Bioethikkommission befürwortet IVF für Non-Heteros

WZ: Bioethikkommission für künstliche Befruchtung für Homosexuelle:

Die Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt spricht sich für die Zulassung künstlicher Befruchtung für lesbische Paare und alleinstehende Frauen aus. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) prüft derzeit das entsprechende Verbot auf Antrag des Obersten Gerichtshofes (OGH) und hatte dazu eine Stellungnahme der Bioethikkommission erbeten.

… Der VfGH hatte die Bioethikkommission eingeladen, sich zur Frage zu äußern, ob und unter welchen Umständen die derzeitige gesetzliche Beschränkung auf nicht alleinstehende Personen und auf Partner verschiedenen Geschlechts zu rechtfertigen ist, geht aus der Stellungnahme hervor.

… Die Mehrheit von 19 Stimmen kam demnach zu dem Schluss, dass es keine Umstände gebe, die die Benachteiligung begründen können. Man nehme „im Einklang mit dem Stand der Forschung an, dass für die Entwicklung eines Kindes nicht bedeutend ist, ob es bei einem Elternteil, in einer gleichgeschlechtlichen oder in einer verschiedengeschlechtlichen Partnerschaft aufwächst“, wird beispielsweise argumentiert. Sechs Mitglieder kamen zu einer abweichenden Auffassung.

Gegen eine Aufhebung des Verbots künstlicher Befruchtung für alleinstehende Frauen und gleichgeschlechtliche Paare sprach sich indes der St. Pöltener Bischof Klaus Küng aus, berichtete „Kathpress“. Jedes Kind habe ein Recht auf Mutter und Vater „und braucht die Geschlechterspannung der beiden zur Entwicklung“. Dieses Recht dürfe einem Kind nicht „geplant und bewusst“ verwehrt werden.

 Das Civitas-Institut kritisiert dieses Bioethikervotum zu Recht:

Der Kampf gegen die wesenhafte Familie nimmt immer absurdere Formen an. In Österreich sollen künftig lesbische Frauen das „Recht“ bekommen, durch In-vitro-Fertilisation (IVF) Kinder zu bekommen. So zeigt sich, dass die eine schwere Sünde – künstliche Befruchtung – zahlreiche weitere Sünden nach sich zieht. Nach Auffassung der „Bioethikkommission“ Österreichs sind nämlich für eine Familie Väter nicht nötig. Alleinstehende und lesbische Frauen sollen künftig auch Kinder durch künstliche Befruchtung bekommen. In Kürze werden sich die homosexuellen Männer melden und sich wegen Ungleichbehandlung beschweren. Dann dürfen auch diese Leihmütter nehmen, um Kinder zu bekommen.

Bisher ist die IVF in Österreich nur für verschiedengeschlechtliche Paare zugelassen. Doch die Ethikkommission und mit ihr die Politiker vor allem von SPÖ und auch ÖVP sind für eine Änderung. 19 von 25 Mitgliedern der „Bioethikkommission“ haben in einer Stellungnahme an das Verfassungsgericht für die Freigabe der IVF auch für homosexuelle Frauen und alleinstehende Frauen plädiert. Sie halten das für „gerecht“.

Dies ist ein weiterer Angriff auf das Naturrecht. Mann und Frau sind füreinander geschaffen und bilden zusammen eine Ehe, deren Ziel die Erzeugung und Erziehung der Kinder ist. Diese schlichte Tatsache, die aus jeder Faser des Wesens von Mann und Frau offensichtlich wird, muss man heute ausdrücklich betonen, denn die Revolutionäre sind dabei, diese Grundlagen von Ehe, Familie und Gesellschaft umzustürzen.

… Hintergrund dieser krankhaften Verrücktheiten ist die Zerstörung von Ehe und Familie, ihre „Neudefinition“, denn man glaubt heute, dass es keine feststehenden Wesenheiten gibt, sondern das sich Alles und Jedes ändern lässt. Allein der Mensch entscheidet, was etwas ist. Objektive Wirklichkeit gibt es nicht. Dies ist das oberste Prinzip der Postmoderne. …

Ergänzung 23.4.2012: Künstliche Befruchtung: Kirche übt Kritik (18.4.)

„Familienbischof“ Klaus Küng, Katholischer Familienverband und Aktion Leben üben Kritik an Votum der Bioethikkommission zu Änderungen bei der In-vitro-Fertilisation

… So verständlich der Kinderwunsch bei Alleinstehenden oder homosexuellen Paaren sei, so sehr gelte zu bedenken, dass „Kinder nicht verzweckt“ werden dürfen, betonte Familienverbandspräsident Alfred Trendl. Im Mittelpunkt müsse das Kindeswohl stehen und nicht der eigene Fortpflanzungswunsch.

… Durch eine Lockerung der entsprechenden Gesetze würde etwa auch das in Österreich geltende Verbot der Leihmutterschaft gefährdet, argumentierte [„Aktion Leben“-Präsidentin Gertraude]  Steindl. „Wenn der Zugang zu In-vitro-Fertilisation für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden soll, weil ein Verbot als diskriminierend betrachtet wird, dann ist die logische Folge die Aufhebung des Verbots der Leihmutterschaft.“ Eine Erlaubnis der IVF für diese Paare mache sonst keine Sinn, so die „Aktion Leben“-Präsidentin: „Wie sonst, wenn nicht durch Leihmutterschaft, soll ein homosexuelles männliches Paar zu einem genetisch verwandten Kind kommen?“

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Eine Antwort zu Bioethikkommission befürwortet IVF für Non-Heteros

  1. kleedorfer schreibt:

    ■Jesaja 10,1 … Wehe denen, die Ordnungen des Unheils anordnen …

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