Entsetzlich: Bischof Overbeck fordert Rund-um-die-Uhr-Kinderkrippen

http://www.katholisches.info/2012/12/18/bischof-franz-josef-overbeck-rugt-papst-benedikts-auffassung-von-familie/:

… In einem Interview mit der KNA kritisierte Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck gestern jene, die die traditionelle Familie verteidigen: „Die frühere Rollenverteilung, wonach der Mann berufstätig ist und die Frau sich vornehmlich um die Kindererziehung kümmert, gibt es so nicht mehr. Daran festhalten zu wollen, wäre in der Tat Sozialromantik. Die Bildungsmöglichkeiten der Frauen und ihre Einbeziehung in den Arbeitsprozess haben das Familienbild grundlegend verändert“. In dem Interview übernahm der Bischof  familien- und kinderfeindliche Positionen der Wirtschaftslobby, nach denen die Frauen rund um die Uhr als Arbeitskraft für die Wirtschaft zur Verfügung zu stehen hätten. Msgr. Overbeck forderte außerhäusliche Rundumbetreuung für Kleinkinder. Er plädierte nicht nur für den Ausbau der Krippenplätze für Unter-drei-Jährige, sondern forderte Krippen, die auch nachts Kinder aufnehmen.

Bischof Overbeck äußerte sich wie ein Wirtschaftslobbyist und übernahm auch das typische Argumentationsschema, um aus Profitinteressen die Familie anzugreifen: „Sicher gibt es in bestimmten Bereichen einen Arbeitskräftemangel, der durch den Krippenausbau gemindert werden soll. Aber auf der anderen Seite gilt es, eine politische Antwort auf die neuen Herausforderungen für Familien zu geben. Viele Frauen wollen eben beides, Mutter sein und einem Beruf nachgehen. Das verstehe ich.“ In einem Satz vermittelt Overbeck, so wie es bisher nur von Wirtschaftslobbyisten und Teilen der Politik gesagt wurde, daß zum einen die Frauen angesichts des „Arbeitskräftemangels“ sich der Wirtschaft aufzuopfern haben, desweiteren, daß Mütter, die ihre Kinder nicht nur gebären, sondern selbst betreuen und erziehen möchten, nicht mehr zu verstehen seien. Letztlich wird der Mensch zum bloßen Konsumenten reduziert, der dafür lebt, arbeiten zu müssen, um sich den Konsum leisten zu können.

Ergänzung 20.12.2012:

Maria Steuer: http://www.katholisches.info/2012/12/19/nachtarbeit-fur-eltern-mit-unter-dreijahrigen-kindern-verbieten-antwort-auf-bischof-overbecks-einsatz-fur-nachtkrippen/:

… Bischof Overbeck sollte sich einsetzen, Nachtarbeit für Eltern mit unter dreijährigen Kindern zu verbieten! Wenn ihm das zu viel „aus dem Fenster lehnen“ ist, dann lieber ein Netzwerk aufbauen mit Freiwilligen, älteren Gemeindemitgliedern mit „Über-Nacht-zu Hause-gut betreut“-Motto.

Und noch besser, er nähme ein paar Nachhilfestunden über das, was Kleinstkinder brauchen: das Gefühl, erwünscht und gewollt zu sein, Freude auszulösen, einzigartig zu sein! Und nicht als Störfaktor wegorganisiert zu werden. Sie sind angewiesen auf anwesende Eltern, auf Nestwärme und Zuwendung, auf Liebe und Zeit, Zeit Urvertrauen aufzubauen. Sie haben ein Recht auf Berücksichtigung ihrer selbst und ihres elementaren Verlangens nach bedingungsloser Liebe. Jeder einzelne von uns Erwachsenen hat die Verantwortung, sich dafür weit aus dem Fenster zu lehnen, und, wichtig für den Bischof: Kinder mit einem guten Fundament an Urvertrauen werden im Alter häufiger gläubig als früh in ihren Grundmauern verunsicherte Menschen.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Ehe und Familie abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Entsetzlich: Bischof Overbeck fordert Rund-um-die-Uhr-Kinderkrippen

  1. Pingback: 24-Stunden-Kita: Frevel an Kindern durch Politik und Wirtschaft | Kreidfeuer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.