Kölner Beschneidungsurteil

Das traditionalistisch orientierte Civitas-Institut kritisiert das Kölner Urteil zur Jungen-Beschneidung als Angriff auf das Naturrecht.

In diesem Punkt kann ich dem sonst sehr geschätzten Institut nicht folgen. Nicht alles, was Tradition hat, muss (heute) gut sein. Ich halte die Beschneidung für eine heute nicht zu vertretende Körperverletzung. Sie mag in alten Zeiten gesellschaftsdienlich gewesen sein – nur die Harten überleben unter hygienisch kritischen Bedingungen – doch nun ist die Lage anders. Das Recht auf Erziehung beinhaltet kein Körperverletzungsrecht. Zur Taufe sehe ich hier keine Analogie. Einen Widerspruch zur Abtreibungs-Rechtsprechung sehr wohl (siehe den zweiten Civitas-Artikel).

Und ohne dem Genderwahn das Wort zu sprechen, halte ich auch das Ohrlochstechen wie alle Arten von Piercing und Tätowierung für naturordnungswidrig.

Siehe auch:

Ergänzung 13.7.2012:

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:religioes-motivierte-koerperverletzung-juedische-organisationen-gehen-gegen-beschneidungsurteil-vor/70062755.html:

… Westerwelle…: „Es muss klar bleiben, dass in Deutschland die freie Religionsausübung geschützt ist. Dazu zählt auch der Respekt religiöser Traditionen.“

Demnächst fallen wohl auch Menschenopfer unter den „Schutz freier Religionsausübung“. Unerhört!

Ergänzung 14.7.2012:

Die FAZ titelt Berlin will Rechtssicherheit für Beschneidungen und stellt dies unter die Überschrift Religionsfreiheit (als ob Genitalverstümmelungen, Menschenopfer, Tierquälerei (Schächten), traumatisierende Kindesmisshandlung mit Körperverletzung etc. durch den Verweis auf Religionsfreiheit oder Tradition gerechfertigt werden könnten):

Die Bundesregierung hat angekündigt, die Unsicherheit über die Rechtmäßigkeit religiöser Beschneidungen zu beheben. „Wir wollen jüdisches und wir wollen muslimisches religiöses Leben in Deutschland“, sagte Regierungssprecher Seibert.

… Auch die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, äußerte, das Gericht habe in seiner Abwägung die Freiheit der Religionsausübung „sträflich vernachlässigt“. Das Strafrecht sei auch eine Werteentscheidung und könne das Gesetz nicht mit „Scheuklappen“ auslegen.

Der Münchener Erzbischof, Kardinal Marx, zeigte sich überzeugt, dass auch künftig männliche Kleinkinder in Deutschland aus religiösen Gründen straffrei beschnitten werden könnten. Das Urteil des Kölner Landgerichts werde „nicht das letzte Wort gewesen sein“, sagte Marx. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, plädierte in der „Rheinischen Post“ für eine überparteiliche Gesetzesinitiative. „Die Beschneidung ist für Juden absolut elementar.“ Würde das Kölner Urteil zur Rechtslage werden, dann wäre „in letzter Konsequenz jüdisches Leben in Deutschland nicht mehr möglich“. In diesem Sinne habe er in Briefen an die Bundeskanzlerin, den Bundesinnenminister und die Bundesjustizministerin sowie die Ministerpräsidenten der Länder und die Fraktionsvorsitzenden im Bundestag „eindringlich für eine gesetzliche Klarstellung“ geworben.

Ich bin der Meinung, dass Körperverletzung durch keine „Religionsfreiheit“ gedeckt sein darf.

Siehe auch:

Ergänzung:

Jürgen Kaube: Urteil zur Beschneidung: Das Wohl des Kindes  (28.06.):

Ist Beschneidung Körperverletzung? Das Recht auf körperliche Unversehrtheit steht dem auf Religionsfreiheit gegenüber. Doch das Kindeswohl kann nicht ausschließlich von Bräuchen abhängig gemacht werden. …

Ergänzung 16.7.2012:

Leider zeigt sich auch Kardinal Schönborn als Befürworter der Beschneidung: Beschneidungsverbot ist ‚besorgniserregendes Signal‘, ebenso der neue Glaubenshüter Erzbischof Müller. Das Kindeswohl scheint erst an hinterer Stelle zu stehen. Traurig.

