Beatrix von Storch: Europa ja! EU/Euro nein!

http://www.freiewelt.net/blog-4681/ich-will-auch-europa!-aber-das-hat-doch-mit-dieser-eu-nichts-zu-tun-und-nichts-mit-dem-euro!.html (24.8.):

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, daß die EU, der Euro und die EZB kurz vor dem Scheitern sind, dann ist der nun wohl erbracht. Die Faktenlage wird erdrückend. Der Troikabericht zu Griechenland verspricht ein Debakel zu werden. Die Akzeptanz für immer neue „Hilfsmilliarden“ geht rapide gegen Null.

Was nur tun, sprach da Frau Merkel. Und nun greift man zum letzten Mittel. Nun kommt die reine, pure, ungeschminkte Propaganda:

„Ich-will-Europa“ heißt sie, diese Kampagne. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, mit den bescheidenen Mitteln der  Stiftungen von Allianz, Bertelsmann, BMW, Hertie, Bosch, Schering, Mercator u. a. , mit einem Grußwort der Bundeskanzlerin, mit Sendezeit in den öffentlich rechtlichen TV-Sendern. Mehr geht nicht. Man kann sich vor lauter „Ich-will-Europa“-Botschaften gar nicht mehr retten. Und jedesmal, wenn ich es wieder lese „Ich-will-Europa“, dann denke ich: Wie verzweifelt müssen die eigentlich sein?

EUROPA braucht keine Werbemillionen. EUROPA hat kein Akzeptanzproblem. EUROPA ist in bester Ordnung. EUROPA — das sind etwa 50 Staaten. 27 davon sind in der EU. Und 17 davon leisten sich den Euro. Und diese 17 haben ein Problem. 17 von 50.  Das ist nicht EUROPA! Frau Merkel sagt in ihrer Propagandabotschaft: „Europa ist nicht nur eine Sache des Verstandes, Europa ist und bleibt vor allem auch eine Sache des Herzens.“  Das ist Propaganda. Dabei bleibe ich. Denn sie wollte das hier sagen: „Die EU ist nicht nur eine Sache des Verstandes, die EU ist und bleibt vor allem auch eine Sache des Herzens.“ Und das geht eben gar nicht.

Außerdem scheint sich ihr „Europa“ eben gerade nicht über das Herz zu definieren. Sondern über das Geld, die Währung. Der positiv besetzte Begriff EUROPA muß jetzt von ihr gekapert werden. Es wird irgendwann eine Volksabstimmung geben. Und dieses „Ich-will-Europa“ ist der Propaganda-Auftakt dazu. Man verkauft uns die immer autoritärer und undemokratisch daherkommende EU, die keiner so will, und gibt ihr einen neuen Namen: Europa. Ein X für ein U. Wir wollen alle EUROPA. Aber keiner will diese EU.

Ergänzung 1.9.2012:

http://www.freiewelt.net/blog-4677/durchhalteparolen.html  (23.8.):

Die Kampagne »Ich will Europa« ist unehrlich, wenn sie ein desaströses politisches Projekt, den europäischen Superstaat, mit dem schönen Namen »Europa« tarnt. Angebrachter wäre der Titel »Ich will Brüssel«. Eine Begriffskritik mit einem Vorschlag.

… »Ich will Europa«, lautet die Durchhalteparole des Jahres 2012. Der Name ist schlau gewählt, denn gegen Europa hat niemand etwas. Auch dieser Autor nicht. Aber gegen den mutwilligen Missbrauch des Begriffs Europa habe ich eine Menge.

… Dieses Unbehagen wird nicht mit Orwell’schen Schönsprechereien der politischen Union erstickt werden können. … Die »Debatte« ist keine, solange nur luftige und unverbindliche Statements die Lebenswirklichkeit verhöhnen. … Die Kampagne sollte sich ehrlicherweise »Ich will Brüssel« nennen. Überhaupt wäre es besser, wenn dieses pervertierte »Europa« künftig konsequent »Brüssel« hieße.

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Eine Antwort zu Beatrix von Storch: Europa ja! EU/Euro nein!

  1. ALLES wäre möglich – und zwar GUT, KONSTRUKTIV, KOOPERATIV möglich – wenn wir denn wahrhaft HERZ hätten. Haben wir aber nicht. „Herz“ ist Metapher für die spirituell-geistige LIEBE, die göttliche, bedingungslose Liebe der SEELE. Aber die große Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft lebt nicht primär aus der Seele, aus der höheren Bewußtseins-Ebene, dem Erwachsenen-Bewußtsein, sondern aus dem KIND-Bewußtsein, der niederen Bewußtseins-Ebene, dem „Ego“ / „Niederen Selbst“!
    Das ist der wesentliche Aspekt der Kollektiven Zivilisations-Neurose, wie ich die „Krankheit der Gesellschaft nenne, zu der es ebenso gehört, dass sie VERDRÄNGT wird – aus der typischen ANGST des Ego und der Neurose.
    Wenn die zivilisierte Gesellschaft ihre Probleme lösen will, muss sie an DIESE tiefere Ursache heran. Und Deutschland sollte darin eine führende Rolle spielen, denn in Deutschland treibt diese Krankheit mit am meisten ihr weitgehend unerkanntes Unwesen.

    Man darf glaube ich sagen, dass es sich bei der Kollektiven Zivilisations-Neurose um die schlimmste, folgenschwerste, Krankheit der Welt handelt. Denn sie bildet das Ursachenpotenzial, den „Nährboden“, die „Immunschwäche“, auf der die meisten Krankheiten wuchern, die wir kennen; ebenso wie die meisten der zwischenmenschlichen / sozialen Probleme UND die großen kollektiven Auseinandersetzungen wie Kriege, Revolutionen, innere Unruhnen, Aufstände, Bürgerkriege und ähnliches.
    Denn aus kollektiven Neurose entstehen in Abständen immer wieder auch KOLLEKTIVE PSYCHOSEN. Und so eine hatten wir zwischen 1933 und 1945.
    Leider haben es diejenigen, die das wußten, mit ihren Veröffentlichungen und Gutachten an die Politik nicht durchsetzen können! Denn auch die Politiker waren und sind – meist unbewußt – Opfer der Neurose und der typisch neurotischen Abwehr- und Vermeidungshaltung, der – latenten – Angst und Verdrängung.

    Seit über 20 Jahren sammle ich Fakten zur Kollektiven Neurose / Krankheit der Gesellschaft und beobachte und bin bestrebt aufzuklären bzw. Gesprächspartner zu finden in den verschiedensten Institutionen / Gruppierungen der Gesellschaft. Aber das „Tabu“, das über dieser Krankheit liegt, schützt sie „teuflisch“ konsequent!

    Dennoch bleibt – als Alternative zum „großen Crash“, zur nächsten „Kollektiven Psychose“ – die Möglichkeit der grundlegenden, nachhaltigen, Heilung. Wenn es gelingt, Bewußtsein dafür herzustellen und die Notwendigkeit – und großen Vorteile – der Heilung zu vermitteln.

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