Ja zur Wehrpflicht in Österreich!

Barbara Rosenkranz: http://www.zurueckzurvernunft.at/archives/104-Die-Wehrpflicht-legitimes-Kind-der-Demokratie.html  (29.11.):

Aus der Geschichte wissen wir, dass sich die unterschiedlichen Völker das Recht, den Schutz ihrer Gemeinschaften selbst übernehmen zu dürfen, zumeist erst gegen den Widerstand absolutistischer Herrscher erstreiten mussten. So ist die allgemeine Wehrpflicht aus den Freiheitsbewegungen hervorgegangen und darf, wie es einst der deutsche Bundespräsident Theodor Heuss formulierte, als „legitimes Kind der Demokratie“ bezeichnet werden. Denn der Souverän – nun das Volk – hält sich seit jener Zeit nicht mehr länger Söldnerheere, sondern trägt selbst Verantwortung für die Landesverteidigung.

In einem Wehrpflichtigen-Heer sorgen die Rekruten aus allen gesellschaftlichen Schichten und Bereichen dafür, dass sich kein abgeschotteter Ungeist bildet. Sie stellen sicher, dass die Soldaten – als Staatsbürger in Uniform – fest in der Gesellschaft verankert sind. So wird verhindert, dass sich aus der Armee ein Staat im Staate bildet, der neben der Gesellschaft seinen eigenen Regeln folgt. Frieden ist ein hohes Gut, welches nicht als einfache Selbstverständlichkeit angesehen werden kann. Friede bedarf vielmehr einer steten gemeinsamen Anstrengung und des Willens ihn zu verteidigen; er kann nicht auf Dauer erkauft werden. Die Verantwortung für Friede und Freiheit trägt ein Land im Gesamten. Die allgemeine Wehrpflicht ist das deutliche Zeichen dafür. Sie ist ein wichtiges Merkmal  einer selbstbewussten demokratischen Gesellschaft und darf nicht aus parteipolitischem Kalkül leichtfertig über Bord geworfen werden.

Die Weiße Rose (2012/Nr. 13): Zur Heeresdebatte und ihren Hintergründen

Was mag der Sinn solch einer neu eingeführten Berufsarmee sein? Für die Wahrnehmung jener Aufgaben, für welche an sich das Bundesheer zuständig wäre, wird sie zu klein sein.

Wofür sie völlig ausreichen würde, wäre aber der Einsatz „out of area“, der „Auslandseinsatz“ also. Es sind derzeit die USA, die bei ihren zahlreichen militärischen „Sicherungsoperationen“ zur „Verteidigung von Frieden und Demokratie“ in allen Erdteilen eine gesteigerte personale und budgetäre Entlastung durch die „Partnerstaaten“ erheischen. Dieser in Washington vertretene Ansatz wird uns solcherart kommuniziert, daß „Sicherheit im Verbund mit anderen“ anzustreben sei. In dieses politische Wollen ist etwa die „NATO-Partnerschaft für den Frieden“ einzuordnen, oder auch die „breite Beteiligung“ von rund 50 Staaten, darunter Österreich, an der Besetzung Afghanistans.

Man könnte die Sachlage auch undiplomatischer formulieren und zur Auffassung gelangen, daß die USA beziehungsweise die sie eigentlich beherrschenden Oligarchen zur Führung ihrer diversen Rohstoffkriege vermehrt auf die Mittel ihrer Vasallenstaaten in Europa zurückzugreifen wünschen. Zum Beispiel auf leicht einsetzbare Kontingente für ausgelagerte unangenehme Besatzungsaufgaben. In dieses Bild paßt auch der Besuch des sozialistischen Verteidigungsministers im Oktober 2012 im Pentagon. Antreten zur Befehlsausgabe?

Die hierzulande gepflogene Außenpolitik ist lange schon von den Höhen zur Zeit Figls und Raabs in morastige Abgründe geraten. Unter Kreisky war sie so sowjetorientiert, daß Österreich auf den strategischen Karten des schon erwähnten Pentagons angeblich dem Ostblock zugerechnet wurde. Damals hätte man den völlig legitimen Kampf Amerikas gegen die weltweite kommunistische Expansion unterstützen müssen.

Heutzutage sind es die USA, die weit über die ihnen zustehende Sphäre hinaus eine globale Bevormundungs- und Ausbeutungswirtschaft betreiben. Heute wäre gegen diese Politik zu optieren, statt, wie es in hiesiger republik der Fall ist, bedingungslos den Zumutungen aus Washington zu willfahren.

Zur bundesdeutschen Situation:
JF: Hohe Abbrecherquote bei freiwilligem Dienst  (3.1.):

Die Zahl der Freiwilligen, die ihren Wehrdienst in der Bundeswehr vorzeitig beenden, ist weiter gestiegen. Fast jeder Dritte beendet den Dienst während der sechsmonatigen Probezeit. …

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Eine Antwort zu Ja zur Wehrpflicht in Österreich!

  1. Wolfgang Heuer schreibt:

    Angesichts der Erkenntnis, dass die Abwesenheit von tragfähigem Frieden eine Folge der HEILBAREN „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ ist, muß jede militärische Absicht oder gar Tat als ein vermeidbarer Irrsinn gewertet werden.
    Statt Ressourcen aller Art in militärische Planungen, Aufrüstungen und Aktivitäten zu stecken wäre es viel sinnvoller, Information(en) über die Machbarkeit von FRIEDEN zu verbreiten, (sich) auszutauschen und damit der Entwicklung von FRIEDEN Vorschub zu leisten.
    Wer diese JEDEM Menschen gegebene Möglichkeit vernachlässigt, ignoriert, leugnet, verschweigt oder ihr sonstwie schadet, sollte wegen Gefährdung des zweifelsfrei möglichen Weltfriedens angeklagt und verurteilt werden.

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