Lob der tüchtigen Hausfrau!

Unter dem schmähenden Titel „Rollenbilder: Der Herd lässt wieder grüßen“ wurmt sich Carina Kerschbaumer in der Kleinen Zeitung über das Ergebnis einer Studie, nach der die Österreicherin zur traditionellen „Rolle“ tendiert. 

Eine Langzeitstudie deckt auf: Die Zahl der Frauen mit traditionellen Rollenbildern steigt wieder an. Und wo bleibt die moderne Frau?

… Die Österreicherin tendiert wieder leicht zur „traditionellen“ Rolle, bei der die Frau vorrangig vom Kind, von der Mutterrolle her definiert wird.

Die Zahlen einer der größten Langzeitstudien, die am Dienstag von „Welt der Frau“ in Wien präsentiert wurden, belegen es schwarz auf weiß. Während sich der Anteil der traditionellen Frauen von 1992 bis 2002 halbierte, stieg er von 2002 bis 2010 wieder von elf auf 16 Prozent. Gleichzeitig ging der Anteil des Typs „moderne Frau“ seit 2002 von 37 Prozent auf 27 im Jahr 2010 zurück. Die Studienautoren Paul Zulehner und Petra Steinmair-Pösel orten die Gründe für diesen Rückgang vor allem in den hohen Anforderungen an moderne Frauen. „Wir erklären diese leichte Tendenz zurück zum Traditionellen damit, dass die Verbindung von Beruf und Familie so anstrengend empfunden wird, dass manche sich wieder in die alte Zeit zurückwünschen.“ Der nüchterne Befund von Zulehner: „Die Zeit der euphorischen selbstverständlichen feministischen Entwicklung mit dem Gefühl, dass Frauen nur gewinnen, ist gedrosselt. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass jedes Rollenmuster Vor- und Nachteile hat.“ Eine Erkenntnis, die in den Studien klar zum Ausdruck kommt. „Das Leben in einer Familie ist einfacher, wenn ein Elternteil nicht arbeitet“, erklärten sogar 43 Prozent jener Frauen, die dem Typ „modern“ angehören.

Bezeichnend ist aber auch die hohe Zustimmung zu Feststellungen wie „Frauen sind von Natur aus besser geeignet, Kinder aufzuziehen“. 1992 stimmten 67 Prozent der Frauen zu, 2010 immer noch 63 Prozent. Die Zustimmung zur Feststellung „Hausfrau zu sein, ist für eine Frau genauso befriedigend wie Berufstätigkeit“ stieg von 33 Prozent im Jahr 2002 sogar auf 37 Prozent im Jahr 2010.

In den Studien wurden Frauen in modern, traditionell, pragmatisch und suchend eingeteilt. Die Pragmatischen suchen sich das jeweils Beste für ihre Situation, die Suchenden haben ihre Rolle noch nicht festgelegt. Welche Kluft unter den Frauen besteht, zeigt sich bei der Zustimmung bzw. Ablehnung auf die Aussage „Eine berufstätige Frau kann ihrem Kind genauso viel Wärme und Sicherheit geben wie eine Mutter, die nicht arbeitet.“ In der Gruppe der modernen Frauen stimmten 91 Prozent zu, bei den Traditionellen zwölf Prozent. …

Es stimmt mich hoffnungsfroh, dass sich doch viele Frauen durch die Genderitis nicht verblenden lassen.

Lob der tüchtigen Hausfrau

10 Wem eine tüchtige Frau beschert ist, die ist viel edler als die köstlichsten Perlen.
11 Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln.
12 Sie tut ihm Liebes und kein Leid ihr Leben lang. …
26 Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist gütige Weisung.

Ergänzung 3.12.:

Carina Kerschbaumer wurde für ihren Artikel ordentlich gerüffelt (Kolumne Von Mensch zu Mensch, KLZ 3.12. S. 14):

… Weil modern mit Beruf und traditionell mit Familie und Mutterrolle definiert wird. Und weil zu oft unterschieden wird zwischen „Frauen, die arbeiten, und jenen, die nicht arbeiten“. Als ob eine Mutter mit Kleinkindern nicht ebenso arbeiten würde wie ein erwerbstätiger Mann. Mit dem Unterschied, dass ihr Arbeitstag — wie bei erwerbstätigen Müttern — nicht um 18 Uhr endet.

… Wie schreibt eine andere Leserin? „Frauen, die in den ersten Jahren ihre Kinder betreuen, sind für mich die modernsten.“ Ihre Begründung? „Weil für sie Nachhaltigkeit nicht nur ein Wort ist. Was ist nachhaltiger als ein Kind?“…

„Was ist nachhaltiger als ein Kind?“ Bravo! Diese Frau hat das Gesetz des Lebens verstanden.

Die Empörung war offenbar so groß, dass sogar auf der Leserbriefseite (S. 58) eine Zuschrift gebracht werden musste:

Frauen diskriminiert
(Titelseite: „Zurück an den Herd?“, 30. 11.)
Allein die Formulierung mit entsprechendem Foto ist eine Diskriminierung der Frau, die bereit ist, mehrere Kinder zu bekommen und für diese auch liebevoll zu sorgen. Die von den Politikern aufgezwungene Berufstätigkeit der Frau, die nur der Umsatzsteigerung der Wirtschaft dient, hat zur Folge: Psychopharmaka schon für kleine Kinder, Drogenmissbrauch bei den allein gelassenen Jugendlichen, Burn-out vieler Frauen. Mit steuerlichen Erleichterungen für Familien mit mehr Kindern, wie in Frankreich, könnten wir unseren Frauen ermöglichen, dass sie wenigstens einige Jahre bei ihren Kleinkindern bleiben können.
Heide Eustacchio, Graz

Danke! Da kann ich mich nur anschließen.

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