Beschneidung von Kindern ist zu ächten!

Es ist eine Schande und mir unbegreiflich, dass der Deutsche Bundestag mehrheitlich, doch gegen den Volkswillen und gegen das Grundgesetz, ja gegen das Naturrecht rituelle Kindesmisshandlung legalisieren möchte.

Ich befürworte Religiosität und auch das Führen der Kinder ins Erwachsenenalter unter dem Schirm religiöser Leitlinien (mit Taufe, Firmung etc.), doch bei bewusster Kindestraumatisierung hört sich jede Gemütlichkeit auf. Da gibt es zu Recht Gesetze gegen den Missbrauch und die Misshandlung von Kindern, und hier sollen Recht und Ordnung weichen zugunsten einer irreversiblen Körperverletzung im Namen von Religionen. Ja würden denn Menschenopfer wie Herzentnahme bei lebendigem Leib, „Ehrenmorde“ oder Witwenverbrennung auch gebilligt werden, bloß weil starke Lobbys dahinterstehen?

Zur Überlegung: Wäre die Beschneidung eine christliche Tradition, wie würde der Mainstream dann wohl agieren? Sie wäre wohl schon vorvorgestern abgeschafft worden.

Und behaupte keiner, die Beschneidung sei eine Bagatelle und hätte auch ihm nicht geschadet: Die Ärzte und Psychotherapeuten wissen es anders.

  • Verdrängter Schmerz und verdrängte Wut sind Ursache für späteren Hass und Gewalt.
  • Posttraumatische Belastungsstörungen können durch Beschneidungen im Kindesalter ausgelöst werden, so wie sie auch durch sexuellen Missbrauch oder Vergewaltigungen in der Kindheit ausgelöst werden
  • Es ist eine unhaltbare und unsägliche Behauptung, das Schmerzempfinden von Babys in den ersten drei Lebensmonaten sei kaum ausgeprägt.
  • Die Beschneidung ist keine harmlose Amputation.

Erziehung oder Elternrecht umfasst keineswegs Körperverletzungen, ebenso wenig kann Religionsfreiheit solche rechtfertigen.

Und Tradition ist kein Wert an sich, sondern muss immer im paulinischen Sinn verstanden werden: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“

Das Naturrecht schützt die Unversehrtheit des Kindes. Es würde auch vor Abtreibung schützen, doch wird es diesbezüglich missachtet.  Die Achtung kultureller und religiöser Identität hat Nachrang gegenüber dem Naturrecht.

Siehe auch die UN-Kinderrechtskonvention:

… Danach haben die Vertragsstaaten „alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen (zu treffen), um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen“. Die religiöse Beschneidung ist ein solcher Brauch.

Die Schädlichkeit der Beschneidung ist wissenschaftlich erwiesen.

Wie schadet die Beschneidung?

  • Die Beschneidung entblößt
  • Die Beschneidung desensibilisiert
  • Beschneidung behindert die sexuelle Funktion
  • Beschneidung entstellt
  • Beschneidung unterbricht die Blutzirkulation
  • Beschneidung schadet der Hirnentwicklung
  • Beschneidung ist unhygienisch und ungesund
  • Beschneidung ist immer risikoreich
  • Beschneidung schadet den Müttern
  • Die Beschneidung verletzt Patienten- und Menschenrechte

Das Kupieren von Hundeschwänzen ist zu Recht als Tierquälerei verboten. Auch Schächten gehört verboten.

Wichtige Links:

Weitere Links:

Beschneidung verbessert nicht Hygiene (17.7.)

Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie nimmt das Urteil des Landgerichts Köln begrüßend zur Kenntnis (4.7.):

… Das nun ergangene Urteil festigt diese Einschätzung und gibt gleichzeitig Rechtssicherheit. Zugleich wird mit dem Urteil das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes unterstrichen. Gerade Kinderchirurgen, die nicht einwilligungsfähige Kinder mit Einwilligung ihrer Eltern operativ behandeln, müssen hier strenge und klare Maßstäbe ansetzen.

