Sexbroschüre „Ganz schön intim“ wissenschaftlich unhaltbar

http://diepresse.com/home/bildung/schule/1337924/Katholische-Eltern-erstellen-eigene-Sexualbroschuere  (28.1.):

Konservative Elternvertreter kritisieren die „Untätigkeit“ von Ministerin Schmied. Sie habe die Kritik an der umstrittenen Sexualbroschüre „Ganz schön intim“ ignoriert.

Konservative Elternvertreter haben Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) im Zusammenhang mit der umstrittenen Sexualbroschüre „Ganz schön intim“ des Vereins „Selbstlaut“ Untätigkeit vorgeworfen. Keine der versprochenen Änderungen sei bisher durchgeführt und „auch sonst jede sachliche Kritik ignoriert“ worden, kritisierten eine Initiative betroffener Eltern, der Familienbund Österreich und die Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV) laut Aussendung am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Sie fordern die Entfernung des Materials von der Ministeriumshomepage und die Ausarbeitung von Alternativen unter Einbindung der Eltern.
Die für Sechs- bis Zwölfjährige konzipierte Broschüre war bei Politikern von ÖVP und FPÖ auf Kritik gestoßen, weil darin deren Meinung nach die „Kernfamilie“ infrage gestellt und verschiedenste sexuelle Ausrichtungen dafür als vollkommen gleichwertig dargestellt würden.

… „Dies ist eine Broschüre zur Politisierung der Kinder und wissenschaftlich unhaltbar“, betonte der von der Initiative mit einem Gutachten zur Broschüre beauftragte Psychiater Christian Spaemann. So sei Intersexualität „extrem überdurchschnittlich hoch vertreten“, teilweise überschreite die Broschüre mit Bildern von Strichfiguren beim Geschlechtsakt „wohl sogar die Grenzen des Kinderschutzes“. Der hedonistische Zugang zu Sexualität sei zudem zur Grenzziehung gegenüber Erwachsenen und Übergriffen „völlig ungenügend“, so Spaemann. Nicht der Realität entsprechend sei zudem, dass die klassische Familie nur als eines von 16 Familienbildern und mit einem ironisierenden Kommentar versehen dargestellt werde.
„Die Schamgrenzen der Kinder werden systematisch ignoriert“, bemängelt Familienbund-Bundesgeschäftsführerin Alexandra Lugert. Erik Kroiher, gesellschaftspolitischer Sprecher der AKV, kritisiert die fehlende Einbindung von Sexualität in Partnerschaft. Die Elterninitiative will nun mit Experten, Eltern und zuständigen Vereinen eine alternative Sexualbroschüre erstellen. „Wir erwarten dieselbe Unterstützung wie der Verein Selbstlaut und ebenso das Logo des Ministeriums für unsere Arbeit“, so eine Sprecherin der Elterninitiative.

Kath.net: Eine ideologische Instrumentalisierung zu politischen Zwecken  (29.1.):

… Anlässlich einer neuen Studie über die vom BMUKK veröffentlichten Aufklärungsbroschüre „Ganz schön intim“ fand am Montag, dem 28. Jänner 2013, eine Pressekonferenz in Wien statt.
Zu Gast waren in erster Linie der Psychiater und Psychotherapeut Dr. Christian Spaemann, als Vertretung der Elterninitiative sprach Dr. Gudrun Trausmuth (Literaturwissenschaftlerin und zweifache Mutter), Dr. Erik Kroiher vertrat als gesellschaftspolitischer Sprecher die AKV (Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände) und Mag. Alexandra Lugert legte als Bundesgeschäftsführerin den Standpunkt des österreichischen Familienbundes dar. …

Ergänzung 30.1.2013:

Kath.net dokumentiert die ausführliche Stellungnahme von Dr. Christian Spaemann.
Ich empfehle jedem, dem die seelische Gesundheit unserer Schulkinder am Herzen liegt, die Lektüre des gesamten Textes, von dem ich hier die Überschriften und die Conclusio bringe:

  • Anliegen der vorliegenden Unterrichtsmaterialien
  • Reflexion der Grundlagen
  • Gendertheorie
  • Normativer Pluralismus
  • Hedonismus
  • Wissenschaftlichkeit der Gendertheorie
  • Darstellung der familiären Realität
  • Umgang mit familiärem Leid
  • Abgrenzung der Themen
  • Frühsexualisierung
  • Umgang mit kindlicher Scham
  • Prävention
  • Wertorientierung
  • Abschließende Beurteilung:

Abschließend kann festgestellt werden, dass die vorliegenden Unterrichtsmaterialien weder entwicklungspsychologisch, noch ethisch oder anthropologisch den Mindestanforderungen an eine für Kinder der Altersstufe sechs bis zwölf angemessene Sexualpädagogik genügen. Sie sind gekennzeichnet durch Ideologisierung der Inhalte, Instrumentalisierung der Kinder für gesellschaftspolitische Absichten, fehlende Wertorientierung und Grenzüberschreitungen der Intimität der Kinder. Sie leisten keinen Beitrag zum Schutz vor sexuellen Übergriffen, sondern stellen selber einen Übergriff auf kindliche Sexualität dar. Die institutionelle Verwendung der vorliegenden Materialien sollte von den hierfür Verantwortlichen kritisch überprüft werden.

Ergänzung 12.2.2013:

http://www.leonore.at/2013/02/sexualkunde-wie-es-sich-genderisten-vorstellen/  (11.2.)

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