Der Bund Katholischer Ärzte hingegen billigt das Urteil:

Eine Zirkumzision rein aus religiösen Gründen ist für uns Körperverletzung.

Und ich weise nochmals auf die Traumatisierung hin:

Prof. Matthias Franz: Die Operation im Säuglings- oder Kindesalter stelle ein Trauma dar und könne zu andauernden körperlichen, sexuellen oder psychischen Leidenszuständen führen

Ergänzung:

Linus Schneider begrüßte das Urteil (27.6.), wurde aber von zahlreichen Kommentatoren zu Unrecht dafür abgewatscht.

Ergänzung 17.7.2012:

Eine hoch informative Faktensammlung zur Beschneidung findet man hier:
http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fuer-eltern/fakten-die-gegen-die-beschneidung-sprechen.html:

Inhaltsübersicht:

  • Die Vorhaut ist notwendig
  • Was ist die Vorhaut
  • Das Zurückziehen der Vorhaut
  • Was sind die Funktionen der Vorhaut?
    • Schutz
    • Immunologische Abwehr
    • Sexuelle Empfindlichkeit
    • Bedeckung während der Erektion
    • Selbststimulierende sexuelle Funktion
    • Sexuelle Funktionen beim Geschlechtsverkehr
  • Wie pflegt man die Vorhaut richtig?
  • Wie häufig ist die Beschneidung?
  • Wie schadet die Beschneidung?
    • Die Beschneidung entblößt
    • Die Beschneidung desensibilisiert
    • Beschneidung behindert die sexuelle Funktion
    • Beschneidung entstellt
    • Beschneidung unterbricht die Blutzirkulation
    • Beschneidung schadet der Hirnentwicklung
    • Beschneidung ist unhygienisch und ungesund
    • Beschneidung ist immer risikoreich
    • Beschneidung schadet den Müttern
    • Die Beschneidung verletzt Patienten- und Menschenrechte
  • Gesunder Menschenverstand
  • Video
  • Einzelnachweise

http://diepresse.com/home/panorama/religion/1265111/Beschneidung_Kleiner-Schnitt-grosser-Einschnitt  (14.7.):

Wer darf beschneiden, sollen Kinder mitreden dürfen oder ist es allein Sache der Eltern? Ein deutsches Urteil wirft Fragen zur Legalität der religiösen Beschneidung Minderjähriger auf. Eine Faktensuche.

Der Eingriff selbst, sagt Schlomo Hofmeister, gehe schnell, sehr schnell. …

Ergänzung 19.7.2012:

Karl Weiss: Beschneidung Körperverletzung?

Zur Strafbarkeit der Beschneidung
In den letzten Tagen wird ganz Deutschland in allen Mainstream-Medien mit hunderten von Artikeln und Beiträgen überschwemmt, die alle plötzlich herausgefunden haben, dass Beschneidung keine Körperverletzung ist. Die Intensität dieser Kampagne ist nur noch mit der zu vergleichen, die vor zwei Wochen den Deutschen beizubringen versuchte, das Abgeben der gesamten Haushaltshoheit des Parlaments an geheime, nicht gewählte Gremien in Brüssel sei kein Ermächtigungsgesetz und kein Staatsstreich. …

Baal Müller: Vorhaut-Kult:

Einen Augenblick rieb man sich die Augen: Kann es wirklich dabei bleiben, daß eine religiöse Vorschrift, die für Juden wie für Muslime gilt, von einem deutschen Gericht als Körperverletzung eingestuft wird? … Natürlich „kann“ es nicht dabei bleiben, und „unsere“ Volksvertreter haben sich bereits – bis auf diejenigen der Linkspartei, die nach ihrer Klage gegen den ESM schon wieder erstaunlich positiv auffällt – zu der immer üblicher werdenden Allparteienkoalition verständigt, die nun schnellstmöglich eine gesetzliche Ausnahmeregelung formulieren will. Schließlich dränge die Zeit; der „Rechtsfrieden“ müsse wiederhergestellt werden – tatsächlich geht es eher um einen Frieden zwischen säkularem Recht und religiösem Dogma, und ersteres wird wohl zurückweichen müssen. …

