Kindheit prägt Erwachsenenleben

BVKJ: Glückliches Familienleben hat langfristig positive Auswirkungen  (18.2.):

Wer als Teenager in einer glücklichen Familie lebt, erlebt oft auch als Erwachsener eine erfüllte Beziehung. Dies behaupten zumindest Dr. Robert Ackermann und seine Kollegen von der Universität Texas in Dallas. Sie hatten erforscht, ob sich gute Beziehungen innerhalb der Familie längerfristig auf spätere Partnerschaften auswirken. Dazu werteten sie die Daten von 451 Familien aus, die am Iowa Youth and Families Project teilgenommen hatten.

Die Wissenschaftler beurteilten Interaktionen zwischen den Familienmitgliedern und Teenagern, als diese die 7. Klasse besuchten. Effektive Kommunikation, Anteilnahme und Unterstützung sowie Aufmerksamkeit und Reaktionen des Gesprächspartners in der Familie waren für die Forscher wichtige Punkte. Das Ergebnis: Ein höherer Grad an positivem Austausch und Engagement bei den Familienmitgliedern machte sich 17 Jahre später sowohl in einer größeren Zufriedenheit in der Beziehung als auch in einem intensiveren Bemühen in der Ehe bemerkbar. Erfreulicherweise wirkt sich das positive Familienklima eines Ehe-/Lebenspartners in der Kindheit auch auf die seines späteren Partners aus, so die Forscher.

Quelle: The British Psychological Society, Psychological Science

KuM: Unglückliche Kindheit erhöht späteres Herzrisiko/Siebtes Lebensjahr entscheidend – Vor allem Frauen stark betroffen  (15.2.):

(Pressetext/pte008/04.02.2013/10:23) – Das emotionale Verhalten in der Kindheit könnte bei Herzerkrankungen im mittleren Alter eine Rolle spielen, wie eine Studie der Geisel School of Medicine at Dartmouth http://geiselmed.dartmouth.edu ermittelt hat. Der Zusammenhang besteht laut dem Team um Allison Appleton vor allem bei Frauen. Ist ein Mensch im Alter von sieben Jahren vermehrt seelischem Leiden ausgesetzt, ist das Herzrisiko im späteren Leben deutlich erhöht. Kinder, die aufmerksamer waren und sich besser konzentrieren konnten, verfügten über ein geringeres Risiko.

Ein Drittel zeigt Folgen

An der Erhebung nahmen 377 Erwachsene teil, die bereits als Kinder in ein Forschungsprojekt involviert waren. Im Alter von sieben Jahren wurde eine ganze Reihe von Tests zum emotionalen Verhalten durchgeführt. Diese Ergebnisse wurden jetzt bei den über 40-Jährigen mit einer verbreiteten Risikoeinstufung für Herzerkrankungen verglichen.
Nachdem andere Faktoren, die das Herzrisiko beinflussen könnten, ausgeschlossen worden waren, zeigte sich, dass sehr viel seelisches Leid im Alter von sieben Jahren bei Frauen mittleren Alters mit einem um 31 Prozent erhöhten Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung in Zusammenhang stand.

Positive Faktoren verbessern Lage

Bei Männern führte eine Kindheit unter anderem mit viel Frust und rascher Wut zu einem um 17 Prozent erhöhten Risiko. Bei 40-Jährigen, die eine unglückliche Kindheit hatten, erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls oder Schlaganfalls in den kommenden zehn Jahren bei Frauen von 3,2 Prozent auf 4,2 Prozent und bei Männern von 7,3 auf 8,5 Prozent.
Die Wissenschaftler untersuchten auch positive emotionale Faktoren wie eine gute Aufmerksamkeitsspanne. Es zeigte sich, dass sie — wenn auch in einem geringeren Ausmaß — mit einer besseren Herzgesundheit in Zusammenhang standen. Details der Studie wurden im Journal of Epidemiology and Community Health http://bit.ly/VywNHS veröffentlicht.

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Eine Antwort zu Kindheit prägt Erwachsenenleben

  1. Dörflinger André schreibt:

    Eigentlich sind solche Studien nur wieder Beschäftigungsprogramm für die zuvielen Aka-
    demiker, die unsere Eva-lution seit wenigen Jahrzehnten hervorbringt.
    Ist ja klar, dass eine glückliche, geliebte Jugend sich auf das sp$tere Leben
    nur vorteilhafter auswirken kann > ja muss !

    Und was ist die Fortsetzung ? Dringt solche Weisheit auch in die einkommensschwachen Familienkreise? Denn darum gehts doch? Um materielle Armut.
    Derweil die Reichen in Kinder-Armut schwelgen, sonnen sich die untersten Gesell-
    schaftsschichten im bekannten Spruch: „Die Armen haben die Kinder und die Reichen….
    die Rinder.“ Ha, ha

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