassenden Schutz des Lebens.“ (Kleine Zeitung, 22.10.2011, S. 52)

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom vergangenen Dienstag in der Frage der Patentierbarkeit von Verfahren, die menschliche embryonale Stammzellen involvieren, stellt mit überraschender Deutlichkeit klar, dass im Umgang mit menschlichen Embryonen die menschliche Würde berührt wird — und dies schon vom Zeitpunkt der Befruchtung an. Weil das infrage stehende Verfahren auf Stammzellen aufbaut, die durch die Zerstörung solcher Frühembryonen gewonnen werden, lehnen die Richter auch dort eine Patentierbarkeit ab, wo Embryonen nur indirekt einbezogen sind.
Damit ist das Urteil ein deutliches Signal für einen umfassenden Lebensschutz und bringt viele europäische Staaten unter Zugzwang…

… Die Ziele der gegenwärtigen Stammzellforschung lassen sich mit genügend Geduld auch über andere Wege erreichen. Das Grundproblem des gegenwärtigen biotechnologischen Fortschritts besteht sicherlich nicht darin, dass er zu langsam geht. Die Probleme liegen in einem immer stärkeren Innovationsdruck, der nicht einfach aus altruistischen Motiven des Heilens zu erklären ist und der ethische Bedenken zu marginalisieren droht. Die hartnäckige Intuition, dass beginnendes menschliches Leben nicht einfach kommerzialisierbares Zellmaterial ist, ist eines dieser Bedenken, um die es hier geht.

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