Deutscher Schulzwang – amerikanische Freiheit?

Jürgen Dudek: http://www.freiewelt.net/blog-5005/schlagabtausch-um-freiheitsrechte.html  (15.2.):

US-Homeschool-Lobby setzt sich für deutsche Hausunterrichter ein. Nachdem die US-staatliche Einwanderungsbehörde im Mai 2012 eine Entscheidung gekippt hatte, die deutschen Hausunterrichtern Verfolgtenstatus – und damit das Recht auf Verbleib in den USA – zugebilligt hatte, legte die betroffene Familie jetzt Berufung ein.

Das Tauziehen um den Asylantrag einer zu Hause unterrichtenden Familie, die 2008 vor deutschem Schulzwang aus dem baden-württem­bergischen Bissingen nach Tennessee, USA geflohen war, ging jüngst in die dritte Runde. Am 6. Februar 2013 fochten Anwälte der größten Rechtsschutzorganisation für Hausunterricht in den USA – HSLDA – offiziell den Einspruch gegen die Asylgewährung für Uwe und Hannelore Romeike vor der nächsthöheren Gerichtsinstanz an. Was Anfang 2010 nach einem Sieg für grundlegende Freiheitsrechte ausgesehen hatte, erweist sich als Zankapfel größeren Ausmaßes. …

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Ergänzung 6.3.2014:

http://www.freiewelt.net/nachricht/familie-romeike-darf-in-den-usa-bleiben-10026363/   (5.3.):

… Die aus Baden-Württemberg stammende Familie Romeike darf in den USA bleiben – trotz Ablehnung des 2008 gestellten Asylantrags. Es wird keine Abschiebung nach Deutschland geben. Das teilte die US-Heimatschutzbehörde fest. Die tief religiöse Familie mit sechs Kindern erhält auf unbegrenzte Zeit ein Recht, in ihrer US-Wahlheimat Tennessee verbleiben zu dürfen, auch wenn diese Entscheidung jederzeit widerrufbar bleibt. Der Oberste US-Gerichtshof entschied zuvor, daß das amerikanische Recht keinen Schutz vor der deutschen Schulpflicht als Asylgrund vorsieht.

Die evangelikal-christlichen Eltern aus der Nähe von Stuttgart klagten vor ihrer Übersiedlung 2008 in Deutschland um das Recht, ihre Kinder zuhause unterrichten zu dürfen. Dieses wurde letztinstanzlich abgelehnt. Hierzulande ist die allgemeine Schulpflicht bindend. In den USA gibt es hingegen eine große Homeschooling-Bewegung mit bis zu zwei Millionen Kindern, die von ihren Eltern selber unterrichtet werden. Homeschooling gilt als klassisches Elternrecht. In Deutschland wurde gerade vor zwei Jahren wieder eine streng religiöse Familie zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie Kinder zuhause unterrichteten. Sie bemängeln eine unchristliche Erziehung in weltlichen Schulen.

April 2010 gab es eine von über 5400 Mitzeichnern eingereichte Petition beim Deutschen Bundestag, mit der eine Straffreiheit für Eltern erreicht werden sollte, die ihre Kinder zuhause unterrichten. Ohne Erfolg. In einigen europäischen Ländern ist häuslicher Unterricht mit staatlichen Auflagen möglich. In Österreich und der Schweiz kann das z. B. in zuvor beantragten Fällen geschehen, wenn zum Ende eines jeden Schuljahres die Erfüllung des staatlichen Bildungsplanes durch eine Prüfung nachgewiesen wird. In vielen Schweizer Kantonen muß ein Elternteil zumindest ein Lehrerdiplom nachweisen können.

Mehr dazu unter spiegel.de

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