Betreuungsgeld: Symbol gegen Familienzerstörung

Im Streit um das Betreuungsgeld – in Deutschland ist hier ein lächerlich geringer Betrag vorgesehen – geht es um mehr als um 100 Euro monatlich. Es geht um die Möglichkeit, seinen Kindern einen geglückten Start ins Leben zu ermöglichen, ohne sie den hoch riskanten, in sehr vielen Fällen schädlichen Auswirkungen der Krippendeponierung auszuliefern.

Civitas-Institut: Nobert Geis (MdB) zeigt Mut (18.5.):

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis hat in einem Interview mit dem linken Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL klare Aussagen zur Familienpolitik gemacht und sich zu den naturrechtlichen Prinzipien von Ehe und Familie bekannt. Im Streit um das Betreuungsgeld tritt er dafür ein, dass Mütter möglichst lange zu Hause bei ihrem Nachwuchs bleiben. „Wir wollen auch die Frauen ermutigen, ihre Kinder daheim zu erziehen“, sagte Geis.

„Mütter, die zu Hause bleiben, erweisen der Gesellschaft einen mindestens ebenso großen Dienst wie Frauen, die im Beruf stark beansprucht sind.“ Er glaube nicht, dass eine voll berufstätige Mutter ihren Kindern gerecht werden könne, so Geis. „Ich glaube, kleine Kinder brauchen vor allen Dingen Bindung. Und die kann die Mutter eher leisten als eine Betreuerin.“ …

Siehe auch:

Ergänzung 4.6.2012: Die Stiftung Familienwerte, die Kinder- und Sachbuchautorin Dr. Karin Jäckel und die Lebensrechtlerin Alexandra Maria Linder unterstützen die Kampagne „JA zum Betreuungsgeld – Mütter fordern Wahlfreiheit!“.

Ergänzung 8.6.2012:

FreieWelt.net: Breites Familienbündnis für Betreuungsgeld:

„Ja zum Betreuungsgeld!“ sagen die Christdemokraten für das Leben [CDL, Mechthild Löhr], der Familienbund der Katholiken Bayern [Johannes Schröter], Autorin Stefanie Selhorst, die Elterninitiative für Familiengerechtigkeit, Erziehungstrends und Dr. Christoph Sprich. Sie alle eint die Forderung an die Politik, auch Eltern eine finanzielle Anerkennung ihrer Erziehungsleistung zukommen zu lassen. Familien leisten Großartiges für unsere Gesellschaft — das muß honoriert werden. …

Stefanie Selhorst: „Zu Hause ist ein jeder Mensch einmalig, unersetzlich, ganz verstanden und ganztags wichtiger als andere, fremde Menschen. Das Lebensgefühl der Sicherheit und Geborgenheit, das Gefühl auch, auserwählt zu sein, ist der Nährboden für Wurzeln und Flügel zugleich. Manchen Eltern ist es ganz wichtig, ihr Kind mit diesem Willkommens-Lied zu begrüßen und lange, lange zu beschenken. Dann wird es zu seinem ständigen Begleiter, seinem Schutzengel werden. Ich würde gerne in einem kulturellen Umfeld leben, das auch die sinnvollen, aber vielleicht nicht zweckdienlichen Lebensentwürfe respektiert. Deshalb bin ich für ein Betreuungsgeld für Familien, die ihren Kindern so lange ihre Zeit schenken wollen, bis diese gesättigt sind – ein Leben lang.“ …

FreieWelt.net: Eltern und Kinder brauchen bestmögliche Unterstützung:

Gerda Hasselfeldt ist Landesgruppenchefin der CSU und glühende Verfechterin des geplanten Betreuungsgeldes. Im Interview mit FreieWelt.net sprach Hasselfeldt über die Eckpunkte des Gesetzentwurfs zum Betreuungsgeld, über die Notwendigkeit, selbstbetreuende Eltern zu unterstützen, über Abweichler aus dem eigenen Lager und die Versuche der SPD, das Betreuungsgeld doch noch zu stoppen. …

Ergänzung 31.8.2012:

http://charismatismus.wordpress.com/2012/08/31/csu-besteht-auf-betreuungsgeld-ohne-kuhhandel/

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, hat bestritten, daß ihre Partei beim Betreuungsgeld noch zu Verhandlungen bereit sei.

