Präses Schneider pfeift aufs christliche Familienbild

Kath.net: Scharfe Kritik an Familienbild des EKD-Ratsvorsitzenden  (19.2.):

Birgit Kelle: „Ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass sich nicht einmal mehr die evangelische Kirche in Deutschland klar und eindeutig zu der Wichtigkeit und Einzigartigkeit der Familie als kleinster Keimzelle der Gesellschaft bekennt.“

Auf heftigen Widerspruch sind Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), zur Familie gestoßen. Er plädierte für ein neues familienpolitisches Leitbild. „Familie ist da, wo Menschen verbindlich auf Dauer zusammenleben und Verantwortung füreinander übernehmen“, sagte er der Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin). Auch Paare ohne Kinder bildeten eine Familie.

Laut Schneider muss die soziologische Sicht, dass eine Familie aus Vater, Mutter und Kind bestehe, durch eine inhaltliche Definition ersetzt werden. Konstitutiv seien Verbindlichkeit, Liebe, Achtsamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.

Die Ehe als „Möglichkeit, in einer rechtlich geordneten Weise Verantwortung füreinander zu übernehmen“, sollte weiter gefördert werden. Dabei müsse sichergestellt werden, dass Frauen ihren Weg im Beruf gehen und zugleich ein Leben mit Familie und Kindern führen können. Dies könne durch eine Mütterrente gefördert werden. Außerdem müssten ausreichend Betreuungsangebote für Kleinkinder zur Verfügung stehen.

Das von der Bundesregierung beschlossene Betreuungsgeld hält Schneider für einen Fehler, da es wegen der zu geringen Zahl an Plätzen in Kindertagesstätten oder bei Tagesmüttern keine echte Wahl zwischen der Betreuung zu Hause oder in einer Einrichtung gebe.

Birgit Kelle: Ich bin schockiert

… Kelle zufolge sucht man sich Familie nicht aus: „Sie wird einem in die Wiege gelegt. Wer Familie als x-beliebige Wohngemeinschaft definiert, hat Familie schon längst aufgegeben.“

Insofern wundere sie sich nicht, dass Schneider das Betreuungsgeld ablehne: „Das passt wunderbar in sein Weltbild.“

Wer Familie aus Vater, Mutter und Kindern nicht mehr als etwas Einzigartiges betrachte, für den gebe es auch keinen Grund, diese Lebensform zu unterstützen.

Da schaffe man dann lieber die „Ersatzfamilie“ in der Krippe. Kelle: „Ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass sich nicht einmal mehr die evangelische Kirche in Deutschland klar und eindeutig zu der Wichtigkeit und Einzigartigkeit der Familie als kleinster Keimzelle der Gesellschaft bekennt.“ …

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Ehe und Familie abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Präses Schneider pfeift aufs christliche Familienbild

  1. Gassenreh, Jakob schreibt:

    Nun hängt auch die EKD ihr Fähnchen in den Wind der linken Parteien und der Wirtschaftslobbyisten; wissenschaftliche Erkenntnisse werden schlichtweg ignoriert.
    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht. Neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten.
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.