Frankfurter Appell zum Kindeswohl

http://charismatismus.wordpress.com/2012/11/07/der-frankfurter-appell-zum-kindeswohl-bleibt-aktuell-was-brauchen-kleinkinder-wirklich/:

Hochrangige Experten stellen klar: Kita-Betreuung ist schädlich

Im Mai 2007 tagte ein internationaler Kongreß von Pägagogen, Bindungsforschern und Entwicklungspsychologen zum Thema frühkindliche Erziehung und Kindeswohl, mütterliche Betreuung oder Kita etc.

Veranstalter dieser mit hochkarätigen Fachleuten bestückten Konferenz war das Familiennetzwerk Deutschland – gemeinsam mit Prof. Johannes Pechstein, dem ehem. Direktor des Kinderneurologischen Zentrums Rheinland-Pfalz.

Über die Auswirkungen und Risiken der frühzeitigen Trennung von Mutter und Kind durch Krippenbetreuung referierten damals in Frankfurt international bekannte Experten, darunter Sir Richard Bowlby, Prof. Gordon Neufeld, Prof. Sulova, Dr. Steve Biddulph, Prof. Ronald Grossarth, Prof. Theodor Hellbrügge und Prof. Johannes Pechstein.

Tagungsort war die Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Universität.

Zum Abschluß der zweitägigen Konferenz wurde der “Frankfurter Appell zum Kindeswohl” unter großem Beifall der rund 450 Teilnehmer verabschiedet. Hier folgt der Wortlaut des nach wie vor hochaktuellen Aufrufs:

“Der internationale Kongress vom 4./5. Mai 2007 in Frankfurt hat erneut die fundamentale Bedeutung der intensiven Kind-Mutter-Beziehung, vor allem in den ersten drei Lebensjahren, bekräftigt. Die Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit dieser Bindung prägt nachweislich in hohem Maße die emotionale, geistige und soziale Entwicklung für das ganze Leben.

Mutterentbehrung in den ersten drei Lebensjahren gefährdet die störungsfreie Entwicklung des Kindes. Daher dürfen Eltern nicht gedrängt werden, ihr unter-drei-jähriges Kind aus finanziellen Gründen fremd betreuen zu lassen. Wenn dennoch außerfamiliäre Betreuung notwendig wird, ist einer vertrauten Tagesmutter der Vorzug zu geben.

Denn neueste wissenschaftliche Erkenntnisse belegen: Krippenerziehung bleibt Risikoerziehung.

Wenn Krippenbetreuung unvermeidlich ist, sollten unbedingt ein Betreuungsschlüssel von drei Babys/Kleinstkindern pro Erzieherin und eine mehrmonatige Eingewöhnungszeit mit der Mutter gewährleistet sein.

Wir appellieren an die Gesellschaft und die Politik, Mütter und Väter in dem entscheidenden primären Bindungsprozess mit ihrem Kind zu unterstützen. Der Staat ist aufgefordert, Eltern und Kindern genügend Zeit und Geld zu belassen, bzw. zur Verfügung zu stellen, um jedem Kind die ersten drei Lebensjahre in seiner Familie zu ermöglichen.”

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3 Antworten zu Frankfurter Appell zum Kindeswohl

  1. Wolfgang Heuer schreibt:

    Selbst wenn eine gute Mutterbetreuung in den ersten drei Lebensjahren stattfindet, wird das Kind durch die (kollektiv-)neurotischen Störungen im Umfeld belastet und vorgeschädigt, ebenso danach durch die entsprechenden ungünstigen Verhältnisse in der Kita oder anderswo, danach folgt die Schule mit ihren intensiv bewußtseinsdeformierenden Einflüssen und Entbehrungen/Traumatisierungen durch intensive Verweigerung der natürlichen Bedürfnisse und der selbstbestimmten Aktivität(en).
    Wer die diesbezügliche vielfältige Kritik – auch der letzten Jahrzehnte – nicht zur Kenntnis genommen hat bzw. sie nicht VERSTANDEN, weil nicht GEFÜHLT, hat, steht im dringenden Verdacht, eben genauso deformiert zu sein vom „System“, wie oben angedeutet.
    Wir werden von diesem System zu schwer Kranken sozialisiert und „gebildet“. Diese Krankheit fällt allermeist nicht auf, weil sie NORMAL ist – mehrheitsnormal. Die große Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft ist – wie Manfred Lütz formuliert: „Blödsinnig normal“.
    Und unter diesem kollektiven normalen Irresein steuern wir das „Boot“, in dem wir alle gemeinsam „gemütlich“ sitzen, präzise auf den Abgrund zu…

    • Carolus schreibt:

      Mit der Beachtung der grundlegenden Bedürfnisse der Kinder in der prägenden Zeit ist zumindest schon einiges gewonnen.

      • Wolfgang Heuer schreibt:

        „Mit der Beachtung der grundlegenden Bedürfnisse der Kinder…“:

        Aber wegen der im exponentiellen Maßstab wachsenden Kollektiven Neurose kann das Umfeld das immer weniger leisten – und es droht im gleichen Maßstab zunehmend die „Kollektive Psychose“ (siehe 1933-1945).

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