Akademikerball und Cartellverband

Der ÖCV hat ein „Problem“: Er ist nicht links genug. Dem linken Pöbel gegenüber hilft da keine Abgrenzung zu den Burschenschaftern.

Kath.net: Cartellverband verurteilt Gewalt rund um Akademikerball  (4.2.):

Akademikerball nicht von ÖCV, trotzdem Übergriffe gegen dessen Mitglieder und Drittpersonen — Differenzierung nötig: Katholische Studentenverbindungen haben mit Burschenschaften nichts zu tun

Der Österreichische Cartellverband (ÖCV) verurteilt die gewaltsamen Übergriffe, die rund um den Akademikerball vergangenen Freitag in Wien verübt wurden. Unter den Opfern befänden sich Mitglieder des ÖCV und andere Personen, die diese Veranstaltung weder besuchen wollten noch in Verbindung mit Burschenschaften oder der FPÖ Wien als Ballveranstalter stehen würden, so in einer Aussendung am Montag. „Gewalt gegen Andersdenkende“ sei nicht nur abzulehnen, sondern „in einer Demokratie in keiner Weise rechtfertigbar“, sagte ÖCV-Präsident Ewald Salzger.

„Noch schlimmer ist es, wenn sie sich gegen Personen oder Einrichtungen richtet, die mit der Sache nichts zu tun haben. Solche Ausartungen haben in einer aufgeklärten Demokratie nichts verloren und sind aufs Schärfste zu verurteilen“, so der Präsident des mit 13.000 Mitgliedern größten Studenten- und Akademikerverbandes von Österreich.
Laut Cartellverband wurden Attacken gegen Einzelpersonen und kleine Gruppen verübt, teilweise auch gegen CVer, die ohne Couleur (also ohne Verbindungszeichen wie Band und bunte Studentenmütze) unterwegs waren. Sie seien mit „Nazis raus“-Parolen „angefeindet, angespuckt“ und teils angegriffen worden, teilte der ÖCV mit.
Außerdem seien Sachbeschädigungen verübt worden: Die Eingangstür zum Vereinslokal einer ÖCV-Verbindung sei manipuliert und verklebt, die Fahne der Verbindung in Brand gesetzt worden.
„Rund um den Akademikerball fand von Medienseite eine klare Differenzierung von schlagenden und katholischen Verbindungen statt. Das ist leider nicht immer der Fall. Journalisten, die zwischen nationalen, schlagenden und katholischen Verbindungen nicht klar unterscheiden, machen sich an Attacken gegen CVer mitverantwortlich“, so Salzger. Burschenschaften und katholische Studentenverbindungen würden in entscheidenden Fragen völlig gegensätzliche Positionen vertreten. Die Behörden müssten außerdem „wehrlose Passanten“ besser vor „gewaltbereiten Aktivisten“ schützen, mahnte Salzger.

Siehe auch:

Ergänzung 7.2.2013:

Andreas Mölzer: http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1341853/Buergerrechte-auch-fuer-Burschenschafter  (7.2.):

… Der Herr Polizeipräsident spricht indessen von einem optimalen Einsatz mit „nur“ vier Leichtverletzten und ein, zwei Dutzend Verhafteten. Wer zu Schaden gekommen sei, wäre selbst schuld. Man dürfe eben nicht mit einem „Austria-Schal im Rapid-Sektor“ sitzen. Wobei der Herr Polizeipräsident offenbar der Meinung ist, dass der Austria-Anhänger im Rapid-Sektor zum Abschuss freigegeben sei. Merkwürdiges Rechtsverständnis. …

Ergänzung:

Ein Hamburger Ballbesucher übt schwere Kritik:
http://www.unzensuriert.at/content/0011660-Gewalt-des-linken-Mobs-als-politisches-Kalk-l  (7.2.):

… Wie ist es zu erklären, daß das Taxi, in dem ich saß und welches nur 40 Meter vor einer Polizeisperre stand, über mehrere Minuten von komplett Vermummten angegriffen wurde? Diese standen um das Taxi herum, schlugen Beulen in die Karosserie und kletterten aufs Dach, um dort lauthals Parolen zu rufen und dem Taxifahrer zu drohen, sie würden “sein Taxi zu Schrott hauen, wenn der die ‚Nazis‘ nun nicht auf der Stelle rauswerfen würde“. Die Polizei, 40 Meter entfernt, hat dies bewusst wahrgenommen, jedoch ebenfalls bewusst nicht agiert. Ich kam mir in meinem Leben selten so alleine gelassen und ausgeliefert vor, denn ich sollte in diesem Moment das Opfer sein, das die Politik bewusst in Kauf nahm. Es muss Glück gewesen sein — eine abgeschlossene Tür, ein couragierter Taxifahrer und die Order an die 20 Vermummten, in eine andere Gasse zu kommen –, dass nichts Schlimmeres passierte.

Anderen Burschenschaftern erging es ganz anders, denn sie wurden Opfer des politisch gewollten Mobs. So sah man in der Hofburg den einen oder anderen, der eine blutige Nase oder eine blutige Lippe hatte. Man konnte die Geschichten gar nicht glauben, dass im Einzugsbereich der Polizei Menschen durch aufgerissene Taxitüren brutal attackiert wurden oder Ballbesucher, die kurze Stücke zur Hofburg noch zu Fuß gehen mussten, unter den Augen der Polizei in massivster Weise bepöbelt oder gar angespuckt und körperlich angegriffen wurden. Selbst vor Frauen und alten Menschen machte der Pöbel nicht Halt. …

Ergänzung 15.2.2013:

http://www.unzensuriert.at/content/0011712-Linksextremisten-begeistert-von-passiver-Wiener-Polizei  (12.2.)

http://de.indymedia.org/2013/02/341387.shtml  (8.2.):

… In Wien kann also nach Herzenslust vermummt und gezündelt werden. Während der Demo wurden darum reichlich Bengalos und Böller gezündet.

… Vereinzelt kam es zu kleineren Auseinandersetzungen mit der Polizei und zur Steinigung einer Polizeiwache. Blumenkübel und anderes Inventar einzelner Nobelgeschäfte und Restaurants mussten für kleinere Materialblockaden in den Seitenstraßen herhalten …

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