Bärbel Fischer: Betrug am Kleinstkind

Bärbel Fischer: http://www.freiewelt.net/blog-4831/sehr-geehrter-herr-arbeitgeberpr%E4sident-prof.-dr.-dieter-hundt%2C.html  (20.11.):

Sehr geehrter Herr Arbeitgeberpräsident Prof. Dr. Dieter Hundt,

Ihr Ansinnen, die Elternzeit von 36 auf 12 Monate zu kürzen, zeugt von einem beängstigenden Desinteresse für die Biologie der Spezies MENSCH. Wie alle Säuger ist das Menschenkind auf die intime Fürsorge seiner Mutter angewiesen, solange es sich nicht selbst ernähren kann.

In zahllosen Untersuchungen der Humanforschung nachgewiesen, fehlt einem Primaten die elementare Basis  für ein gelingendes Leben, wenn er um die primären personalen und emotionalen Voraussetzungen für sein Aufwachsen betrogen wurde. Mit anderen Worten: eine stabile und belastbare junge  Arbeitnehmerschaft werden Sie nur bekommen, wenn deren biologischer Reifeplan in den ersten Kinderjahren befriedigend absolviert wurde.

Aber Ihre Pläne schädigen nicht nur die Jugend als die künftige Arbeitnehmerschaft, sondern auch die derzeitigen Arbeitnehmer_innen. Was glauben Sie, geht in einer Mutter vor, die ihr Baby, kaum lächelt es sie an, für viele Stunden außerhäuslicher Tätigkeit  täglich vermisst – rein biologisch? Eine Mutter wird, und auch das ist wissenschaftlich erwiesen, depressiv oder anfällig vor Schmerz um ihr verlassenes Kind. Sie wird immer wieder ausfallen, wenn nicht gar schwer erkranken, wie wir das in den skandinavischen Ländern immer häufiger sehen.

Und drittens, Herr Dr. Hundt, wird Ihr Hamsterradplan zu weiterer Reduzierung der Geburten in Deutschland führen. Denn welches Paar wird Lust auf ein Kind haben, wenn es dies nur für wenige Monate in eigenen Armen halten darf? Deutschland schafft sich ab!  …

Ergänzung 27.11.2012:

Dieter Stein (JF): Dieter Hundt, treten Sie zurück!  (21.11.):

… Wir blicken hier in einen Abgrund von Verantwortungslosigkeit. Daß diese unverschämte Forderung bisher keinen Aufschrei ausgelöst hat und es sich noch keine namhafte Zahl von Betrieben öffentlich verbeten hat, von der BDA vertreten zu werden, zeigt, wie weit die Verwahrlosung reicht. Die Zerstörung der Familie, der seit vier Jahrzehnten anhaltende dramatische Geburtenrückgang, bedeuten schließlich auch heute schon die Erosion der Fundamente unserer Volkswirtschaft.

Das müßte die BDA beschäftigen! Nachdem sie schon aus egoistischen Motiven die millionenfache Masseneinwanderung aus Billiglohnländern befürwortete; so glauben skrupellose Manager, das Kinderkriegen lasse sich notfalls auch nach Sri Lanka oder Afrika outsourcen. Deutschland verspielt mit dem Untergang der Familie seine Zukunft. Herr Hundt, treten Sie zurück!

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4 Antworten zu Bärbel Fischer: Betrug am Kleinstkind

  1. kleedorfer schreibt:

    The bible speaks

    with the authority of the God

    who created us

    and whose design for the family

    is perfect.

    (John MacArthur)

  2. Gassenreh, Jakob schreibt:

    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall Dulger) wie wild trommeln.
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu befüchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0- 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu erwarten, dass die wichtigste Resource, welche unser Volk besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt geerntet wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5-6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

  3. Pingback: DFV: Keine Verkürzung der Elternzeit! | Kreidfeuer

  4. Wolfgang Heuer schreibt:

    Die Ursachen der Probleme liegen tiefer!
    Aus der Sicht der großen Mehrheit der Menschen der zivilisierten Gesellschaft liegen die Ursachen im „Unbewußten“ / „Unterbewußtsein“ – dort also, wo sie sie nicht erkennen können.
    Nur sehr wenige Menschen vollziehen heute noch das, was früher JEDER tat: Wahrhaft erwachsen werden durch Hinwendung zum Unbewußten und Erweiterung seines Bewußtseins in dieses „Reich“, welches auch das „Reich Gottes“ genannt wird.
    DORT – als das „Höhere / wahre Selbst“ – wird der Mensch nicht nur wahrer Herrscher über sein Leben, sondern er verfügt auch über die göttlichen „Qualitäten“ der reinen, bedingungslosen, Liebe und über die universelle, göttliche, Weisheit und ERKENNT den „Sinn“ des Lebens, der rational nicht angemessen beshrieben werden kann, sondern nur im höheren Bewußtsein ERFAHRBAR wird – im wahren SEIN.
    In dieser Stufe des Seins weiß jeder Mensch dann auch, was zu tun oder zu lassen ist im Einklang mit dem höchsten Gesetz.
    Die Abtrennung von all diesem nennt die christliche Religion „Sünde“, die Geistes- / Gesellschaftswissenschaften nennen das Problem meist „Kollektive Neurose“ – es sind aber auch viele andere Namen gegeben worden.
    Ich nenne diese zivilisationsgesellschaftliche komplexe Störung die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ und befasse mich seit 20 Jahren mit Aufklärung drüber und vor allem über die jedem Menschen zur Verfügung stehende Möglichkeit der grundlegenden, nachhaltigen – wahren – HEILUNG. Die ist möglich OHNE Medikamente, OHNE schulmedizinische Eingriffe – „einfach“ durch Selbst-Erkenntnis und Selbst-Entwicklung.

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