Nur die elterliche Einwilligung zu einer Operation, die dem Kind nach Abschätzen des Nutzens und des Risikos medizinisch zum Wohle gereicht, ist rechtswirksam. Dieser Sachverhalt ist aber bei der Beschneidung kleiner Knaben ohne Einwilligungsfähigkeit außerhalb der medizinischen Indikation nicht erfüllt.

Dabei geht es in keinem Falle um die Diskriminierung von Religionsgemeinschaften, die die Zirkumzision bei nicht einwilligungsfähigen Knaben regelhaft praktizieren, sondern vielmehr um ärztliche Ethik. …

http://www.exmuslime.at/finger-weg-von-meinem-pimmel/  (12.7.)

Der reaktionäre Aufstand der Beschneider – Politische Klasse geht auf die Knie (15.7.)

Menschenrecht auf Beschneidung und Menschenrecht auf Steinigung

Religiöser Brauch: Die Beschneidung – ein unnützes Opfer für Allah (Necla Kelek):

… Die Psychiaterin Janet Menage hat den durch die Beschneidung verursachten seelischen Schaden als „gesellschaftlich sanktionierten Missbrauch“ bezeichnet, der eine nachhaltige Traumatisierung hervorrufe.

Die Geborgenheit, die Sicherheit, das Vertrauen, das Kinder in diesem Alter ihren Eltern überwiegend entgegenbringen, wird durch ein anderes „Lebensmuster“ ersetzt – sie empfinden Ohnmacht und Verrat.

Traumata aber sind nicht bewältigbar, sie werden eingefroren und verdrängt. Was nicht der Arbeit der Erinnerung und damit auch der Veränderung zugeführt werden kann, lebt in einem fort und zwingt zur Wiederholung. Das erklärt vielleicht auch, warum diese Tradition immer weiter fortleben kann. …

http://www.blu-news.org/2012/06/28/schnipp-schnapp-vorhaut-ab/

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/beschneidung-eine-dauerhafte-und-irreparable-veraenderung-11799975.html

http://www.blu-news.org/2012/07/19/der-beschnittene-rechtsstaat/

… Denn was derzeit diskutiert wird, bedeutet: Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit eines Kindes (!) soll dem vermeintlichen Grundrecht auf freie Religionsausübung seiner Eltern (!) untergeordnet werden. Würde dergleichen in ein Gesetz überführt (und danach sieht es derzeit aus), droht nicht mehr und nicht weniger als ein juristischer Dammbruch. …

Die Deutsche Kinderhilfe, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der Verband Betroffener sexuellen Kindesmissbrauchs (Mogis) und der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordern in einer gemeinsamen Petition die Aussetzung einer gesetzlichen Regelung für zwei Jahre sowie die Einrichtung eines Runden Tisches.

… Außerdem fordern die Petenten den Bundestag zur Einsetzung eines Runden Tisches auf, der mit Religionsvertretern, muslimischen und jüdischen Befürwortern und Gegnern der Beschneidung, Psychologen, Psychoanalytikern, Kinderärzten, Kinderchirurgen, Kinderschützern und Vertretern der Jugendhilfe besetzt sein soll. …

http://www.welt.de/politik/deutschland/article108328372/45-Prozent-der-Deutschen-fuer-Beschneidungsverbot.html   (19.7.)

http://www.welt.de/politik/deutschland/article108314004/Kinderaerzte-Koerperverletzung-wird-bagatellisiert.html  (17.7.)

… Die Debatte nehme fundamentalistische Züge an, und die Befürworter ritueller Beschneidungen „bagatellisieren diese Form der Körperverletzung“. …

Das Kölner Urteil:
http://www.ksta.de/koeln/gerichtsurteil-beschneidung-kann-strafbar-sein,15187530,16484236.html (26.6.):

Die Beschneidung von minderjährigen Jungen aus rein religiösen Gründen ist nach Auffassung der 1. Kleinen Strafkammer des Kölner Landgerichts grundsätzlich strafbar – auch wenn die Eltern zustimmen. Das Grundrecht des  Kindes auf körperliche Unversehrtheit gehe vor, urteilten die Richter. Die Kammer ist der Auffassung, dass Religionsfreiheit und Erziehungsrecht nicht unzumutbar beeinträchtigt seien, wenn die Eltern abwarten würden, bis ihr Kind sich später selbst für eine Beschneidung entscheidet. …

