Nigeria: Anschlagserie gegen Christen mit 40 Toten durch islamistische Boko Haram

25.12.: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/719526/Mehrere-Tote-bei-Anschlaegen-auf-Kirchen-in-Nigeria       

26.12.: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/719543/Anschlaege-auf-Kirchen-in-Nigeria-weltweit-verurteilt            

… Der Sprecher von Boko Haram, Abul Qaqa, bekannte sich in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP zu dem Anschlag in Madalla und kündigte weitere Attentate an. „Wir sind für alle Anschläge der vergangenen Tage verantwortlich, einschließlich der heutigen Bombe gegen die Kirche in Madalla“, sagte Abul Qaqa. „Wir werden diese Attacken im Norden in den nächsten Tagen fortsetzen.“

Papst Benedikt XVI. hat tiefe Trauer über die „absurden“ Anschläge geäußert, wie Kathpress berichtet. Bei seinem Mittagsgebet am Montag bekundete der Papst den Christen des Landes und allen Betroffenen seine Anteilnahme. „Mögen die Hände der Gewalttäter, die Tod säen, innehalten, und mögen auf der Welt Gerechtigkeit und Frieden herrschen“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt vor mehreren Tausend Gläubigen auf dem Petersplatz. …

26.12.: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/719620/Nigeria_Islamisten-wollen-Gottesstaat-herbeibomben-         

… Boko Haram bekannte sich noch am 25. Dezember zu den Attentaten und kündigte weitere Anschläge an.

Überraschend kamen die Attacken nicht: Bereits das Weihnachtsfest im vergangenen Jahr war von Anschlägen der Sekte überschattet gewesen, damals fielen 86 Menschen dem Terror der Islamisten zum Opfer. Erst eine Woche vor Weihnachten hatten die Sicherheitskräfte eine Bombenbauwerkstatt der Islamisten ausgehoben.

Die Gruppe, deren Name sinngemäß „westliche Bildung ist Sünde“ bedeutet, wurde 2002 in Maiduguri, im Nordosten des Landes gegründet. Sie richtet sich gegen westlichen Einfluss und will im muslimisch dominierten Norden – in dem großteils ohnehin bereits die Scharia gilt – einen islamischen Staat errichten. Zusehends setzte sie zur Verfolgung ihrer Ziele auch Gewalt ein, was sie in den letzten Jahren auch international bekannt machte. …

27.12.: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/719770/Anschlaege-in-Nigeria_Vergeltung-ist-nicht-die-Antwort  

… Nach der Anschlagsserie mit 40 Toten an den Weihnachtstagen hat die nigerianische Staatsführung den Verzicht auf Vergeltung gefordert. „Vergeltung ist nicht die Antwort“, sagte der Sicherheitsberater von Präsident Goodluck Jonathan, Owoye Azazi, am Dienstag. „Nigeria muss als Nation überleben.“ …

Ergänzung 30.12.:

Einladung zur Mahnwache in Reutlingen am Samstag, 31. Dezember 2011, 10–13 Uhr, in der Wilhelmstraße vor der Nikolai-/City-Kirche

Ergänzung 2.1.2012:

Tagesspiegel: Aiman Mazyek: Gewalt ist nicht religiös

http://michael-mannheimer.info/2012/01/01/offener-brief-von-michael-mannheimer-an-aiman-mazyek-vorsitzender-zmd/

Angesichts der ungeheuren Aussage Mazyeks, die kürzlich verübten Massaker gegen Christen in Nigeria hätten nichts mit dem Islam zu tun, fordert Michael Mannheimer den Generalsekretär der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, zum TV-Rededuell

Ergänzung 4.1.2012: http://www.katholisches.info/2012/01/03/hochspannung-in-nigeria-nach-ultimatum-der-moslemmiliz-boko-haram-abwandern-oder-getotet-werden/

