Die drei K heute: Konto, Karriere, Körperkult

Ich erlaube mir, einen Auszug aus einer Ansprache einer Schulleiterin an ihre Abiturientinnen zu zitieren, der die Zerstörung von Ehe und Familie durch Genderwahn und Feminismus anprangert:

Ich sage euch nichts Neues, wenn ich darauf verweise, dass ein widergöttlicher und antichristlicher Geist, nämlich die Gender-Ideologie, zerstört hat, was Grundlage und Stütze eines jeden gesunden Volkes ist: die Familie!

Wider alle Vernunft, Erfahrung und Neigung trachtet die Gender-Ideologie danach, das je Eigene von Mann und Frau einzustampfen. „Immer skurrilere Blüten treiben die Definitionen sexueller Orientierungen, die von Politikern mit bewundernswertem bis lächerlichem Ernst vorgetragen werden“, so schreibt Stephan Baier in der „Tagespost“ (Die Krise der Väter, 26. Mai 2012).

Nach diesen abwegigen Definitionen entdeckt sich der Mensch täglich neu, heute als Frau und morgen als Mann. Die von Gott geschenkte weibliche und männliche Geschlechtlichkeit wird zu beliebig austauschbaren Rollen degradiert.

Es ist in der Geschichte ja tatsächlich neu und uns absolut unverständlich, dass der heutige Mensch die natürlichen Gegebenheiten nicht mehr anerkennen will, dass er nämlich entweder als männlich oder als weiblich geboren wird. Gott schuf den Menschen ,als Mann und Frau‘, wie es in der Heiligen Schrift heißt (Genesis 1,27).

„Eine befreiende Erkenntnis:“, ich zitiere weiter Stephan Baier, „Noch vor allem menschlichen Machen steht ein Gegebensein, ein großes und bedeutungsschweres Geschenktsein unserer Weiblichkeit oder Männlichkeit. Ihre Unverwechselbarkeit und Unaustauschbarkeit zeigt die Weiblichkeit in der Mutterschaft, die Männlichkeit in der Vaterschaft. Wer die Frau aus ihrer Mutterrolle zu befreien propagiert, attackiert tatsächlich das Intimste und Unverwechselbarste der Frau. Wer im Zeichen des Kampfes gegen den ,Patriarchalismus‘ die Vaterrolle des Mannes untergräbt, nimmt der Frau den Partner für das, was Familie konstituieren kann.“

Die Institution der Familie dient in erster Linie der Weitergabe des Lebens, gesunden Lebens! Dazu braucht es Verlässlichkeit und Beständigkeit. Dies ist nicht gewährleistet, wenn Menschen in der Verunsicherung ihres Selbst täglich neu nach ihrer Rolle als Frau oder Mann fahnden müssen. Kinder brauchen Mütter und Väter, die bereit sind, Verantwortung zu tragen, anstatt dauernd um sich selbst zu kreisen.

Die gesetzliche Gleichberechtigung hat es mit sich gebracht, dass die Frau oft nicht mehr so abhängig ist von ihrem Mann, wie es vor wenigen Generationen noch der Fall gewesen ist. Die vielen Berufs- und Verdienstmöglichkeiten unserer Zeit verschaffen ihr eine nie dagewesene Selbständigkeit und Unabhängigkeit. So verdient sie ihr eigenes Geld und kann sich — wie man heute gern sagt — selbst verwirklichen. Das ist für uns Frauen einerseits ganz schön, darin liegt aber auch eine große Gefahr. Die Muttergottes hat vor 400 Jahren in Quito für unsere Zeit vorausgesagt, dass die Menschheit in einem solchen Luxus leben wird, dass sie ganz und gar auf Gott vergisst.

Dies zeigt sich am stärksten darin, dass viele Frauen mit den gängigen Verhütungs- und Abtreibungsmethoden die Mutterschaft verweigern, wie viele Männer die Vaterschaft. An die Stelle der alten drei K’s: Kirche, Kinder, Küche sind die neuen K’s getreten: Konto, Karriere, Körperkult.

Der Feminismus hat es mit sich gebracht, dass viele Frauen wohl ein Kind haben wollen, aber keinen Mann. Sie wollen nicht heiraten und keine Familien gründen. Auch darin besteht eine Misere für unsere männlichen Erdenbürger, nämlich die, dass so viele allein erziehende Mütter der Erziehung der Jungen nicht gerecht werden, denen so das Vorbild und auch das Verständnis des Vaters fehlt.

So wird immer mehr offenbar, dass wir ein sterbendes Volk sind, und es bewahrheitet sich, was eine morgenländische Weisheit schon vor Jahrhunderten zum Ausdruck gebracht hat: „Wenn der Mann fällt, fällt nur der Mann, wenn die Frau fällt, so fällt ein ganzes Volk.“

Zum vollständigen Original: Abiturrede von Sr. Michaela Metz

Ergänzung:

Sr. Michaela Metz: Abiturrede 2011:

… Die christliche Frau ist bestrebt, sich von der selbstsüchtigen Liebe zu lösen. Sie ist schamhaft und vornehm zurückhaltend in ihrem Auftreten, keusch und rein in ihrem Denken und Reden. Gottes Licht leuchtet aus ihren Augen. – So adelt die Reinheit des Herzens die Frau!

Wenn das Herz der Frau vom Licht Gottes erfüllt ist, kann sie die sittliche Reinheit in ihrer Umgebung wiederherstellen. Sie hat insbesondere einen großen Einfluss auf ihren Mann und trägt darum auch eine große Verantwortung für seine Vervollkommnung und für die sittliche Atmosphäre in ihrer Umgebung. Fulton Sheen drückt dies so aus: „Je edler die Frau, desto edler die Welt!“ …

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Eine Antwort zu Die drei K heute: Konto, Karriere, Körperkult

  1. Uwe Wiedemann schreibt:

    Die gute Rektorin hat den Finger in die mainstream-Wunde gelegt. Alle Achtung! Es ist mir troztdem schleierhaft, warum nan sich hierzulande immer wieder auf christliche Werte und die „Muttergottes“ beruft , in höchster Not, wo doch genau diese christlichen Werte der Toleranz, der Bürderlichkeit und Schwesterlichkeit mit allen anderen Menschen, was sie auch denken mögen ( Genderdenker z.B. ) genau dorthin geführt hat, wo wir jetzt als Deutsche, als Indige europäische Völker stehen! Zu lange auch die andere christliche Backe hingehalten! Ein Fehler.

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