Siehe auch: https://kreidfeuer.wordpress.com/2012/07/01/koelner-beschneidungsurteil/

Ergänzung:

An einen besonders tragischen Fall von Beschneidungsnachwirkungen möchte ich hier erinnern:

Bruce Reimer wurde anlässlich seiner Beschneidung der Penis verbrannt, und das wurde von John Money, einem von der Genderdoktrin besessenen Sexualwissenschaftler, dazu missbraucht, den Eltern eine „Geschlechtsneuzuweisung“ beim Patienten einzureden und durchzuführen. Das grausame Experiment endete mit dem Selbstmord des dazu Missbrauchten.

Ergänzung 23.7.2012: Das Kölner Urteil im Wortlaut.

Ergänzung 1.8.2012 (Leserhinweis):

Öffentliche Sitzung des Ethikrates zum Thema Beschneidung im August  (27.7.):

… Am 23. August 2012 wird sich der Ethikrat im Rahmen einer öffentlichen Plenarsitzung mit dem aktuell diskutierten Thema der Beschneidung von minderjährigen Jungen aus religiösen Gründen beschäftigen. Die Ratsmitglieder Peter Dabrock, Wolfram Höfling, Ilhan Ilkilic, Leo Latasch und Reinhard Merkel werden in Impulsreferaten strafrechtliche, religiös-kulturelle, medizinische und ethische Aspekte der Beschneidung in den Blick nehmen und im Plenum zur Diskussion stellen. …

Siehe auch: https://kreidfeuer.wordpress.com/tag/beschneidung/

Ergänzung 15.8.2012:

Wenn jemand in der Beschneidungsdebatte noch zu keiner klaren Meinung gekommen ist, dann empfehle ich ihm diese Maischberger-Sendung vom 14.8.:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/11410882_der-beschneidungsstreit
Die haarsträubenden „Argumente“ der Beschneidefans werden dem interessierten Zuschauer die Augen öffnen. Die demoskopische Entwicklung wird eine sich weiter öffnende Schere zwischen Polit-Establishment und den Bürgern zeigen.

Siehe auch http://www.pi-news.net/2012/08/tv-tipp-diskussion-zur-religiosen-beschneidung/  (14.8.):

Heute Abend um 22.45 Uhr gibt es in der ARD-Talkshow “Menschen bei Maischberger” das Thema “Der Beschneidungsstreit – wie weit dürfen religiöse Rituale gehen?” NICHT eingeladen wurde ein Vertreter der “Deutschen Kinderhilfe”, die eine Bundestagspetition gegen Beschneidung von Kindern gestartet hat.

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen dürfen folgende Gäste über das Thema talken:

  • Dieter Graumann (Vorsitzender des Zentralrats der Juden)
  • Bilkay Öney (SPD-Integrationsministerin Baden-Württemberg)
  • Dr. Sebastian Isik (Allgemeinmediziner)

gegen

  • Necla Kelek (Soziologin und Islamkritikerin)
  • Dr. Wolfgang Bühmann (Urologe)
  • Christa Müller (kämpft gegen Genitalverstümmelung)

Ergänzung:

Auch in Israel und den USA regt sich Widerstand, besonders gegen spezielle Ritusaspekte:
http://www.kybeline.com/2012/08/12/die-debatte-fur-und-wider-beschneidungen-hat-die-judische-gemeinde-selber-erreicht/

Die Zürcher Ärzte versuchen nun die Eltern zum Zuwarten zu bewegen:
http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/stadt_region/der-primat-des-zuwartens-1.17464750

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10 Antworten zu Beschneidung von Kindern ist zu ächten!

