Anti-FSSPX-Initiative der deutschsprachigen Bischöfe?

Wollen deutschsprachige Bischöfe die Versöhnung von Rom und “Tradition” hintertreiben?

Gibt es einen “Notfallplan” gegen den Verständigungskurs mit der Piusbruderschaft? …

Summorum-Pontificum.de: Deutschsprachige Bischöfe starten Ungehorsamsinitiative:

Wie wir aus allgemein gut unterrichteter Quelle erfahren haben, gehen die Bischöfe der deutschsprachigen Bischofskonferenzen davon aus, daß die Rekonziliation der Priesterbruderschaft St. Pius X. — also die Rückkehr der Bruderschaft in die volle kirchliche Einheit mit dem Papst — unmittelbar bevorsteht. Zur Vorbereitung darauf haben die Strategen dieser Konferenzen einen derzeit innerhalb und zwischen den Bischofskonferenzen zur Abstimmung zirkulierenden „Notfallplan“ entwickelt, der darauf abzielt, jede Tätigkeit der Bruderschaft in ihrem Amtsbereich unmöglich zu machern. Damit lösen sie sich durch bewußten Ungehorsam aus der vollen Einheit mit dem Bischof von Rom und beschreiten den Weg der rechtlichen Kirchenspaltung.

Nach diesem geheimen Rundschreiben sollen die Mitglieder der beteiligten Bischofskonferenzen auf folgendes Vorgehen verpflichtet werden:

  1. Im Falle der Regularisierung der Bruderschaft als Personalprälatur werden die Ortsordinarien den Prälaten als zuständigen Oberen unverzüglich auffordern, alle weisungsgebundenen Mitglieder der Personalprälatur aus ihren Diözesen zurückzuziehen, alle Niederlassungen zu schließen und keine neuen zu errichten. Damit wäre nach dem gegenwärtig gültigen Kirchenrecht jede Tätigkeit der Bruderschaft in deutschsprachigen Diözesen illegal.
  2. Im Falle der Errichtung der Bruderschaft St. Pius X. als Ordinariat sollen die Ortsbischöfe ihre nachgeordneten Behörden und Einrichtungen sowie sämtliche Priester ihrer Diözesen anweisen, in keiner Form mit Priestern oder Institutionen des Ordinariats zusammen zu arbeiten und ihnen jegliche Nutzung von Gebäuden und Einrichtungen der Diözesen zu versagen.

Damit beschreiten die Planer der Bischofskonferenzen einen Weg der Rebellion, der die Aufrufe der verschiedenen Ungehorsams-Initiativen noch in den Schatten stellt. Sie bekennen sich offen zu der Absicht, Maßnahmen der Gesamtkirche für ihren Zuständigkeitsbereich zu konterkarieren und bestätigen erneut, daß sie das Schlagwort der „Kollegialität“ als Mittel zur Aufspaltung der Gesamtkirche in Nationalkirchen mißbrauchen. Innerhalb dieser Nationalkirchen wollen sie — ebenfalls im Widerspruch zum geltenden Recht — einen zentralistischen Apparat installieren, der Ortsbischöfen, die Minderheitspositionen vertreten, das Recht zur eigenständigen Leitung ihrer Diözesen bestreitet.

http://www.summorum-pontificum.de/meldungen/d-a-ch/79-benedikt-und-fellay-in-der-klemme-zwischen-recht-und-richtig.html zitiert heute dazu einen Kirchenrechtskundigen:

„… Das kursierende Schreiben ist also kein Beweis für Schisma und Rechtsbruch seitens der Bischöfe, sondern ein weiteres Indiz, dass eine Personalprälatur für die FSSPX kein gangbarer Weg ist. Die Personalprälatur für die Piusbruderschaft ist entweder eine Falle (was ich dem Heiligen Vater nicht zutraue), oder wenn keine Falle, dann doch zumindest ein tragischer Irrtum.“

Ergänzung 18.6.2012: Dazu http://www.katholisches.info/2012/06/18/generalkapitel-der-piusbruderschaft-antisemitismus-und-hiobsbotschaften-aus-deutschland/:

… Die Hiobsbotschaft aus Deutschland kam gewissermaßen zum richtigen Zeitpunkt. Sie wirkt wohl plaziert. Kein deutscher Diözesanbischof kann annehmen, daß Papst Benedikt XVI. geduldig jahrelange Versöhnungsgespräche führt, damit die deutschen Bischöfe dann Tabula rasa machen können und damit die Versöhnung im deutschen Sprachraum für die Bruderschaft zur Katastrophe werden würde.

Msgr. Fellay würde die hierarchische Gliederung einer Personalprälatur vorziehen, die mit der Jurisdiktion von Personalordinariaten ausgestattet wäre. Damit wäre die Bruderschaft nicht dem Wohlwollen der Diözesanbischöfe ausgeliefert. Die Formel wird in der lateinischen Kirche bereits bei den in die Einheit mit Rom zurückgekehrten Anglikanern angewandt und ist für mit Rom unierte Ostkirchen erprobt. Die unter der Leitung eines Generaloberen (dann mit dem Titel eines Prälaten) von Rom errichteten Territorialordinariate würden von Bischöfen der Bruderschaft geleitet, denen auch Weihbischöfe zur Seite treten könnten, womit auch die Nachfolgefrage und die Weihe weiterer Bischöfe geregelt wäre, die innerhalb der Piusbruderschaft als wichtiges Thema empfunden wird. …

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