„Homo-Ehe“: Politik führt Gesellschaft in den Abgrund

Das Civitas-Institut prangert zu Recht die geplante weitere Gleichstellung von „Homo-Partnern“ mit der Ehe an (23.8.):

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat einen Bericht der Süddeutschen Zeitung bestätigt, wonach weitere Gleichstellungen von Homo-Partnerschaften mit der Ehe geplant sind. Bei etwa 40 Bestimmungen in unterschiedlichen Gesetzen soll zu dem Wort „Ehegatte“ der Zusatz „Lebenspartner“ erfolgen. Eine rationale Begründung für derartige naturrechtwidrige Vorhaben gibt es schon lange nicht mehr. Das System ist schon so krank, dass es dies selbst nicht mehr bemerkt. Der deutsche Ober-Homo Volker Beck von der gesellschaftszerstörenden Partei Die Grünen hält diese Vorhaben für bloße Kosmetik; er fordert viel mehr – und wird sicher über kurz oder lang sein Ziel erreichen.

Die geplanten Gesetzesänderungen sehen eine Gleichstellung von wesentlich verschiedenen Dingen – der Ehe als Fundament von Staat und Gesellschaft auf der einen Seite und der widernatürlichen homosexuellen Partnerschaft andererseits – in den Bereichen der Zivilprozessordnung, im Bürgerlichen Recht und im Strafrecht vor. Hierzu gehören z. B. Gleichstellungen im Miet- und Insolvenzrecht, so dass ein homosexueller Partner den Mietvertrag seines verstorbenen Partners übernehmen kann.

Was ist der Grund dafür, dass Homosexuelle gegenüber anderen Partnerschaften bevorzugt werden. Gewisse deutsche Bischöfe würden auf diese Frage mit dem Geschwafel von „wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen…“ antworten. Doch dann müsste die Tochter, die ihre demente Mutter pflegt, die Erzieherin, die sich um die Kinder im Kindergarten kümmert, oder die Krankenschwester, die auf der Intensivstation Patienten pflegt, auch „gleichgestellt“ werden.

Das einzige Kriterium, das diese verantwortungsvollen Partnerschaften von homosexuellen Partnerschaften unterscheidet, ist, dass letztere sich naturwidrigen sexuellen Handlungen hingeben. Daraus folgt dann offensichtlich nach der neuen „Homo-Logik“ das Recht auf Gleichstellung mit der Ehe. Doch die Geschlechtlichkeit in der Ehe ist naturrechtlich auf die Fortpflanzung und Erziehung der Kinder gerichtet und dieses Ziel bestimmt das Wesen der Ehe.

Die völlige Missachtung der Zielgerichtetheit aller Dinge und Ereignisse nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrhunderten und das darauf folgende mechanistische Welt- und Menschenbild hat zu derartigen Verrücktheiten wie einer „Homo-Ehe“ geführt. Würde man auch nur einen sehr oberflächlichen Blick auf die Ziel- oder Zweckursachen der Dinge werfen – wie darauf, dass das Herz den Zweck hat, Blut in den Organismus zu pumpen, und die Geschlechtsorgane den Zweck haben, Nachkommen zu zeugen – wäre mit dem Homo-Spuk sofort Schluss. Doch die Welt ist von allen Zielen und Zwecken entleert worden und die meisten Menschen laufen sinnlos umher und bestaunen die jeweils aktuelle Mode in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

Die Politiker sind Blinde, die Blinde führen, und so wird die Gesellschaft immer mehr und konsequent in den Abgrund geführt. Statt Ehe und Familie angesichts der demographischen Situation mit allen Mitteln zu fördern, unterstützt man homosexuelle Beziehungen und beschimpft und diskriminiert diejenigen, die dies anprangern. Homo-Logik eben!

