Entortung durch Globalisierung

Dieter Stein (JF): Dort, wo wir Kinder waren  (3.1.):

Ein Beitrag unserer Kolumnistin Birgit Kelle brachte den Stein ins Rollen: In einer neuen Serie berichten die JF-Redakteure über ihre ganz persönliche Heimat.

… Birgit Kelle stellte dabei fest: „Der Gedanke an Heimat ist sehr mit kindlichen Erfahrungen verhaftet. Es ist diese unglaubliche Mischung aus Sprache, Landschaft, Aromen, Gerüchen, Essen und Klängen, an die wir uns von Kindheitstagen an gewöhnt haben.“ Anni Mursula bekräftigte: „Es ist das Gefühl der Identität, daß ich irgendwo geerdet und verwurzelt bin.“

Offensichtlich wird der Samen des Heimatgefühls in Kindheitstagen gelegt. Viele sind über die Weihnachtsfeiertage „nach Hause“ gefahren, das heißt dorthin, wo ihre Eltern leben – meist ist es auch dort, wo wir Kinder waren. Kehren wir nach längerer Unterbrechung zurück, dann sind wir betrübt über die Veränderungen: die verschwundenen Geschäfte, die von uns gegangenen Menschen, irgendwelche häßlichen Neubauten.

… Die galoppierenden Veränderungen, die gesteigerte Mobilität, die Globalisierung, die Entortung lassen die Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln wachsen.

… Ein JF-Leser meinte … : „Heimat ist dort, wo man als Kind glaubte, ewig auf Erden leben zu können.“ Unser Zuhause, das scheint im Innersten unsere Kindheit zu sein!

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2 Antworten zu Entortung durch Globalisierung

  1. Wolfgang Heuer schreibt:

    „Es ist das Gefühl der Identität, daß ich irgendwo geerdet und verwurzelt bin.“:

    GEFÜHL ist Körper-Ebene, materielle Ebene, GROBstoffliche Ebene, Bewußtseinsebene „Niederes Selbst“ / „Ego“, typisches Kind(heits)-Bewußtsein.

    Der wahre – wahrhaft erwachsene, ganze, heile – Mensch hat sein „Fundament“ nicht mehr im Kindheits-Bewußtsein, identifiziert sich nicht mehr mit dem Körper, mit der Materie, sondern versteht sich als FEINstoffliches Bewußtsein, als Geist von universeller Qualität, als reine Liebe, Lebens-Energie.

    Die Heimat des wahrhaft erwachsenen Menschen, des spirituell bewußten Menschen, der sich mit seiner Seele identifiziert, ist die „Geistige Welt“, das Universum, Gott, das Himmelreich.

    Der „Baum des Lebens“, ein uraltes Symbol, wird mit den Wurzeln nach oben (!) – in den Himmel ragend – dargestellt und folglich mit den Ästen und Blättern nach UNTEN. Und das macht Sinn: Denn der Mensch hat seine geistig-spirituellen Wurzeln im Himmel – nicht dem physikalischen Himmel selstverständlich, sondern dem spirituellen, feinstofflichen, Himmel.

  2. Bäume ohne Wasser schreibt:

    Vertriebene
    „Wir gehörten da nicht hin“ – aus dem TV-Zweiteiler „Damals in Ostpreußen“, nach der größten Massenflucht der Geschichte.
    Den Krieg vergessen?
    Wo heute noch täglich Bomben gefunden und entschärft werden. Unzählige Blindgänger im Untergrund…in unseren Städten

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