Buch: „Der größte Raubzug der Geschichte“

Roland Ropers empfiehlt auf FreieWelt.net das Buch von Matthias Weik und Marc Friedrich: „Der größte Raubzug der Geschichte“, Tectum-Verlag,  Mai 2012 – 380 Seiten — € 19,90  (2.8.):

Ein revolutionäres Grundlagenwerk zur Bekämpfung weiterer Kapitalverbrechen.

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Wirtschaftssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“ (Henry Ford, Gründer von Ford)

Griechenland gilt als die Wiege der antiken Philosophie, die in meiner Gymnasialzeit ein wesentlicher Bestandteil unserer Schulbildung war. Die griechische Götterwelt kannten wir genau, ebenso die Denkweisen von Sokrates, Platon, Aristoteles u. a. wie auch das Neue Testament in der griechischen Sprachfassung. Seit Jahrzehnten befindet sich das Urlaubsparadies Griechenland in einer dauerhaften Krise, die von unseren führenden Politikern entweder nicht erkannt oder bewusst totgeschwiegen wurde.

Gnothi seauton!  – Erkenne Dich selbst! (Apollo-Tempel in Delphi).

Das Problem ist nicht Griechenland, sondern ein historisch einmaliges, international operierendes Kapitalvernichtungssystem, das mit der Zustimmung von unfähigen und ahnungslosen Politikern erfolgreich etabliert wurde. Dabei wurden die Reichen immer reicher und die fleißigen und ehrlichen Bürger zunehmend ärmer. Die kriminellen Hedgefonds-Manager, die Heckenschützen der Investment-Illusionen, haben das exponentielle Wachstum der Leere erfunden und genial vermarket. Leere Behälter können naturgemäß den Zustand der Leere nicht vergrößern. Die Leerverkäufer handelten mit Leergut, dessen Leere von Woche zu Woche exponentiell anwuchs. Vergleichbares hatte man in der Geschichte der Weltwirtschaft noch nicht erlebt. Auf einem virtuellen globalen Marktplatz wurde mit ausgeklügelten Computerprogrammen ein substanzloses und wertloses Geldgeschäft betrieben, das mit klangvollen Phantasienamen die völlig überforderten Kunden in das Dschungelcamp der Profitgier lockte. Im größten Casino der Welt, der Terminbörse EUREX in Eschborn bei Frankfurt, werden rund um die Uhr Finanzderivate in schwindelerregenden Geldsummen bewegt, die ein solide ausgebildeter Banker mit seinen mentalen Kapazitäten nicht mehr kontrollieren kann.

Wer jemals auf die Idee kam, wertlose Anlagepapiere in einer Geld-Mülldeponie zu entsorgen, gehört in die Irrenanstalt. Die Spirale des virtuellen exponentiellen Wachstums hat irreversible Ausmaße angenommen.

Der bekannte Astronom, Astrophysiker und Naturphilosoph Professor Dr. Harald Lesch schreibt im Vorwort zu dem Buch: „Was da in den letzten Jahren passiert ist, das ist Perfektion, und zwar in Reinkultur. Strukturen, die sich aufgebaut haben und nichts anderes machen, als nur Geld vermehren. Inzwischen werden Billionen in einem virtuellen Markt gehandelt, den keiner mehr beherrscht. Da handeln Computern mit Computern, das wird Geld aus dem Nichts erzeugt, obwohl man immer weiß, von nichts kommt nichts – also ganz so kann das nicht funktionieren. Das ist möglicherweise die Realisierung des perfekten Verbrechens…“

Der Miterfinder des Euro, der ehemalige Finanzminister Theo Waigel (CSU), behauptete noch im Januar 2009: „Der EURO ist ein riesiger Erfolg. Wenn wir ihn nicht hätten, stünden wir um vieles schlechter da.“

Die durch Studium, Praxis und internationale Erfahrung ausgewiesenen Autoren führen den Leser in anschaulicher Sprache mit vielen einleuchtenden Beispielen hinter die Kulissen einer geradezu verbrecherischen Geldwirtschaft, die von den Politikern mit abenteuerlichen Rettungsschirmen abgesichert wird, obwohl der System-Kollaps unmittelbar bevorsteht. Die Fülle der Quellenangaben (889 an der Zahl) ist beeindruckend. …

Ich empfehle dazu auch die Lektüre der interessanten Kommentare. Ausschnitte:

A: Auf S. 333 steht im Fazit schwarz auf weiß:
„Täter: Die Finanzindustrie mithilfe der Politik und der Notenbanken!“

B: Noch einmal: Haupttäter ist die Politik, und dies sagt das Buch nicht!
… Die Politik ist der Schmiedemeister und nicht der Schmieresteher! Und die Zentralbanken und die Finanzindustrie sind nur die Gesellen des Schmiedemeisters!
Dies wird durch das Buch vernebelt.

C: Und heute haben wir eine Schmarotzersymbiose wie aus dem Bilderbuch. Staat protegiert Banken, Banken protegieren Staaten, die pleite sind.

Ergänzung 29.8.2012:

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10681-der-groesste-raubzug-der-geschichte  (26.8):

Der Euro basierte von Anfang an auf falschen Versprechungen, Lügen und Legenden. Mittlerweile gibt es kaum noch Gesetze oder Vereinbarungen, die nicht gebrochen wurden. – Was Politiker verschweigen: Bei den beschlossenen Rettungspaketen und Rettungsschirmen handelt es sich um die größtangelegteste Enteignungsaktion aller Zeiten. …

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5 Antworten zu Buch: „Der größte Raubzug der Geschichte“

  1. Was will man von einer „zivilisierten“ Gesellschaft anderes erwarten, der schon oft seit ihrem Beginn vor ca. 10.000 Jahren die kollektive geistige Krankheit attestiert wurde, als immer neue und immer unglaublichere Blüten des Wahnsinns, der Unvernunft, der Unweisheit! Und diese Blüten blühen in ALLEN Bereichen: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Medizin, Religion, Medien – wirklich überall. Denn überall dominiert das unreife, unerwachsene Denken und Handeln.

    Im „Arbeitsblatt Kollektive Zivilisations-Neurose“ habe ich seit 1992 Bücher, Autoren und verwendete Begriffe zusammengetragen zu den Symptomen, Ursachen und des Heilungsweges. Darunter „Der Wahnsinn der Normalität“ von Arno Gruen und „Die Pathologie der Normalität“ aus dem Nachlaß von Erich Fromm, beide um 1990 erschienen, kurz vor dem Buch „Wissen und Gewissen“ von Heinz von Förster, der den galoppierenden geistigen Verfall der zivilisierten Gesellschaft mit dem Begriff „Dysgnosie“ (Seelenblindheit) treffend bezeichnet.

    Heilung ist möglich! Auch unabhängig vom Kollektiv – in jedem Einzelfall. Jederzeit. Durch ERKENNTNIS.

  2. Sina schreibt:

    Absolut empfehlenswertes Buch – habe es selber gelesen und bin froh das es noch Menschen gibt die sich nicht scheuen die Wahrheit auszusprechen. Hier ein sehr interessantes und gutes Interview mit den beiden Autoren – ebenfalls von dem guten Roland Rospers – da hat er wirklich ein Juwel entdeckt:

    http://www.epochtimes.de/der-groesste-raubzug-und-niemand-reagiert-961356.html

  3. Beatrix Alfs schreibt:

    Die Autoren haben es verstanden, zum Teil komplizierte Sachverhalte einem breiten Publikum näher zu bringen. So kann ich das Buch nur empfehlen!

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