Ergänzung:

Die römische Glaubenskongregation publizierte 2003 „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“, besonders als Leitfaden für katholische Politiker, und kommt darin zum Schluss:

Nach der Lehre der Kirche kann die Achtung gegenüber homosexuellen Personen in keiner Weise zur Billigung des homosexuellen Verhaltens oder zur rechtlichen Anerkennung der homosexuellen Lebensgemeinschaften führen. Das Gemeinwohl verlangt, dass die Gesetze die eheliche Gemeinschaft als Fundament der Familie, der Grundzelle der Gesellschaft, anerkennen, fördern und schützen. Die rechtliche Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften oder deren Gleichsetzung mit der Ehe würde bedeuten, nicht nur ein abwegiges Verhalten zu billigen und zu einem Modell in der gegenwärtigen Gesellschaft zu machen, sondern auch grundlegende Werte zu verdunkeln, die zum gemeinsamen Erbe der Menschheit gehören. Die Kirche kann nicht anders, als diese Werte zu verteidigen, für das Wohl der Menschen und der ganzen Gesellschaft.

Ergänzung 24.8.2012:

Alexander Kissler verteidigt in Focus-online die CDU-Staatssekretärin Katherina Reiche, die nach ihrer Stellungnahme gegen die Gleichstellung von HS-Partnerschaften mit der Ehe auf Facebook wüst beschimpft worden war:

“Die CDU-Politikerin Reiche ist gegen die Gleichstellung von „Homo-Ehe“ und klassischer Ehe. Der darauf folgende Shitstorm gegen sie zeigt: Deutschland hat es verlernt, gesittet zu streiten.

Ungeheuerliches muss vorgefallen sein: Eine Frau, eine Politikerin, eine Staatsekretärin hat zum Angriffskrieg aufgerufen. Oder zu einem Pogrom. Oder zur Aberkennung der Bürgerrechte für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, verbunden mit allerunflätigster, rassistischer Beschimpfung. Wäre es so  –  die Reaktionen hätten nicht drastischer ausfallen können, als sie nun auf Katherina Reiche niederregnen.

Die brandenburgische Politikerin hatte zuvor von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit recht sachlich Gebrauch gemacht und auf das Programm ihrer eigenen Partei, der CDU, hingewiesen. Deshalb heißt es nun, Reiche sei „intolerant“ und gehöre wie „im Mittelalter“ mit Steinen beworfen oder „unzeitgemäß wie eine Hexe auf dem Scheiterhaufen“ verbrannt.

Zuvor hatte die Staatssekretärin im Bundesumweltministerium in der Bild-Zeitung erklärt, gleichgeschlechtliche Partnerschaften dürften nicht diskriminiert werden; „nur wird keiner diskriminiert, wenn das Lebensmodell, das den Erhalt unserer Gesellschaft garantiert, besonders geschützt und gefördert wird“.  – Gerade die Union müsse „ganz klar sagen, dass sie auf Familie, Kinder, Ehe setzt. Die Gesellschaft wird nicht von kleinen Gruppen zusammengehalten, sondern von der stabilen Mitte.“ (…)

Wir lernen: Dieses Thema ist in der Union umstritten. Die Mehrheit neigt vermutlich eher Reiches Position zu als jener der 13 Abgeordneten von CDU/CSU, die unlängst für eine Gleichstellung der beiden Lebensformen plädierten, unterstützt von Familienministerin Kristina Schröder.

Weil dieses symbolisch hoch aufgeladene Thema derart umstritten ist, muss darüber strittig diskutiert werden dürfen  –  ohne wechselseitige Schmähungen, ohne Vernichtungsenergie, ohne Gewaltphantasien.

… Wo nicht gestritten, sondern verunglimpft wird, schwindet die Zivilgesellschaft und weicht die Liberalität.“

Gefunden auf CF: FOCUS kritisiert unflätige Hetze in Facebook gegen CDU-Staatssekretärin Reiche

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Eine Antwort zu „Homo-Ehe“: Politik führt Gesellschaft in den Abgrund

  1. Unterscheidet sich ihre Ehe von einem Krankenschwester-Patienten-Verhältnis allein durch Sex? Dann sollten Sie sich vielleicht viel mehr Sorgen um die (heterosexuelle) Ehe machen…

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