Frauenministerin versteht Frauen und Kinder nicht

Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) setzt sich für die Wirtschaft zulasten der Dienstnehmerinnen und ihrer Kinder ein:

Auszüge aus dem Interview:

Grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass unsere Kinder möglichst schnell in gute Betreuungseinrichtungen kommen und beide Eltern arbeiten können, damit sie ihren Lebensstandard erhalten oder verbessern können.

Mittlerweile sollten alle erkannt haben, dass wir das Potenzial von Frauen ökonomisch nutzen müssen. Auch deshalb verstehe ich die Mutter-bleib-beim-Kind-Mentalität nicht.

Wenn man Steuererleichterungen für Familien streicht, dann wäre viel Geld frei für den Ausbau von Betreuungseinrichtungen, die der Bund bezahlen könnte.

Weiter bei http://schreibfreiheit.eu/2012/05/05/frauenministerin-versteht-frauen-und-kinder-nicht/

Ergänzung:

Leonore titelt: Frauenministerin mit Verständnisproblemen:

… Dass Heinisch-Hosek als SPÖ-Frauenvorsitzende mit einem ideologischen Zugang ins Amt gestartet ist, soll ihr niemand vorwerfen. Dass sie es aber in bald vier Jahren als Frauenministerin nicht geschafft hat, die Wünsche der Mehrheit der Frauen zu verstehen, ist einfach nur ignorant. Vier von fünf Frauen, die sie vertreten sollte, sind entweder Mütter oder werden noch Kinder bekommen. Heinisch-Hosek hätte die Wünsche der Mütter aus zahlreichen Untersuchungen herauslesen können. Z. B. hat die Akademie der Wissenschaften herausgefunden, dass nur neun Prozent der Mütter Vollzeit arbeiten wollen, solange sie Kinder unter sechs Jahren haben, 49 Prozent wollen Teilzeit arbeiten und 42 Prozent würden gerne ganz zu Hause bleiben (Gisser-Studie). Auch der Jugendmonitor zeigt, dass 78% der jungen Frauen ihre Kinder bis mindestens zum dritten Lebensjahr, 31% bis zum sechsten Lebensjahr zu Hause betreut wissen wollen.

Offensichtlich versucht die Frauenministerin nicht einmal, ihr Verständnisproblem in ihrer alltäglichen politischen Arbeit zu beheben. Immerhin erklärt sie, sich bei Betriebsbesuchen nach den Wünschen der Arbeitgeber, nicht aber nach den Wünschen der Teilzeit-berufstätigen Mütter zu erkundigen. Natürlich sollen arbeitsrechtliche Vorschriften auch Unternehmerinteressen berücksichtigen, Wirtschaftstreibende machen unseren Wohlstand erst möglich. Das Ziel muss aber eine Lösung sein, die die Wünsche beider Seiten berücksichtigt.
Dass allerdings eine sozialdemokratische Ministerin ausgerechnet am Tag der Arbeit eine doppelte Vollzeitberufstätigkeit fordert, um den Lebensstandard der Familie zu erhalten, ist ziemlich schräg. Die Gründerväter von SPÖ und ÖGB hatten sich noch auf die Fahnen geschrieben: Der Lohn einer 40-Stunden-Arbeit muss eine Familie ernähren!

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Eine Antwort zu Frauenministerin versteht Frauen und Kinder nicht

  1. kleedorfer schreibt:

    NMF – nur meine Frau

    … könnte das Motte einer neuen Männerbewegung sein. Eine Bewegung wo alle Männer mitmachen sollten, von Arnold Schwarzenegger bis Dominique Strauss-Kahn. Aber auch Sie, auch Du und ich.

    NMF – nur meine Frau

    … könnte das Leben vieler Familien verbessern, viele Wunden heilen, viele Menschen glücklich machen.

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