Frank Stronach gründet Anti-Euro-Partei

PI: Österreich: Stronach gründet Anti-Euro-Partei:

Es steht nun fest. In Österreich wird im September eine neue Anti-Euro-Partei an die Öffentlichkeit treten. Geredet wurde schon länger darüber. Gründer ist der 80-jährige Frank Stronach. Stronach ist nicht irgendwer. Er wanderte bettelarm nach Kanada aus, war dort Tellerwäscher und brachte es als Unternehmer zum Milliardär. Im hohen Alter kehrte er nach Österreich zurück. Hier ein aktuelles Interview. Er wird Spitzenkandidat sein und rechnet mit zehn Prozent plus bei den Nationalratswahlen. (Nebenbei: Hätte die FDP in Deutschland von Anfang an gegen die Euro-Rettung und Schuldenübernahme votiert, stünde sie bei 20 % plus.)

Siehe auch:

„Geistige Revolution“: „Wahrheit, Transparenz und Fairness“:
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1277522/Frank-Stronach_EuroAusstieg-je-frueher-umso-besser?_vl_backlink=/home/index.do:

… Werden Sie als Spitzenkandidat antreten?

Ja, ich werde auf Platz Nummer eins sein. Ich hoffe, dass wir viele Nationalräte haben werden. Das ist dann wie im Management, es wird einen Vorstand geben, der für die Partei arbeitet. Dann gibt es einen Aufsichtsrat und ein Ehrenkodex-Komitee. Der Vorstand muss laufend überprüft werden. Die Grundphilosophie der Partei ist Wahrheit, Transparenz und Fairness.

… Ich bin jetzt dabei, weil ich sehe, dass das jetzige System nicht mehr funktioniert. Wir haben ein Machterhaltungssystem. ÖVP und SPÖ waren die letzten 50 Jahre an der Macht und haben nur Schulden gemacht. Wie kommt die Regierung zustande? Da setzen sich Wirtschaftskammer, Bünde, Arbeiterkammer, Gewerkschaft und die Raiffeisenbank zusammen und sagen: Pass auf, das ist unser Programm, das wollen wir durchpushen. Dann mischen Erwin Pröll und Michael Häupl ein bisschen mit. Die Bevölkerung ist ausgeschlossen.

… Ich habe zu einer geistigen Revolution aufgerufen. Wenn wir zu lange warten und es schlecht geht, gibt es zerstörende Revolutionen. Es ist fünf vor zwölf.

… Die Steuern müssen angepasst werden, das ganze System muss effizienter werden. Alles muss durchleuchtet werden.

Zum Beispiel?

Die Sozialverwaltung. Wir haben 22 Sozialversicherungsträger, 22 Aufsichtsräte, 22 Präsidenten, 22 Vizepräsidenten. Alle mit Chauffeur! Und jeder hat einen Grafensitz, eine Burg — und die wird verteidigt.

Wissen Sie, wer das wollte? Jörg Haider.

Wenn er das wollte, hat er eine gute Idee gehabt. Wir müssen alles durchleuchten, nichts ist tabu.

… Der Wohlstand war nie gesichert. Seit vielen Jahren sind die Schulden so groß, unsere Enkel- oder Urenkelkinder müssen das alles einmal wegzahlen. Jeder, der einen Haushalt führt, weiß, wenn man mehr ausgibt, als reinkommt, kommt die Familie ins Armenhaus. Nur die Regierung weiß es nicht.

… Negative Folgen eines Euro-Ausstiegs bereiten Ihnen kein Kopfzerbrechen?

Es wären positive Folgen. Je länger wir drinnen bleiben, umso negativer ist es.

Aber jeder weiß, dass es bei einem Ausstieg zumindest kurzfristig heftig bergab ginge.

Das sagen nicht alle, sondern die Experten, die der ORF einlädt.

Der ORF hat Sie auch eingeladen. Ihr Auftritt war, bei allem Respekt, ein wenig ungewöhnlich.

Ich wurde dorthin eingeladen, um über den Wahnsinn Euro-Schutzschirm zu sprechen. Das wollte die Moderatorin nicht zulassen; so lasse ich mich nicht behandeln, ich zahle auch ORF-Gebühren.

Nicht jeder ORF-Gebührenzahler bekommt seinen Auftritt.

Aber ich habe 12.000 direkte Arbeitsplätze in Österreich geschaffen, und mein Unternehmen hat hier Milliarden investiert. Ich habe über hundert Millionen für wohltätige und soziale Zwecke gegeben, auch für Kunst und Kultur. Es wäre angebracht, dass der ORF mir mehr Respekt erweist.

Würden Sie die Neutralität aufgeben?

Sie ist paradox. Wir wollen neutral bleiben, aber wir wollen ein starkes Europa. Würde Europa angegriffen, würde Österreich sagen, wir sind neutral. Würde Österreich angegriffen, würde es sagen: Bitte helft uns. Österreich sollte schon neutral bleiben. Aber ich hätte eine Armee hauptsächlich für Katastropheneinsätze und Nothilfe. …

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Eine Antwort zu Frank Stronach gründet Anti-Euro-Partei

  1. Hoffnung schreibt:

    Es ist zur ganze ein Teil der großen Wahrheit, der viel Komplexer ist. Aber das ist der wichtigster Teil, der auch unseren Leben am meisten beeinflusst und prägt.
    Die ganze Lügerei und Angstmacherei mit „Europa muss zusammen bleiben“ und wenn „Griechenland nicht mehr geholfen wird wird eine Katastrophe für Europa“, ist nur gezielt propagandiert, dass EU, so wie „die Mächtige“ wollen, zusammen bleibt, weil nur so können „Sie“ ganze Europa, durch die Marionetten von EU ( die eigentlich niemanden gewählt hat, sondern „genannt“ wurden ( von wem glaubt ihr?) ) zum ganze kontrollieren, sonst geht nicht…Es muss zusammen bleiben weil nur so kann mann alles „zentralisiert“ kontrollieren und „in Knie“ zwingen.
    Ich weiß es nicht was für Chance man hat, von EU weg zu „entkommen“, aber es löhnt sich mindestens etwas zu versuchen…
    Gott helfe in diese Sinne…

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