Ergänzung 20.7.2012: Das Deutsche Ärzteblatt, 2008, spricht sich klar gegen die Beschneidung aus:

… § 24 des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention). Danach haben die Vertragstaaten „alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen (zu treffen), um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen“. Die religiöse Beschneidung ist ein solcher Brauch. Als Gesundheitsschädigung im Sinne von § 223 Absatz 1 Alt. 2 StGB ist er zudem für die Gesundheit der Kinder schädlich. …

Gegen das Kindeswohl
Es gibt also keine zwingenden Argumente, womit sich eine religiöse Beschneidung Minderjähriger begründen lässt. Bestehen bleiben allein die Nachteile (zu sehen vor allem im irreversiblen Verlust der Vorhaut), weshalb die religiöse Beschneidung nicht im Wohl des Kindes liegt, den Personensorgeberechtigten für die Einwilligung die Dispositionsbefugnis fehlt und damit der operative Eingriff eine rechtswidrige Körperverletzung darstellt. …

Ergänzung 29.7.2012:

Zur Vorgeschichte des Urteils: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidungen-das-urteil-11820431.html (15.7.):

An einem Abend vor ein paar Jahren lud der Strafrechtler Rolf Dietrich Herzberg eine muslimische Jurastudentin, einen muslimischen Arzt und seinen Mitarbeiter Holm Putzke zu sich ein. Sie saßen drei Stunden beisammen, aßen, sprachen über Religion und Kultur, über Migration und Integration und über das Aufwachsen in traditionellen muslimischen Haushalten. Auch über das Buch „Wüstenblume“ unterhielten sie sich. Waris Dirie schildert darin ihre Beschneidung – ihre Verstümmelung. Irgendwann redeten die vier über Beschneidung von Jungen, nicht lange, etwa zehn Minuten. Herzberg hatte das Buch „Die verlorenen Söhne“ gelesen. Es stammt von Necla Kelek. Die Islamkritikerin berichtet von der Beschneidung ihres Neffens in einem anatolischen Nest. Sie schildert die Angst des Jungen, seinen Schmerz, seine Hilflosigkeit. Ein gepeinigtes Menschenkind, so hat sie ihren Neffen vor kurzem wieder genannt.

Die vier fanden es seltsam, dass Juristen über dieses Thema bislang nicht nachgedacht hatten – Beschneidung bei Jungen war ein weithin akzeptierter, religiös und kulturell begründeter Brauch. Putzke versprach Herzberg, sich des Themas unter strafrechtlichen Gesichtspunkten anzunehmen. Eine Meinung dazu hatte er noch nicht.

Kinderchirurgen und Kinderurologen beschäftigten sich schon länger mit dem Thema Beschneidung, sie waren sensibilisiert. Die Ärzte Maximilian Stehr und Hans-Georg Dietz hatten 2005 im Journal ihres Kinderspitals über Beschneidungen von Jungen und Männern geschrieben. Sie beleuchteten die Geschichte der Beschneidung, die bis in die „Heliolithische Kultur“ vor etwa 15.000 Jahren führe. Sklaven seien zur Kennzeichnung beschnitten worden, schrieben die beiden Ärzte. Auch auf die religiöse Beschneidung bei Juden und Muslimen gingen sie ein. Doch nicht nur die historische Entwicklung interessierte sie, auch der medizinische Nutzen und die rechtliche Situation: „Die Einwilligung in einen ärztlichen Eingriff ist nur rechtens, wenn hierdurch die Interessen des Kindes gewahrt bleiben. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die Einwilligung zur Zirkumzision durch das elterliche Sorgerecht abgedeckt ist.“

Es ging hierbei nicht um Operationen durch dubiose Hinterhofbeschneider, mit Schere und ohne Betäubung, sondern um jede Beschneidung ohne medizinische Notwendigkeit – sei sie medizinisch noch so „einwandfrei“ gemacht.

