Kardinal Schönborn: Warnung vor Kirchenspaltung

Kleine Zeitung: Absage an die Reformer  (3.10.):

… Österreichs Bischöfe haben ihre Haltung zu Reformbewegungen wie etwa der Pfarrer-Initiative bekräftigt. In einem Hirtenwort zum „Jahr des Glaubens“, das Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch vorstellte, spricht sich der Episkopat abermals für den Zölibat und gegen das Frauenpriestertum aus. Zudem wird in dem Schreiben erneut vor einer Kirchenspaltung gewarnt. Dennoch sei man in den diözesanen Gremien mit der Pfarrer-Initiative weiterhin im Gespräch, so Schönborn bei der Pressekonferenz.

… „Wir wollen nicht verschweigen, was vielfach uns gegenüber und auch öffentlich gesagt wird: dass es eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit der Situation der Kirche und besonders mit ‚der Kirchenleitung‘, mit uns Bischöfen und mit Rom, gibt“, heißt es im Hirtenwort zum Thema „Reformstau“. Viele Menschen hätten den Eindruck, es bewege sich nichts. „Andererseits haben wir Bischöfe seit über einem Jahr immer wieder deutlich gesagt, dass ein ‚Aufruf zum Ungehorsam‘ nicht unwidersprochen hingenommen werden kann“, bekräftigten die Bischöfe ihren Standpunkt.

… Auch die Warnung vor einer Kirchenspaltung erneuerten die Bischöfe. „Manche Forderungen wären nur einzulösen um den Bruch der Kirchengemeinschaft und das kann nicht das Ziel sein“, meinte Schönborn. Eine Klarstellung im Hirtenwort findet sich auch zu den Laien. Der Episkopat betont in seinem Schreiben, dass der sonntäglichen Eucharistiefeier „alle Sorge“ gelten müsse. Die Grenze zur Wortgottesfeier dürfe daher nicht verwischt werden.

Das „Jahr des Glaubens“ beginnt am 11. Oktober, dem 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils. An diesem Tag sollen in Österreich „alle Glocken läuten“, auch die Kirchenfenster werden laut Schönborn als Zeichen geöffnet.

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Eine Antwort zu Kardinal Schönborn: Warnung vor Kirchenspaltung

  1. heureka47 schreibt:

    Das Fensteröffnen ist eine symbolische Handlung, die das Öffnen des Bewußtseins / der Bewußtseine meint.
    In der zivilisierten Gesellschaft sind aber die gemeinten Bewußtseine krankhaft verschlossen: „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ / „Gesellschaftsneurose“ / „Krankheit der Gesellschaft“ / „Dysgnosie“ / „emotionale Pest“ / „Biopathie“ / „Wahnsinn der Normalität“ / „Normopathie“ usw. usw.
    Oder – wie es im Johannes-Evangelium heißt – „…hat ihre Augen verschlossen und ihre Herzen verstockt, auf dass sie nicht sehen und ich sie heile“.
    Das sind die (spirituell) „Taubstummen“. Wie die – grundlegende – Heilung dieser Kranken abläuft, schildert die Geschichte von der „Heilung des Taubstummen“.
    Auch darin geht es um Symbolik – die aber von den verschlossenen (höheren) Bewutseinen nicht erkannt und nicht verstanden wird.

    „Kirchenspaltung“:
    In einer – kranken – Gesellschaft, die auf SPALTUNG (im Bewußtsein) beruht, auf Ab-Spaltung vom wahren (Bewußt-)SEIN, mutet es geradezu „schizophren“ an, vor „Spaltung“ zu warnen!
    In einer Gesellschaft, die das Bewußtsein vom EINS-Sein aus dem Bewußtsein, dem eingeengten Gesichtsfeld, verloren hat, kann es logischerweise kein solches (Bewußt-)Sein mehr geben.
    Nicht ohne vorherige grundlegende Heilung.

    Es gilt, die vorgegebenen / vorgefundenen Regeln, Normen, Traditionen, Konventionen zu transzendieren und die allerhöchste Regel, das – gute – Lebensgesetz dieses Universums zu erkennen und zu LEBEN, zu ÜBEN, zu SEIN.

    Der wahrhaft erwachsene Mensch, der GANZ gewordene, HEILE Mensch braucht auch die 10 Gebote nicht mehr – denn die waren speziell gemacht für das GOTTFERNE Volk, dessen Angehörige den Sinn für das höchste Gebot verloren hatten.
    Der geheilte Mensch braucht sich nicht an die 10 Gebote zu erinnern, denn es ist ihm höchstes Anliegen, so zu denken und zu handeln, dass er „automatisch“ nicht gegen sie verstossen wird. Und dieses höchste Gebot heißt: LIEBE.
    „Liebe Gott, deinen Herrn…“
    „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst…“
    „Liebe deine Feinde…“

    Und WIE kann dies – gut, „optimal“ – gelingen?
    Indem der Mensch sich im Geiste in diese Kraft verwandelt. Indem er in ihr seine – neue, wahre – Identität findet; sich mit der Kraft und ihren Qualitäten / Eigenschaften IDENTIFIZIERT.

    Der Name des Gründers der christlichen Religion – ebenso wie der Name Gottes im AT – ist gleichzeitig die „Identifikations-Formel“: ICH BIN.

    An DIESEM Wesen kann die Welt genesen.

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