Nein zur Abschaffung der Kindergeld-Langvariante!

Im Heute-Interview vom 12.12. drohte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) mit der Abschaffung der Dreijahres-Variante des Kinderbetreuungsgeldes:

… [Heute:] Die meisten Eltern wählen aber die 3-jährige Langvariante.
[H.-H.:] „Die würde ich auch gerne streichen. Aber das kann ich erst machen, wenn genügend Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung stehen. Kinder gehören für mich so früh wie möglich in eine Bildungseinrichtung.“ …

FPÖ-Frauensprecherin Gartelgruber kontert:

… „Frei nach dem alten kommunistischen Vorbild sollen Kinder so schnell wie möglich in staatliche Kinderbetreuungseinrichtungen kommen. Jenen jungen Müttern, die für sich eine Variante entschieden haben, so lange wie möglich bei ihren Kindern zu bleiben, wird auf perfide Art und Weise Angst gemacht“, kommentiert die freiheitliche Frauensprecherin den vom Prinzip völlig falschen Ansatz von Heinisch-Hosek. Die der Ministerin in ihrem Amt zugrundeliegende Aufgabe sei jedoch, den Wünschen und Vorstellungen der Menschen hinsichtlich ihrer Lebensplanung gerecht zu werden, und nicht, diese ins Reich der Fantasie zu verbannen. „Ich fordere von der Frauenministerin, den realen Lebensplanungen der Frauen und Männer in jeder Bestimmung und in jedem Gesetz gerecht zu werden. Und nicht, eigene Vorstellungen, die weitaus mehr mit Fantasie und vor allem linker Ideologie zu tun haben, den Menschen zu oktroyieren“, so Gartelgruber. …

Auch FPÖ-Familiensprecherin Kitzmüller ist empört:

… „Wie realitätsfern muss man sein, um auf den Einwand des Journalisten, dass die meisten Eltern die dreijährige Langvariante des Kindergeldes wählen, zu antworten, dass man diese daher gerne streichen würde? Das ist eine vorsätzliche Beschädigung der Familienförderung“, so Kitzmüller. Aus dem Interview gehe klar hervor, dass für Heinisch-Hosek die Wahlfreiheit zwischen Beruf und Familie nach wie vor ein Fremdwort sei. „Sie will für die Eltern entscheiden und lässt nur einen einzigen Lebensentwurf zu, der bedeutet, dass die Frauen so schnell wie möglich ins Berufsleben zurückkehren“, kritisiert Kitzmüller.

Anstatt die mit Abstand beliebteste Kindergeld-Variante zu streichen, müsse diese im Gegenteil gefördert und ausgebaut werden. „Drei Jahre Kindergeld sollen unabhängig von einer Karenzbeteiligung des zweiten Elternteils zur Verfügung stehen. Und es muss endlich die gesetzliche Maximalkarenz und damit der Kündigungsschutz an die Kindergeld-Bezugsdauer angepasst werden, damit die Eltern auch die Chance haben, danach wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren“, fordert die freiheitliche Familiensprecherin.

Besonders geschmacklos sei es auch, die durch zahlreiche Umfragen erhobenen Wünsche der jungen Menschen nach einem erfüllten Familienleben als naive Träume abzutun und Müttern, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern möchten, mit der Mindestpension zu drohen. …

Kitzmüller: Finger weg vom Kindergeld!  (14.12.)

„SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek reitet weiter ihren radikalfeministischen Angriff auf die Familien im Land“, stellt FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller nach der Wortmeldung der Ministerin im heutigen Gleichbehandlungsausschuss des Nationalrats fest. Sie habe angekündigt, die bei den Familien weitaus beliebteste Langvariante des Kindergeldes in spätestens drei Jahren zu streichen, weil sie bis dahin jedes fünfte – lieber wäre ihr noch jedes dritte – Kind unter drei Jahren in Fremdbetreuung untergebracht haben will. „Das ist ein Affront gegen die Familien im Land, die bewusst mehrheitlich die Entscheidung treffen, zumindest bis zum Kindergartenalter ihren Nachwuchs selbst betreuen zu wollen. Für Heinisch-Hosek sind aber nur jene Familien gut und förderungswürdig, die ihre Kinder so bald wie möglich in staatlichen Stellen abgeben“, kritisiert Kitzmüller. …

Ergänzung 11.1.2012:

Kath. Fam.verband: Kinderbetreuungsgeld: Väterbeteiligung bei Langzeit-Variante am höchsten  (16.12.):

Der Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs ist verwundert, dass Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek genau jene Variante des Kinderbetreuungsgeldes streichen möchte, die von Vätern am häufigsten in Anspruch genommen wird.

… Von den 141.839 Personen, die im November 2011 Kinderbetreuungsgeld bezogen haben, wählten 93.969 Personen die Langvariante.  „Auffallend ist zudem, dass sich 52 Prozent der Väter, die Kinderbetreuungsgeld beziehen, in der Langzeitvariante befinden“, …

… 3.254 Väter haben im November 2011 Kinderbetreuungsgeld in der Langvariante bezogen. Das sind doppelt so viele Väter wie in der Variante 20+4 Monate (1.560 Väter) und fünf Mal so viel wie beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld (653 Väter).

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