Im Jahr 2008 veröffentlichten Putzke, Stehr und Dietz im Deutschen Ärzteblatt eine Abhandlung, die für Aufregung sorgte. „Zirkumzisionen bei nicht einwilligungsfähigen Jungen: Strafrechtliche Konsequenzen auch bei religiöser Begründung“. Sie schrieben, dass die Beschneidung nicht dem Wohl der Jungen diene, sondern eine rechtswidrige Körperverletzung sei. Ärzte, so empfahlen sie, sollten eine medizinisch nicht notwendige Beschneidung nicht vornehmen, sie könnten sich wegen Körperverletzung strafbar machen. Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs warf ihnen Diskriminierung vor. Rabbiner verwiesen auf das Gebot Gottes: „Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden. Am Fleisch eurer Vorhaut müsst ihr euch beschneiden lassen…Alle männlichen Kinder bei euch müssen, sobald sie acht Tage alt sind, beschnitten werden.“ Putzke publizierte auch in Fachzeitschriften für Juristen, wie der „MedR“. So ziemlich jeder Jurist, der sich mit medizinrechtlichen Fragen auseinandersetzt, liest sie.

Die Aufregung verflog bald wieder. Religiöse Beschneidung blieb – auch wenn hier und da Ärzte Beschneidungen ohne medizinische Notwendigkeit nicht mehr vornahmen – akzeptierte Praxis in manchen großen Kliniken und bei manchen Chirurgen in der Republik. In den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie heißt es: „Rituelle Beschneidungen sind durch kulturelle, religiöse, historische sowie soziale Faktoren begründet. Ihre Durchführung bedarf der uneingeschränkten ärztlichen Sorgfaltspflicht.“

Wenn der Arzt Khan [Name geändert] einen Jungen beschnitt, so handelte er guten Gewissens – das hat das Landgericht Köln festgestellt. …

Ergänzung 4.8.2012: Kölner Stadtanzeiger: Urologe: „Eingriff dient nicht dem Kindeswohl“  (19.7.):

Der Urologe Maximilian Stehr plädiert für die Beschneidung frühestens bei Jugendlichen. Dem Mediziner zufolge zeigen Untersuchungen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gebe, die zum Teil schwerwiegend seien.

Köln. Herr Stehr, Ihr Verband hat das Kölner Urteil zum Verbot von Beschneidungen begrüßt. Warum wollen Sie Juden und Muslime diskriminieren?

Maximilian Stehr: Darum geht es überhaupt nicht. Aber für mich als Arzt steht das Recht des Kindes auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit im Vordergrund. Dieses Recht kann auch durch religiöse Motive der Eltern nicht ausgehebelt werden. Die Einwilligung der Eltern für eine Operation an einem Kind ist aus gutem Grund nur rechtswirksam, wenn sie dem Wohle des Kindes dient. Auch unser ärztliches Berufsethos verpflichtet uns, Eingriffe nur vorzunehmen, um den Patienten zu helfen und sie zu heilen. Das ist bei einer Beschneidung, die ausschließlich religiöse Gründe hat, nicht der Fall.

Ist es nicht auch zum Wohle des Kindes, dass es mit der Beschneidung vollwertiges Mitglied in der Religionsgemeinschaft der Eltern wird?

Stehr: Ich fordere ja kein vollständiges Verbot von rituellen Beschneidungen. Ich plädiere aber für einen Aufschub. Der Eingriff darf erst erlaubt sein, wenn der Junge die Tragweite der Operation sowie die Vor- und Nachteile selbst übersehen kann. Wenn Eltern mit ihren 14- oder 16-jährigen Söhnen zu mir kommen und der Junge die Beschneidung will, dann habe ich nichts dagegen.

Vor allem die jüdische Religion schreibt jedoch eine sehr frühe Beschneidung vor.
Stehr: Das stimmt. Doch es kann doch kein Argument sein, dass etwas seit circa 4000 Jahren so gemacht wird. Heute bewerten wir das Selbstbestimmungsrecht des Kindes anders als früher. Im Übrigen haben mir jüdische und auch muslimische Mitbürger berichtet, dass Kinder durch den Aufschub der Beschneidung keine sozialen Nachteile erleiden müssen, also zum Beispiel den Ausschluss aus der Religion. Schon immer galt zum Beispiel Krankheit als Grund für einen Aufschub. Warum dann nicht das Zugeständnis zur eigenen freien Zustimmung?

Studien zeigen beispielsweise, dass die Aids-Gefahr durch Beschneidungen sinkt.