  1. Das Grundgesetz (GG) Deutschlands sichert gemäß Artikel 2, Abs. 2, prinzipiell – mit Einschränkungsmöglichkeit auf gesetzlicher Grundlage – das Recht auf “körperliche Unversehrtheit” zu.
    Leider keine gleichwertige / angemessene Berücksichtigung findet die Unversehrtheit dessen, was am Menschen nicht körperlich ist bzw. auch dessen, was zu ihm gehört, auch wenn es nicht Teil seines Körpers im engeren Sinne, seines – grobstofflichen – „materiellen“ Seins, ist.
    Nicht vom Grundgesetz erfasst werden die geistig-intellektuelle, geistig-psychische, geistig-seelische und geistig-energetische Unversehrtheit sowie die Unversehrtheit des – feinstofflichen – energetischen Kontinuums / Feldes / Netzes usw., in und von dem jeder Mensch lebt.
    Auch das sind Bereiche, in denen Menschen – bzw. in etwas anderer Weise: Kinder – versehrt werden können – und in der kranken Normalität der zivilisierten Gesellschaft auch oft – man kann eigentlich sagen: regelhaft – versehrt werden.
    Dabei ist es oft so, dass das Versehrtwerden in diesen Bereichen von größerem subjektiven Leid begleitet oder später gefolgt wird, als ein körperliches Versehrtwerden.
    Neben dem bewußt erlebten Leid entsteht in der zivilisierten Gesellschaft ein unbewußt-verdrängtes Leid, welches aus unterdrückten / abgespaltenen Gefühlsenergien besteht, sich tendenziell so lange vergrößert, bis der Druck nicht mehr kompensiert werden kann und es zu Dekompensationen kommt – schlimmstenfalls zu einer “Psychose” beim Individuum oder einer “Kollektiven Psychose” in einer menschlichen Gemeinschaft.
    Zur Erinnerung: Die Zeit 1933-1945 wurde auch als “Kollektive Psychose” bezeichnet.
    Die Entstehung solcher gefährlichen Energiepotenziale wird in der zivilisierten Gesellschaft – namentlich auch in Deutschland – stark gefördert dadurch, dass es nur ein Gesetz für den Schutz der körperlichen Unversehrtheit gibt, nicht aber für den analogen Schutz der Unversehrtheit in den fünf o.g. geist-energetischen Bereichen. Es gibt keinen Schutz für die ganzheitliche, wahre, Gesundheit der Individuen oder für die Gemeinschaften von Menschen oder für die Gesellschaft als Ganzes.
    Zwar nennt das GG im Absatz 1 desselben Artikels das Recht auf „freie Entfaltung der Persönlichkeit“, aber das bewirkt keinen Schutz der Menschen vor den schädlichen Einflüssen der gesellschaftlichen „Normalität“, die vom Gesetzgeber maßgeblich (mit-)bestimmt wird. Der Gesetzgeber wiederum verlässt sich auf „wissenschaftliche“ Experten, die ihrerseits wieder von der gesellschaftlichen „Normalität“ geprägt sind. Als Experten gelten dabei vorzugsweise solche Menschen, die eine universitäre Bildung genossen bzw. einen entsprechenden Abschluss – Diplom, Doktortitel o.ä. – vorzuweisen haben. Wobei aber nicht sicher davon ausgegangen werden kann, dass die Systematik der entsprechenden Ausbildung, des Studiums und der dazugehörigen Abschlüsse / Diplome / Titel eine Gewähr für geistige Gesundheit / Unversehrtheit ist!
    Es gibt sogar vielfältige Hinweise darauf, dass die große Mehrheit der zivilisierten Gesellschaft nicht geistig gesund, nicht unversehrt, ist. Aber die – erheblich! – versehrte Mehrheit ignoriert Hinweise dieser Art – krankheitsbedingt! – und setzt sich mit der Macht der Mehrheit, die sich diese Versehrten illegitim angeeignet haben, immer wieder gegen die Hinweise auf das Versehrtsein und das zunehmende Versehrtwerden der Mehrheit durch.
    Das mehrheitsnormale Versehrtwerden im geistigen / psychischen / seelischen / lebensenergetischen und sozialen Bereich findet so gut wie überall in der zivilisierten Gesellschaft statt, ein gewisser Schwerpunkt liegt dabei in Deutschland. Das beginnt beim Individuum schon vor der Zeugung, weil schon die Ei- und Samenzellen in den beteiligten Personen sich in einem versehrten – lebensenergetisch geschwächten – Umfeld befinden, welches in der zivilisierten Gesellschaft kollektiv seit vielen Generationen tendenziell immer niedriger wird.