“Für das Betreuungsgeld gilt: Es ist vereinbart, und zwar mehrfach. Der Beschluss steht und wird nicht mehr verändert, um ihn mit anderen Projekten zu kombinieren oder durch anderes zu erkaufen”, sagte sie der Tageszeitung Die Welt.

Dies sei nicht nötig, denn man habe sich darauf geeinigt “und Verträge sollten eingehalten werden”.

Hasselfeldt gab sich überzeugt, daß das Betreuungsgeld seine Kritiker noch überzeugen werde.

Einer Klage von SPD und Grünen vor dem Bundesverfassungsgericht sieht die CSU-Politikerin gelassen entgegen: “Das ist nur die letzte Drohung derjenigen, denen sonst nichts mehr einfällt.”

Ergänzung:

Bärbel Fischer auf FreieWelt.net : Gutachten für die SPD: Betreuungsgeld verfassungswidrig!   (31.8.):

Die SPD-Bundestagsfraktion ließ in ihrem hartnäckigen Widerstand gegen das geplante Betreuungsgeld (BG) ein Gutachten erstellen, mit dem nun veröffentlichten Ergebnis, wonach das BG „gegen die Verfassung verstoße.“

Der Verwaltungsrechtler Joachim Wieland aus Speyer “sieht in dem auch koalitionsintern umstrittenen Vorhaben unter anderem einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. Zugleich greife es mit seinen finanziellen Anreizen in das Recht der Eltern ein, über die Betreuungsform ihrer Kinder selbst zu entscheiden – indem es für eine Gruppe finanzielle Anreize setze.” (dpa)

Dem demokratischen Bürger verschlägt es die Sprache! Hier werden die Tatsachen genau auf den Kopf gestellt! Mit den gleichen Worten argumentieren nämlich seit Jahren die Verfechter des Betreuungsgelds für jene Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in eine Krippe geben wollen, sondern ihr verbrieftes Recht ( Art. 6 GG ) auf persönliche Betreuung wahrnehmen wollen. Es handelt sich übrigens um ca. 65 % aller Eltern. Denn die staatliche Subventionierung von 1200 € mtl. pro Krippenplatz ist nur für 35% aller Unter-Dreijährigen vorgesehen. Ist nicht eher dieser  Anreiz verfassungswidrig, weil er die Gruppe erwerbstätiger Eltern um das Achtfache bevorzugt ( s.o.) ?

Vergleicht man zwei Familien, deren Jahreseinkommen mindestens  34.000 Euro beträgt, deren drei Kinder jeweils im Abstand von zwei Jahren geboren wurden, so erhält die Familie, die ihre Kleinkinder selbst betreut,  im Laufe der ersten 7 Jahre  110.500 Euro  w e n i g e r  als die Familie, die volles Elterngeld + drei subventionierte Krippenplätze beansprucht. Bei einem gesetzlichen Betreuungsgeld von mtl. 150 Euro beläuft sich die Differenz immer noch auf 99.720 Euro. Man braucht kein Rechenkünstler zu sein; jedem Grundschüler wird klar, welches Spiel hier gespielt wird. Man braucht auch kein Freund des überaus dürftigen Betreuungsgeldes zu sein, um zu begreifen, wie sehr unsere linken Volksvertreter die mühevolle und aufwändige Familienarbeit liebevoller Eltern  missachten.

Es ist also genau umgekehrt: Die Krippenmilliarden für Erwerbseltern bieten einen achtfachen Anreiz, Kinder außer Haus betreuen zu lassen – eine verfassungswidrige Einmischung in elterliches Recht und eine ebenso verfassungswidrige achtfache Ungleichbehandlung von Bürgern.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf familiengerechtigkeit-rv.de

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