Die Islamisten der Moslemmiliz Boko Haram haben den Christen ein Ultimatum gestellt. Entweder sie verlassen das mehrheitlich moslemische Nordnigeria innerhalb von drei Tagen oder sie werden als Freiwild betrachtet und ermordet. „Wir setzen den Christen, die im Norden Nigerias leben, ein Ultimatum von drei Tagen“, erklärte der Sprecher Abul Qaga der Presse in einer Telefonkonferenz. …

Ergänzung 13.1.2012:

Andreas Unterberger bemängelt zu Recht die zurückhaltende Berichterstattung durch Österreichs Medien im Vergleich zum Norwegenmassaker:

… Ethnisch leben heute aber schon weit mehr Menschen nigerianischer Abstammung in Österreich als Norweger. Also rechtfertigt auch das die unterschiedliche Berichterstattung nicht.

Ein unterschwelliges Motiv dürfte zweifellos sein, dass die Medien nur ja nicht etwas groß berichten wollen, was der FPÖ weitere Wähler zutreibt. Freilich erreichen sie damit nur einen weiteren Verlust an eigener Glaubwürdigkeit. …

Ergänzung 14.1.2012:

Gesellschaft für bedrohte Völker sieht Zerreißprobe in Nigeria (9.1.):

… „Nigeria droht eine Zerreißprobe. Das Land steht vor der schwersten Prüfung seiner Einheit seit dem Völkermord in Biafra vor mehr als 40 Jahren“, sagte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius.

Bei einer Serie von Anschlägen der islamistischen Gruppe Boko Haram gegen Christen sind seit Weihnachten mehr als 80 Menschen getötet worden. Auch der Vorsitzende der „Christlichen Vereinigung in Nigeria (CAN)“, Ayo Oritsejafor, warnte am Wochenende laut GfbV vor „ethnisch oder religiös begründeten Säuberungen“ im Norden Nigerias. Unter den Christen herrsche die Angst vor neuen Angriffen der Boko Haram, die in ganz Nigeria das islamische Scharia-Recht einführen will. …

Ergänzung 22.1.2012:

Spiegel: Terrorsekte Boko Haram: Christenjäger stürzen Nigeria ins Chaos

… Die Terroristen tragen ihre Botschaft im Namen. „Boko Haram“ bedeutet übersetzt in etwa „Die westliche Lehre ist Sünde“. Unter diesem Motto macht die radikalislamische Sekte seit Jahren Jagd auf Christen, vor allem im Norden Nigerias. Am Freitag ließen Mitglieder der Vereinigung in der Millionenmetropole Kano Sprengsätze explodieren – mindestens 120 Menschen, so berichten lokale Krankenhäuser, kamen bei der straff durchgeplanten Anschlagsserie ums Leben. Ein BBC-Reporter berichtet sogar von mehr als 150 Toten. …

Ergänzung 24.1.2012: Terror und Not nehmen kein Ende:
http://www.pi-news.net/2012/01/nigeria-christen-kundigen-massenflucht-an/

Ergänzung 3.3.2012:

Bilanz des Terrors in Nigeria: Seit Jahresbeginn 265 Menschen Opfer des radikalen Islam:

“Boko Haram” will einen islamischen Scharia-Staat herbeibomben

In nur zwei Monaten hat die nigerianische Terrorsekte Boko Haram mindestens 265 Menschen, überwiegend Christen, bei neun Anschlägen ermordet und hunderte von Nigerianern zum Teil schwer verletzt und verstümmelt.

Diese erschütternde Bilanz zog die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. Die IGFM fordert die Staatengemeinschaft auf, der nigerianischen Regierung bei der Bekämpfung der Terroristen beizustehen, da die Gefahr eines Bürgerkriegs in der Größenordnung des Biafrakrieges groß sei. Ein solcher Krieg würde das Land auseinanderreißen und grenzübergreifenden Terror auslösen, so die IGFM. …

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Christenverfolgung abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.