    Warum? Weil die – weitestgehend unbewußte – Kollektive Zivilisations-Neurose sich tendenziell von Generation zu Generation vertieft, verschlimmert, und dabei die beteiligten Personen immer früher seelisch belastet / traumatisiert werden, immer weniger Lebens-Energie, geistige Liebe und Lebensmut zur Verfügung haben und tendenziell immer mehr, immer früher, überfordert sind und Schwächen / Symptome zeigen.
    Michael Balint hat das schon vor vielen Jahren in seinen Darlegungen über die „Grundstörung“ gut nachvollziehbar beschrieben; Wilhelm Reich hat in seinem Buch „Christusmord“ eindringlich dargelegt, was schon den kleinen Kindern angetan wird. Arno Gruen äußert in seinem Buch „Der frühe Abschied“ gar den Verdacht, dass der „plötzliche Kindstod“ eine Reaktion auf Mangel an Liebe / Lebens-Energie sein könnte. In diese Reihe gehören nach meiner Einschätzung auch die AD(H)S-Störungen und andere, die in den letzten Jahrzehnten so dramatisch zugenommen haben.
    Der leider sehr früh verstorbene Prof. Peter Riedesser, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni-Klinik Hamburg-Eppendorf, hat bei verschiedenen Gelegenheiten öffentlich darauf hingewiesen, wie deutlich die psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen zugenommen haben. Und schon um 1970 hat Christa Meves in ihrem Buch „Manipulierte Maßlosigkeit“ auf die „Neurotische Verwahrlosung“ von jungen Menschen aufmerksam gemacht, worunter eine SEELISCHE Verwahrlosung zu verstehen ist.
    Ich bearbeite diese Dinge nicht als berufsmäßiger Forscher / Wissenschaftler. Mit ein wenig mehr Aufmerksamkeit und Systematik ließe sich sehr wahrscheinlich diese kleine Aufzählung von Literaturbeispielen noch erheblich erweitern und das von mir hier nur minimal angerissene Bild verdichten und verdeutlichen.
    Hier stellt sich die wichtige Frage, warum auf der Ebene der „Verantwortlichen“ – bis hinauf in die Regierungen – diese deutlichen – alarmierenden! – Zeichen nicht zu entsprechenden klärenden Untersuchungen und Änderungen der Rahmenbedingungen führ(t)en?!
    Wie (seelen-)blind sind unsere „Verantwortlichen“? Rührt das Schicksal von Tausenden und Zehntausenden leidenden Kindern unsere staatlichen „Führungskräfte“ nicht? Oder das Schicksal von Hunderttausenden und Millionen erwachsener Menschen, die aus Gründen frühen geistigen Versehrtwerdens aus gesamtgesellschaftlichen Gründen sich mit psychischen und psychosomatischen Störungen quälen müssen und allermeist keine wahre / grundlegende Heilung bekommen, sondern nur Medikamente zum Unterdrücken / Verdrängen der Symptome?
    Und außerdem muss man aus ganzheitlicher Sicht auch noch die meisten der anderen, angeblich oder vermeintlich „rein somatischen“ Erkrankungen dazurechnen, die in Wahrheit auch nicht unerheblich psychisch / seelisch / lebens-energetisch mitverursacht sind. Zum Beispiel: Krebs. Egal, ob es sich dabei letztlich um entartete Körperzellen oder um Trichomonaden oder sonst welche Parasiten handeln sollte: Die Krebskolonien haben nur eine Chance, zu entstehen / zu wachsen, wenn der betreffende Mensch nicht ausreichend mit Lebens-Energie versorgt ist und auch das Immun-Abwehrsystem entsprechend geschwächt ist.
    Mir sind diese Zusammenhänge in den letzten 20 Jahren nach und nach klarer geworden und dabei auch, dass das gesellschaftlich dominierende wissenschaftliche Weltbild zu kurz greift und diese Zusammenhänge nicht erfassen kann. Aus der Sicht des darüber hinaus gehenden ganzheitlichen Weltbildes kann ich sagen:
    Die wesentliche Rolle bei den allermeisten gesundheitlichen Störungen spielt der kollektive Mangel an Lebens-Energie / geistiger Liebe bzw. der Mangel an Information darüber, dass der Mensch in der Hauptsache ein Geist-Energie-Wesen ist und, dass er für sein Lebendig- und Gesundbleiben die Versorgung mit dieser FEINstofflichen Energie braucht und, dass jeder Mensch in Wahrheit ein unerschöpflicher Quell dieser Energie ist, aus dem er schöpfen und sich versorgen kann, wenn er zutreffend aufgeklärt wird darüber, wie er sich diesen Quell für seine Versorgung erschließen kann.
    Weiterführende Informationen findet man in meinen sonstigen Veröffentlichungen, insbesondere zum Thema „Kollektive Zivilisations-Neurose“ / „Krankheit der Gesellschaft“.

