Genderkriminalität: „Schuld ist das traditionelle Rollenbild“

Nachdem schon im April die Kärntner Genderkriminalität unter die Lupe genommen worden ist (Kleine Zeitung: Kriminalität ist männlich), befasst sich Daniele Marcher in einem gleichnamigen Artikel in der heutigen Printausgabe mit der steirischen:

Erstmals bestätigt: 76,8 Prozent aller Taten in der Steiermark werden von Männern verübt. Schuld ist das traditionelle Rollenbild.

Frauen sind weitaus weniger kriminell als Männer. Das geht ganz eindeutig aus der Kriminalitätsstatistik des Innenministeriums hervor, die nun erstmals für die Steiermark geschlechtsspezifisch ausgewertet wurde.

… „Die Gründe dafür erklärt die soziologische Theorie“, weiß Birgit Zetinigg (37), eine gebürtige Grazerin und studierte Kriminologin, die die geschlechtsspezifische Kriminalität analysierte. „Frauen sind anders erzogen, für sie gelten die Werte passiv, mütterlich, fürsorglich.“ Bei Männern liegen die Erwartungen anders: „Sie müssen Erfolg haben.“

Das Verhalten liege allerdings nicht in den Genen, sondern im Rollenbild der Frau. „Frauen haben viel mehr Verantwortung, allein schon durch die Kinder“, ergaben die Untersuchungen der Soziologin, die derzeit an der Donau-Universität in Krems forscht und unterrichtet. „Deshalb riskieren sie weniger, deshalb werden sie auch seltener rückfällig.“

Obwohl der Frauenanteil in der polizeilichen Kriminalitätsstatistik für die Steiermark von 2010 auf 2011 um 0,9 Prozent gestiegen ist — vor allem die Eigentumsdelikte waren dafür ausschlaggebend –, holen Frauen in der Statistik langfristig gesehen nicht auf. „Die Zahlen sind die letzten 40 Jahre gleichbleibend“, weiß Birgit Zetinigg. Und betont: „So viel hat sich bei der Rolle der Frau in Wirklichkeit auch nicht geändert. Die Verantwortung für die Familie, für die Kinder liegt noch immer bei der Frau.“ …

Ich fürchte, ohne Quote für Kriminellinnen wird’s auch diesmal nicht gehen…

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Eine Antwort zu Genderkriminalität: „Schuld ist das traditionelle Rollenbild“

  1. Manfred schreibt:

    Reblogged this on Aktuell.

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