Eva Herman: Des Kaisers neue Kleider (Krippenpolitik)

In einem fulminanten Aufsatz geißelt Eva Herman die aktuelle Krippenpolitik:

Kennen Sie das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern? Zwei Betrüger lassen für viel Geld neue Gewänder weben. Sie erklären dem Kaiser, die edlen Anzüge könnten nur von klugen Personen erblickt werden. Aus Unsicherheit gibt dieser nicht zu, dass er die Kleider selbst nicht sehen kann. Das Volk, dem er seine neue Aufmachung präsentiert, ist begeistert von den scheinbar schönen Stoffen. Der Schwindel fliegt erst auf, als ein Kind ausruft, der Kaiser habe gar keine Kleider an. Da geben auf einmal alle zu, dass er nackt ist. So ist es auch mit dem Krippenausbau in Deutschland, den die EU unbedingt wollte.

… so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden, Kommunen und so weiter. Und das alles geschieht nur deswegen, um den nachdrücklichen Forderungen Brüssels Folge zu leisten.

… Liebe Leute, dieser Krippenkaiser ist aber auch sowas von splitterfasernackt, peinlich nur, wie Ihr Euch immer noch an dessen unsichtbaren Gewändern  festkrallt. Auch wenn es heute noch niemand hören will, meine Prognose lautet, dass es nicht mehr lange gehen wird mit diesem Wahnsinnsmodell. Alle leiden, wirklich alle, niemand hat einen Nutzen davon. Die Karrierefrauen vielleicht? Lachhaft. Karriere machen nur die da oben, die denen da unten einreden, dass die Supermarktkasse der Beginn einer ganz großen Erfolgsgeschichte ist. Durchschnittsfrau und auch -mann ackern und rackern, dass sie und ihre Lieben überleben, irgendwie. Stress, Hatz, Eile, Druck, das ist die vielgepriesene Freiheit der Emanzipation. Die ist vielmehr zur absoluten Lachnummer verkommen. Freiheit? Nein, das Gegenteil: Unfreiheit! Sklaventum!

… Wir fassen noch einmal zusammen: Die frühkindliche Bildung in der Krippe ist ein schlechter Witz, denn in den meisten Krippen herrscht Chaos. Zu viele, zu kleine Kinder werden von zu wenigen, schlecht ausgebildeten und gestressten Erzieherinnen in zu wenigen Krippen betreut. Von frühkindlicher BiNdung kann keine Rede sein, vielmehr von verhängnisvoller und verantwortungsloser Aufbewahrung.

… Die Effizienz dieser Aufbewahrungsanstalten tendiert also in den Minusbereich, Bindungs-Säuglingsforscher schlagen die Hände über dem Kopf zusammen und warnen nachdrücklich vor seelischen, kognitiven und physischen Schäden der Kinder, und zwar bis zum Lebensende. Es wird nicht selten die Verbindung der rasant steigenden Depressions- und Burnout-Raten mit der zu frühen Säuglings-Krippenbetreuung in Zusammenhang gebracht.

Aber, liebe Leute, der nackte Kaiser stolziert immer noch umher wie ein blinder Pfau, und das Volk jubelt ihm weiter zu, während der Streit in den Parlamenten immer lauter wird und die Kinder immer stiller.

Beten wir, dass eines dieser klugen Kleinen noch ein einziges Mal ganz laut rufen möge: »Der Kaiser hat ja gar nichts an!« An diesem Tag werde ich eine Feier in meiner lichten Rosenlaube machen und alle Kinder einladen und jene Erwachsenen außerdem, die dies alles immer schon gewusst haben.

(Gefunden via http://schreibfreiheit.eu/2012/06/01/verstaatlichung-der-kinder-wird-scheitern-wie-im-ostblock/)

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