  2. Cees van der Duin schreibt:

    ::

    BERLIN (dpa). Das Streitthema Beschneidung beschäftigt nun auch den Deutschen Ethikrat.

    Am 23. August 2012 wird sich das unabhängige Expertengremium in öffentlicher Sitzung mit der Beschneidung von minderjährigen Jungen aus religiösen Gründen befassen.

    Ärzte Zeitung online, 27.07.2012

    http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/beschneidung/article/818933/beschneidung-ethikrat.html?sh=2&h=-1637891865

    ::
    ::

    Öffentliche Sitzung des Ethikrates zum Thema Beschneidung im August
    PRESSEMITTEILUNG 08/2012
    Berlin, den 27. Juli 2012

    Am 23. August 2012 wird sich der Ethikrat im Rahmen einer öffentlichen Plenarsitzung mit dem aktuell diskutierten Thema der Beschneidung von minderjährigen Jungen aus religiösen Gründen beschäftigen. Die Ratsmitglieder Peter Dabrock, Wolfram Höfling, Ilhan Ilkilic, Leo Latasch und Reinhard Merkel werden in Impulsreferaten strafrechtliche, religiös-kulturelle, medizinische und ethische Aspekte der Beschneidung in den Blick nehmen und im Plenum zur Diskussion stellen.

    http://www.ethikrat.org/presse/pressemitteilungen/2012/pressemitteilung-08-2012

    ::

  3. Cees van der Duin schreibt:

    Thomas Heilmann (CDU) will für Berlin (wie zufällig ganz im Sinne der islamischen Scharia) die körperliche Unverletzlichkeit der männlichen Berliner Kinder „übergangsweise“ opfern und rituelle Genital-Beschneidungen straffrei stellen:

    Quelle: WELT 9. Aug. 2012, 22:48
    Justizsenator will Beschneidung einheitlich regeln

    Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) will in Berlin schnell Rechtsklarheit beim Umgang mit religiösen Beschneidungen schaffen. „Bis eine bundesweite Regelung getroffen ist, wollen wir eine Berliner Linie festlegen“, sagte Heilmann-Sprecherin Lisa Jani. Damit bestätigte sie Informationen des „Tagesspiegels“.

    Derzeit liefen Gespräche mit der Staatsanwaltschaft, jüdischen und islamischen Gemeinden sowie Verbänden und Ärzten. Es solle eine Übergangsregelung erarbeitet werden, betonte die Sprecherin. Die Überlegungen seien noch ganz am Anfang.

    Nach Angaben der Justizverwaltung liegen keine Strafanzeigen gegen Ärzte oder Beschneider vor. Betroffene Familien und Ärzte wollten aber wissen, was erlaubt sei und was nicht. …

    Das Landgericht Köln hatte Ende Juni eine religiös motivierte Beschneidung für rechtswidrig erklärt. Das erste Urteil dieser Art ist eine Einzelfallentscheidung und nicht bindend für andere Gerichte. Dennoch herrscht Verunsicherung. Viele Ärzte bieten diese Eingriffe seither nicht mehr an.

    Der Bundestag macht sich nun für ein Neuregelung stark, um medizinisch fachgerechte Beschneidungen aus religiösen Gründen zu erlauben. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur vom Wochenende sind den deutschen Strafverfolgungsbehörden bislang keine weiteren Strafanzeigen wegen der Beschneidung von Kindern bekannt.

