Zwischen Krippenwahn und Betreuungsgeldgezerre

Der Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch liest in einem umfangreichen lesenswerten Beitrag auf FreieWelt.net den Krippenagenten und Betreuungsgeldkritikern die Leviten. Ich greife v. a. die Überschriften heraus:

    • Wie modernistisch-ökonomische Diktate das Kindeswohl ausblenden
    • Die Krippen-Devise lautet: Säuglinge und Babys, raus aus dem Haus!
    • Ganztagsbetreuung als Bildungsoffensive anzupreisen ist Dummheit.

Wassilios E. Fthenakis: ‚Keine noch so gute Krippe kann eine förderliche elterliche Erziehung ersetzen’

    • Unfähige oder Unwillige sind gezielt in die Erziehungspflicht zu nehmen
    • Durch mehr Kinderkrippen die Geburtenrate zu erhöhen ist Irreführung
    • Die ständig deklarierte Wahlfreiheit ist eine arglistige Täuschung
    • Wie per Bedarfsweckung keine Bedarfs-Ermittlung möglich ist
    • Mehr Elternverantwortung anstelle von mehr Staat als Konsequenz:

Daher wird hier die Forderung aufgestellt, das Familien-/Erziehungsgeld für alle Eltern für die ersten drei Lebensjahre kräftig aufzustocken, die Subventionierung von Krippenplätzen einzustellen, um so wirkliche Wahlfreiheit zu schaffen. …

Zum Artikel: Das unwürdige Gezeter zum Betreuungsgeld

Siehe auch:

Ergänzung 23.4.2012: http://kath.net/detail.php?id=36192 Mama oder Krippe? :

Bayern: Konservative Protestanten unterstützen Betreuungsgeld. „Je früher ein Kind in die Krippe geht, je länger die Betreuungszeiten sind, und je stärker die Bezugspersonen wechseln, umso schlechter für die Kinder.“ Krippenplatz kostet 20.000 €/Jahr

… Nur die CSU hält uneingeschränkt an den diesbezüglichen Vereinbarungen des Koalitionsvertrags fest.

… „Vor der Bildung muss die Bindung des Kleinkindes an eine Hauptbezugsperson ermöglicht und gefördert werden“, so der Vorstand der Vereinigung. Deshalb müsse die Gesellschaft dafür sorgen, dass sich Mütter ohne Geldsorgen vorrangig ihrem Kleinkind widmen können. Dies hätten international einige ehemalige Vorreiter der Krippenbetreuung erkannt. So zahle zum Beispiel Schweden seit 2008 pro Monat 300 Euro, wenn die Mutter sich zuhause um ihr Kind kümmert. Frankreich gebe 552 bis 700 Euro. In Norwegen und Finnland betrage das Elterngehalt monatlich 480 Euro. …

Horst Seehofer droht mit Ende der Koalition:

… Das Betreuungsgeld wird und muss kommen. Eine Regierung, die ihre eigenen Beschlüsse nicht umsetzt, braucht man nicht. …

Ergänzung:

Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben (CDL):

Frau Dr. jur. Friederike Hoffmann-Klein, familienpolitische Sprecherin des Bundesvorstandes der Christdemokraten für das Leben (CDL), fordert eine zügige Entscheidung für das Betreuungsgeld.

… Die Ermöglichung echter Wahlfreiheit für Eltern entspricht nicht nur dem Menschenbild unseres Grundgesetzes und der CDU, sondern ist ein einfaches Gebot der Gerechtigkeit.

Deshalb hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 10.11.1998 gefordert, die außerhäusliche Betreuung nicht besser zu stellen als die familiäre.

Dieses Urteil, das den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 GG zur Geltung bringt, ist beklagenswerterweise bis heute nicht umgesetzt.

Nach den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts wäre also nicht von 150 Euro, sondern von dem vollen Betrag der Förderung für einen Krippenplatz zu sprechen.

… Krippen für Kleinkinder als Bildungseinrichtungen zu bezeichnen, ja als für die Bildung geradezu notwendig, stellt die Tatsachen auf den Kopf und ist eine bewußte Irreführung der Öffentlichkeit. Die stereotype Wiederholung dieses Arguments in der gegenwärtigen Diskussion zeigt, wie weit dieser Gedanken schon verbreitet ist und wie unreflektiert er übernommen wird. …

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Eine Antwort zu Zwischen Krippenwahn und Betreuungsgeldgezerre

  1. kleedorfer schreibt:

    ■Micha 2,9 … die Frauen meines Volkes vertreibt ihr aus ihrem behaglichem Haus, von ihren Kindern nehmt ihr meine Zierde für ewig …

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