Ungarn und der Ramschstatus

Ungarn, dessen Regierung so gar nicht recht auf die EU-Werte (Abtreibung, Familienzerstörung, Christentumsfeindlichkeit etc.) eingestimmt werden kann, bläst der raue Wind der „Märkte“ ins Gesicht:

Kleine Zeitung: „Nicht nur Griechenland und Portugal stecken mitten in einer Krise – auch Ungarn ist akut von einer Staatspleite bedroht. Die Ratingagentur Moody´s hat die Anleihen des Landes auf Ramschstatus herabgestuft.“

Die Regierung in Budapest wehrt sich und spricht von einem „finanziellen Angriff“ auf das Land.

Die ungarische Regierung hat die Abstufung der Kreditwürdigkeit des Landes als unbegründet und als „spekulativen Angriff“ bezeichnet. „Da die Bewertung durch Moody’s keine reale Grundlage hat, kann die ungarische Regierung sie nur als Teil eines finanziellen Angriffs interpretieren“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums in Budapest. Die US-Ratingagentur Moody’s hatte Ungarns Kreditwürdigkeit am Donnerstagabend von „Baa3“ auf „Ba1“ und somit auf Ramschniveau herabgestuft.

Kommentator secundus schreibt dazu:

Das neoliberale angloamerikanische Finanzsystem greift massiv die europäischen Staaten an. Länder, die wesentlich besser dastehen als Amerika, werden von den amerikanischen Ratingagenturen auf Ramsch gestuft, während Amerika auf bestes Rating eingestuft wird! Mit den enorm hohen Zinsen sollen die Länder in den Ruin getrieben werden, um die Macht über diese Länder zu erlangen. Amerika, das inzwischen pleite ist, und der Dollar, der nur mehr das Papier, auf dem er gedruckt ist, wert ist, sollen dagegen auf Kosten der Europäer als Weltwährung gerettet werden. Die Mutter der Krise ist ein ungeregeltes, außer Rand und Band geratenes neoliberales Finanzsystem, das seine Heimat im angloamerikanischen Raum hat. Und die Instrumente dazu sind die Weltbank, der IWF, die FED und die Ratingagenturen!

Als Kontrast ein humoristisches Video: Finanzkabarettist Chin Meyer erklärt bei Markus Lanz die Finanzblase und die Ratingagenturen anhand von arbeitslosen Alkoholikern

Update 3.12.: Ironie-Video noch besser: Finanzkabarettist Chin Meyer erklärt bei Markus Lanz die Finanzblase und die Ratingagenturen anhand von arbeitslosen Alkoholikern und wird von „Mister DAX“ Dirk Müller bestätigt (5:29)

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