    Die meisten Staatsanwaltschaften haben sich noch nicht festgelegt, wie sie in solchen Fällen vorgehen wollen. Eine Ausnahme ist Baden-Württemberg. Dort soll die rituelle Beschneidung von Jungen weiter grundsätzlich straffrei bleiben, wenn sie medizinisch korrekt ausgeführt wird.

    http://www.welt.de/regionales/berlin/article108558332/Justizsenator-will-Beschneidung-einheitlich-regeln.html

    Quelle: dapd
    in: WELT 09.08.12

    „Wir hoffen, in den nächsten Wochen eine Regelung für Berliner Strafverfolgungsbehörden zu finden“

    Berlin (dapd-bln). Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) strebt für die Hauptstadt übergangsweise eine einheitliche Regelung im Umgang mit religiösen Beschneidungen an. „Wir hoffen, in den nächsten Wochen eine Regelung für die Berliner Strafverfolgungsbehörden zu finden“, sagte Heilmann dem „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe). Diese Lösung solle nur für den Zeitraum gelten, bis eine bundeseinheitliche Regelung gefunden sei, bestätigte eine Sprecherin der Justizverwaltung.

    Heilmann unterstrich gegenüber der Zeitung, dass die juristische Einordnung ein schwieriges Thema sei. Die Verwaltung sei derzeit in Gesprächen mit Verbänden und Interessengruppen. Mit einer Handlungsanweisung für Strafverfolger könnte sichergestellt werden, in welchen Fällen zu ermitteln oder aber ein mögliches Verfahren einzustellen ist.

    Das Kölner Landgericht hatte Ende Juni die Beschneidung von Jungen als strafbare Körperverletzung gewertet, selbst wenn die Eltern einwilligen.

    http://www.welt.de/newsticker/news3/article108558723/Justizsenator-will-Beschneidung-uebergangsweise-einheitlich-regeln.html

    • Ich habe den Verdacht, das BESCHNEIDUNG ursprünglich eine Art „Markierung“ war, möglicherweise um Besitz- / Eigentumsrecht – z.B. bei Sklaven / Sklavinnen – anzuzeigen; ähnlich wie man bei (Haus-)Tieren Markierungen vornimmt z.B. in Form von Brandzeichen.
      Weiterhin halte ich es für möglich, dass die Tradition der Beschneidung auch NACH der körperlichen Versklavung beibehalten wurde, um z.B. auf die geistig-seelische / spirituelle Versklavung hinzuweisen bzw. auch EINGEFÜHRT wurde als nur symbolische äußere Markierung bei Menschen, die „nur“ Opfer geistig-seelischer / spiritueller Versklavung geworden waren / sind.

      Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass sich in der Literatur Begriffe wie „geistige Kastration“ / „spirituelle Kastration“ finden und dass die BESCHNEIDUNG ausgerechnet an den äußeren SEXUAL-Organen stattfindet (!).

      Das könnte man als Argument dafür werten, dass die SYMBOLIK der genitalen Beschneidung auf eine geistig-seelische / spirituelle KASTRATION hinweisen will.

      Schade, dass sich die meisten zivilisierten – überbetont rational denkenden – Menschen sich nicht (mehr) mit SYMBOLIK befassen, sie nicht erkennen und nicht verstehen. Eine Folge der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ – die Krankheit, die Moses an seinem Volk feststellte und im „Tanz um das Goldene Kalb“ beschrieb.

      • Carolus schreibt:

        Es wird auch vermutet, dass sich die Beschneidung aus der rituellen Kindesopferung entwickelt hat; insofern war sie damals ja ein großer Fortschritt…

  4. Gert schreibt:

    Wir werden von Idioten regiert. Ich kann den differenzierten Äußerungen nichts hinzufügen. Bin
    Arzt und weiß um die Probleme. Viel ist schief gelaufen in diesem Staat. Meinungsfreiheit ist hier
    sehr relativ. Wir wollen halt (doofe) Gutmenschen sein.

  5. blu News schreibt:

    Kinderrechtskampagne gegen Zwangsbeschneidung der Giordano-Bruno-Stiftung ist heute gestartet. Jetzt können wir mal zeigen, wie ernst es uns mit der Verteidigung unserer aufgeklärten Werten ist.
    http://www.blu-news.org/2012/08/22/kampagne-gegen-zwangsbeschneidung/

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