Stehr:Diese Studien wurden in Afrika erstellt und haben auch nur dort Gültigkeit. Auf Deutschland, wo die Aids-Rate um Dimensionen niedriger liegt, kann man diese Erkenntnisse nicht übertragen. Und nur zur Erinnerung: Ich plädiere für einen Aufschub der Beschneidung. Säuglinge können sich doch nicht über Geschlechtsverkehr infizieren, sondern werden meist vorgeburtlich über die Mutter mit Aids infiziert, und zwar mit Vorhaut oder ohne.

Aber es schadet doch nicht, oder?
Stehr: Wir reden hier nicht über einen läppischen Eingriff! Untersuchungen zeigen, dass es bei jedem fünften Säugling nach der Operation Probleme gibt. Sie sind zum Teil so schwerwiegend, dass noch einmal operiert werden muss. Es gibt Nachblutungen, Narben, häufig später eine Verengung der Harnröhrenöffnung, und sogar teilweise Amputationen des Gliedes habe ich gesehen. Abgesehen davon dürfen wir mögliche Auswirkungen auf die Sexualität nicht außer Acht lassen, über die immer wieder von Betroffenen berichtet wird.

Was kann denn passieren?

Stehr:Die Vorhaut stellt letztlich eine erogene Zone dar. Die schneidet man einfach weg. Das bleibt doch nicht folgenlos. Männer, die später beschnitten wurden und damit einen Vorher-nachher-Vergleich haben, berichten daher auch von einer geringeren Sensibilität nach dem Eingriff.

Maximilian Stehr ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie. Er praktiziert in der Kinderchirurgischen Klinik der Universität München.

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8 Antworten zu Kölner Beschneidungsurteil

  1. wolfgang heuer schreibt:

    Das Grundgesetz sichert schon seit „Urzeiten“ die „körperliche Unversehrtheit“ zu. Ausnahmen davon gibt es nur aufgrund medizinischer Indikation bzw. vor der Volljährigkeit unter Einbeziehung der Eltern.
    Was so gut wie überhaupt keine Berücksichtigung findet, ist die GEISTIG-INTELLEKTUELLE, GEISTIG- PSYCHISCHE, GEISTIG-SEELISCHE und GEISTIG-ENERGETISCHE Unversehrtheit.
    Nein, das ist kein Irrtum, es geht nicht immer um das gleiche oder dasselbe, sondern um tatsächlich VIER unterscheidbare Bereiche, in denen Menschen bzw. in etwas anderer Weise Kinder versehrt werden können.
    Dabei ist es oft so, dass das Versehrtwerden in diesen Bereichen von größerem subjektiven Leid begleitet wird, als ein körperliches Versehrtwerden.
    Neben dem bewußt erlebten Leid entsteht in der zivilisierten Gesellschaft ein unbewußt-verdrängtes Leid, welches aus unterdrückten / abgespaltenen Gefühlsenergien besteht, sich tendenziell so lange vergrößert, bis der Druck nicht mehr kompensiert werden kann und es zu Dekompensationen kommt – schlimmstenfalls zu einer „Psychose“ beim Individuum oder einer „Kollektiven Psychose“ in einer menschlichen Gemeinschaft.
    Zur Erinnerung: Die Zeit 1933-1945 wurde auch als „Kollektive Psychose“ bezeichnet.

    Die Entstehung solcher Energiepotenziale wird in der zivilisierten Gesellschaft – namentlich auch in Deutschland – stark gefördert dadurch, dass es nur ein Gesetz für den Schutz der körperlichen Unversehrheit gibt, nicht aber für den analogen Schutz der Unversehrtheit in den vier o.g. geistigen Bereichen.
    Evtl. mehr dazu demnächst im Weltenwandler-Forum.

  2. Dr. Hans-Dieter Fraund schreibt:

    Hervorragebd. Kann man dies per email bekommen? Kostet was?
    Versuche auch Herrn Petö zu schreiben (excellent), hoffe es kommt an.
    Dr, Fraund

  3. Khyber Markhor schreibt:

    Leseempfehlung zum Thema Jungenbeschneidung:

    Blutige Neugeburt im afro­pa­zi­fi­schen Jägerbund
    Von Jacques Auvergne (2007)

    http://eifelginster.wordpress.com/2007/11/13/010/

  4. Pingback: Beschneidung von Kindern ist zu ächten! | Kreidfeuer

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