Osterhasenbischof?

Die FSSPX informiert:

Das Bild der Woche zur Kirchenkrise kommt diesmal aus der Stadtpfarre Hartberg in Österreich.

Dort hoppelt ein Osterhase an den Ambo:

… Wann greift hier endlich ein Bischof ein, um all diese para-liturgischen Showeinlagen zu verbieten?

Und es ist bitte KEIN Argument zu sagen: Damit hole man viele Leute in die Kirche.

Natürlich ist die Kirche voll, wenn man beispielsweise ein Kamel in den Altarraum stellt. Aber dann muss sich der Veranstalter einmal die einfache Frage stellen: Warum kommen die Leute? Um den dreifaltigen Gott, verborgen im Altarsakrament, im Heiligtum anzubeten, oder um das Kamel zu sehen?

Das Verrückte dabei (Kleine Zeitung 27.3.): Der osterhasengläubige Pfarrer und Dechant soll Bischof werden! (Wenn es nach den Vorstellungen von „Wir sind Kirche“ geht.):

… Hurka präsentierte aber auch das Zwischenergebnis der Online-Abstimmung, wer Egon Kapellari spätestens im Jänner 2013 als Bischof nachfolgen soll. An der Spitze liegen der Hartberger Dechant Josef Reisenhofer und Helmut Schüller, Pfarrer von Probstdorf und Aushängeschild der Pfarrer-Initiative. Auf den Plätzen drei und vier rangieren Hans Schrei, Pfarrer von Graz-St. Leonhard, und Wilhelm Krautwaschl, derzeit Regens des Bischöflichen Seminars. Erst an fünfter Stelle findet sich Franz Lackner, der Weihbischof der Diözese Graz-Seckau. Abgegeben wurden bisher allerdings erst 214 Stimmen. …

Die Kleine Zeitung, einst katholisches Presseorgan, macht Stimmung für die Kirchenrebellen, noch dazu mit fragwürdigen Mitteln: Die angeführten 214 Stimmen beziehen sich m. E. nicht auf Graz, sondern auf alle österreichischen Diözesen. Siehe dazu hier.

Ergänzung 30.4.2012:

An Peinlichkeit schwer zu überbieten: Im Osterhasenkostüm steckte der Dechant selbst:

Der Meß-Osterhase war der Pfarrer

Österreich. Der als Osterhase verkleidete Mann, der am Ostermontag in der Pfarrei Hartberg im Bistum Graz am Lesepult die Fürbitten las, war der Pfarrer und Dechant Josef Reisenhofer. Der Osterhasen-Priester bedankte sich am Ende der Messe bei seinen Mitarbeitern. …

Video: http://gloria.tv/?media=283593 (27.4.) („Liturgieskandal“)

Pfarreigener Bericht:

Osterhase besuchte Heilige Messe

Das gab es auch in der Pfarre Hartberg noch nicht. Der Osterhase besuchte am Ostermontag die bis auf den letzten Platz gefüllte Familienmesse in der Stadtpfarrkirche. Am Ende des Gottesdienstes folgten die strahlenden Kinder dem 2,50 m großen Osterhasen in den Stadtpark, wo hunderte Osternester für die Kinder versteckt waren.
„Ostern als Fest der Auferstehung Jesu soll Freude verbreiten. Der Osterhase ist Symbol dafür, Freude weiterzugeben, indem man anderen etwas schenkt“, erklärt Kaplan Mag. Andreas Monschein, der die Familienmesse feierte. Gestaltet wurde der Gottesdienst von der Jungschar Hartberg. …

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4 Antworten zu Osterhasenbischof?

  1. kleedorfer schreibt:

    Ostern, Frühlingsfest oder Passah?

    Je mehr ich über die Hintergründe von Ostern lese, desto mehr möchte ich wirklich allen abraten, Ostern zu feiern.

    Zu viele österliche Sachen kommen von den Religionen und dem Götzendienst. Bekannt sind ja schon die Fruchtbarkeitssymbole von Eiern, Hasen und Fischen. Das ist alles ganz leicht auf vielen Internetseiten zu finden.

    Dort steht aber auch dass selbst ein Gottesdienst bei Sonnenaufgang seinen Ursprung in der Sonnenanbetung hat!

    Bitte liebe Freunde, liebe Gäste und liebe Geschwister, nehmt Abstand von diesen religiösen Traditionen.

    Die Auferstehung Jesu können wir jeden Tag feiern. Und an seine Kreuzigung und seinen Tod erinnern wir uns sowieso jedes Mal wenn wir seine Vergebung brauchen.

    Ich finde im ganzen Neuen Testament keinen Auftrag für uns (Heiden-) Christen, auch nur irgendein Fest zu feiern.

    Anders könnte das für die Christen aus dem Volk Israel sein. Sie müßten dann aber das Passahfest feiern (2012: 07.-14.April) und bitte nicht Ostern.

  2. sinaway schreibt:

    Ostern:

    Anders als bei der Geburt von Jesus, können wir bei seinem Tod und seiner Auferstehung die Jahreszeit genau kennen. Beides fällt in die Passah – Woche des Volkes Israel, welche jedes Jahr in deren Monat Nisan gefeiert wird.

    Das Wort „Ostern“ selbst hat viele mögliche Quellen, die meisten kommen leider auch aus dem Götzendienst, wie z.B. Osteria. Vielleicht sollten auch wir besser Passah sagen und nicht Ostern.

    Ebenfalls haben viele Osterbräuche wie Hasen und Eier ihren Usprung im Götzendienst, welcher in der Bibel immer klar als Sünde dargestellt wird.

    Sollen wir nun den Tag der Kreuzigung oder der Auferstehung feiern? Wir denken dass besonders hier der Bibelvers zutrifft:

    „Den Schwachen im Glauben aber nehmt auf, doch nicht zur Entscheidung zweifelhafter Fragen! Einer glaubt, er dürfe alles essen; der Schwache aber isst Gemüse. Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, richte den nicht, der isst! Denn Gott hat ihn aufgenommen. Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt dem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten. Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt! Wer den Tag beachtet, beachtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er sagt Gott Dank; und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und sagt Gott Dank.“ (Römer 14,1-6)

    In diesem Sinne steht es jedem frei, die Tage der Kreuzigung und Auferstehung zu feiern oder nicht.

    Von den anderen „Ostersachen“ möchten wir jedoch abraten. Auch hier können Traditionen so manche Irrtümer über viele Generationen aufrechterhalten und leicht zum Götzendienst werden.

    „Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.“ (Apostelgeschichte 16,31)

  3. der Hückinghaus schreibt:

    Und demnächst tritt dann noch der Weihnachtsmann in der Christmette auf . . .

  4. Erich Fuchs schreibt:

    Großartiges, das hier der Dechant Dr. Josef Reisenhofer in Hartberg leistet!!! Ostern ist Auferstehung und Leben in und mit der Kirche. Ich danke Herrn Dechant Dr. Josef Reisenhofer für sein unermüdliches Engagement für eine lebendige Kirche.

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