Andreas Kirchmair: Lebensschutz — Analyse und Impulse

In einem Gastkommentar in der „Presse“ analysiert Andreas Kirchmair die rechtliche Lage der Ungeborenen und fordert von der Politik Maßnahmen zur Verbesserung:

Österreichs Kinderabtreibungsindustrie liegt im europäischen Spitzenfeld. Könnten wir da nicht aussteigen und international zu einem Vorzeigeland für Kinderrechte und Lebensschutz werden?

Die demografische Entwicklung macht neben Wirtschafts- und sonstigen Krisen immer mehr Menschen Sorgen. Warum werden bei uns so wenige Kinder geboren, warum wird unsere Gesellschaft trotz Zuwanderung immer älter?

Dafür gibt es handfeste Gründe, die nichts mit Kinderbetreuungseinrichtungen oder der Höhe der Familienbeihilfe zu tun haben, sondern mit einem gesellschaftspolitischen Tabuthema, das immer ausgeblendet wird: dem fehlenden Lebensschutz der noch nicht geborenen Kinder.

… Jeder und jede von uns war einmal ein ungeborenes Kind, das seine Geburt erleben und die Welt sehen wollte.

… Einige Impulse zum Nachdenken:

… Dieser kleine Mensch und seine Mutter brauchen in einer besonders schwierigen Lebensphase also Schutz und Unterstützung.

Wie schaut dagegen unsere Realität aus, unser in Gesetze gefasstes Bewusstsein? Das ungeborene Kind existiert vor dem Gesetz nicht. Es verschwindet unter Begriffen wie Schwangerschaftsabbruch, -gewebe, Fötus etc. Es hat keinen Namen, kein Gesicht, kein Gewicht, in einer Gesellschaft, die zuerst alles messen will. So wie früher etwa bei Sklaven, Juden und Indianern, die nicht als „Personen“ mit Menschenrechten angesehen wurden, haben andere Menschen Verfügungsgewalt über dieses Kind. Es kann getötet, als menschlicher Rohstoff in Impf- und Pharmaprodukte verarbeitet oder als Sondermüll entsorgt werden. Nicht einmal die christlichen Kirchen stört das, sonst hätten sie längst ihre Friedhöfe geöffnet, um den abgetriebenen Kindern wenigstens Asyl in Form einer letzten Ruhestätte zu gewähren.

Auch sein Vater kommt im Gesetz nicht vor, obwohl es ohne ihn nicht leben würde. Bis zur Geburt geht ihn sein eigenes Kind nichts an. Vielen Männern, egal, welcher Ideologie oder Religion, ist diese Verantwortungslosigkeit ganz recht, in diesem Punkt verzichten sie gern zulasten der Mutter auf gleiche Rechte und Pflichten.

… Hinter der Mutter verstecken sich alle. Sie, die eigentlich persönlichen Schutz und Unterstützung brauchen würde, weil sie ja für einen zweiten Menschen verantwortlich ist, ist zum Freiwild geworden. Jeder kann heute ungestraft Druck auf sie ausüben, Kindesvater, Familienmitglieder, Ärzte mit ihren Untersuchungen, Arbeitgeber. Dieser Druck wird noch erhöht durch das lang andauernde schwere Unrecht in früheren Zeiten gegenüber unehelichen Müttern und ihren Kindern, das noch immer nicht aufgearbeitet ist.

… Als eine Art Erste-Hilfe-Leistung für Ungeborene sollte die Politik konkrete Maßnahmen beschließen:

  • jede schwangere Frau schützen. Sie darf von niemandem zu einer Abtreibung ihres Kindes gedrängt oder unter Druck gesetzt werden;
  • die Mitverantwortung des Vaters für sein eigenes, ungeborenes Kind sicherstellen, auch in Bezug auf finanzielle Leistungen;
  • öffentliche (Steuer-)Gelder nur für lebenserhaltende Zwecke und nicht für die Tötung ungeborener Kinder (zum Beispiel in öffentlichen Spitälern) verwenden;
  • alle getöteten ungeborenen Kinder auf dem Friedhof begraben und nicht als Sondermüll entsorgen oder als Rohstoff für die Pharmaindustrie missbrauchen.

Österreich ist 1978 nach einer Volksabstimmung aus der Atomindustrie ausgestiegen und hat sich in der Folge zum Musterland für Umweltschutz entwickelt. Könnte unser Land nicht auch aus der Abtreibungsindustrie aussteigen und ein Vorzeigeland für Kinderrechte und Lebensschutz werden?

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