Gustl Mollath — in den Klauen der Politmafia

Der Fall Gustl Mollath zeigt, wie ein Netzwerk mafioser Politiker, Justizleute und Ärzte einen bankenkritischen Schwarzgeldaffärenaufdecker in der Geschlossenen versauern lässt:

http://carta.info/51989/gustl-for-help-darf-man-den-fall-mollath-allein-der-justiz-uberlassen/  (11.12.):

Die Abschiebung des Bankenkritikers Gustl Mollath in die Psychiatrie soll neu aufgerollt werden. Das ist ein Verdienst der Unterstützer und einiger hartnäckiger Journalisten. Doch der Fall ist damit nicht erledigt. …

Ergänzung 4.8.2013:

Der bisher einzige Artikel der Grazer Kleinen Zeitung in dieser Causa:
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3179178/fall-gustl-mollath-neu-aufgerollt.story  (30.11.12):

… In dem Verfahren zu seiner Einweisung wird ihm eine paranoide Gedankenwelt vorgeworfen, weil er — übrigens schon 2004 — behauptet, dass seine Frau, die bei der Münchner HypoVereinsbank arbeitet, sowie weitere Mitarbeiter und Kunden Schwarzgelder in Millionenhöhe in die Schweiz verschoben hätten. Laut „Nürnberger Nachrichten“ ging die Justiz Mollaths Anzeige nicht nach. Erst heuer wurde bekannt, dass man schon damals bei internen Prüfungen der HypoVereinsbank eindeutig zum Schluss gekommen ist, dass ein großer Teil von Mollaths Anschuldigungen kein Wahn ist, sondern tatsächlich der Wahrheit entspricht. Der damals gegen Mollath verhandelnde Richter habe aber bei den Finanzbehörden angerufen und mit dem Hinweis auf Mollaths Geisteszustand interveniert, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Die Finanzbehörden legten die Anzeige zu den Akten.

Nun stellt sich die Frage, ob der Richter damals befangen war. Bayerns Justizministerin Beate Merk von der CSU steht wegen des Falls seit Längerem unter Druck. Die Ministerin erklärte in der Vergangenheit in Interviews mit dem deutschen Fernsehen mehrfach, dass Mollath gefährlich sei und dies auch wiederholt von Gutachtern bestätigt worden sei. Ob die Schwarzgeldvorwürfe zutreffend seien oder nicht, sei für die psychiatrische Unterbringung irrelevant, erklärte sie immer wieder.

Die Opposition im Landtag wirft Merk vor, Informationen vorenthalten zu haben, und fordert ihren Rücktritt. Sie habe null politischen Instinkt beim Umgang mit einem wahrscheinlichen Justizopfer, wird ihr vorgeworfen. Und plötzlich bewegt sich auch Bayerns Justizministerin. Merk hat inzwischen auf der Homepage ihres Ministeriums Material zum „Fall Gustl“ veröffentlicht. Außerdem hat Bayerns Justizministerin nun veranlasst, dass beim zuständigen Gericht ein Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt wird.

Weiter bei: https://kreidfeuer.wordpress.com/2013/07/24/fall-gustl-mollath-wiederaufnahmeantrag-abgelehnt/

Dieser Beitrag wurde unter PC abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Gustl Mollath — in den Klauen der Politmafia

  1. Pingback: Der Fall Gustl Mollath – Supergau des Rechtsstaates | Kreidfeuer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.