Homo-Stiefkindadoption in Österreich

Der Familienexperte Peter Pitzinger macht in seinem Blog darauf aufmerksam, dass der EGMR in der gegenständlichen Homo-Adoptionssache nicht ein Ehe-, sondern ein unverheiratetes Hetero-Paar als diskriminierendes Vergleichskriterium herangezogen hat, und empfiehlt, die Stiefkindadoption nur verheirateten Paaren zu erlauben:

… Der EGMR stellte nun einstimmig fest, dass keine Verletzung von Artikel 14 in Verbindung mit Artikel 8 (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens) EMRK im Vergleich zur Situation mit verheirateten Paaren, bei denen ein Ehepartner das leibliche Kind des/der anderen adoptieren möchte, vorliegt.

… Da aber Österreich, als eines von wenigen Ländern, die Stiefkindadoption auch durch unverheiratete (heterosexuelle) Paare erlaubt, wurde der Vergleich auch mit jenen Paaren angestellt. Nur in Bezug dazu hat der EGMR mehrheitlich eine Konventionsverletzung festgestellt.

… Nur sechs von 47 Mitgliedsstaaten des Europarates räumen bei der Stiefkindadoption unverheirateten homosexuellen und heterosexuellen Paare die gleichen Rechte ein. Jetzt gilt es dem medialen und politischen Druck der radikalen Homo-Lobby nicht nachzugeben. Der richtige Weg wäre, es so wie die Mehrheit der Staaten zu machen, nämlich die Stiefkindadoption nur verheirateten Paaren zu erlauben. Wozu will man das Kind des Lebenspartners adoptieren, wenn man nicht einmal zum Partner öffentlich und rechtlich verbindlich JA sagt?

Hier der Link zum Pressetext des EGMR.

Ich befürchte, so richtig diese Vorgangsweise wäre, dieser Schritt zurück wird in Zeiten zunehmender sexueller Unordnung nicht möglich sein.

Im vorliegenden Fall ist das Kind an der Schwelle zur Volljährigkeit (geb. 1995) und selbst Mitbetreiber der Beschwerde gegen Österreich, also ist der Fall keineswegs repräsentativ. Üblicherweise müsste das Kindeswohl im Vordergrund stehen, das aber bei einer Homo-Adoption unter die Räder kommt: https://kreidfeuer.wordpress.com/2012/06/19/mark-regnerus-studie-texas-kinder-aus-regenbogenfamilien-beeintrachtigt/

Siehe auch: https://kreidfeuer.wordpress.com/2013/02/20/recht-fur-kinderadoption-durch-homosexuelle-wird-vorangetrieben/

Ergänzung:

Kreuz-net.info: Es wird wieder an der Perversionsschraube gedreht  (21.2.):

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte gibt Kinder für homosexuelle Gesellschaftsversuche frei – Menschenrecht auf Vater und Mutter gilt nicht für die Schwächsten der Gesellschaft: die Kinder. …

Ergänzung 6.6.2013:

Kath.net: Bischof Küng: Adoptionsrecht für Homosexuelle dient nicht Kindeswohl  (5.6.):

St. Pöltner Diözesanbischof zum „Tag des Kindes“: Kinder brauche Vater und Mutter — Stiefkindadoption sollte nur für Ehegatten zulässig werden

Mit einem Weckruf schaltet sich der St. Pöltner Bischof in die aktuelle Debatte um das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ein. Ein solches Adoptionsrecht entspreche nicht dem Kindeswohl, da Kinder Vater und Mutter brauchen, so Küng in einem Kommentar in der Tageszeitung „Die Presse“ (Dienstag) aus Anlass des „Tages des Kindes“ (4. Juni). Per Gesetz eine Situation zu schaffen, „in der ein adoptiertes Kind dauerhaft mit zwei Frauen oder zwei Männern als ‚Eltern‘ lebt, ist nicht fair gegenüber dem Kind“, so Bischof Küng. Kinder bräuchten schließlich das „Spannungsverhältnis zwischen Männlichem und Weiblichem“ und die „Geborgenheit der eigenen Eltern“.

Hintergrund der Äußerungen Küngs ist ein laufendes Gesetzesverfahren, das in Reaktion auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) mit 1. Juli die Stiefkindadoption für homosexuelle Paare in Österreich ermöglichen soll. Anstatt eines „Vorpreschens“ Österreichs bei der Stiefkindadoption sei laut Küng zunächst eine „breite gesellschaftliche Diskussion“ notwendig. Auch vermisse er mögliche Alternativen, da der vorliegende Entwurf eine Tür öffne, „die nie wieder zugehen wird“. Denkbar wäre etwa laut Küng, die Stiefkindadoption nur für Ehegatten zulässig zu machen – und nicht wie derzeit auch für unverheiratete Lebenspartner.

Der St. Pöltner Bischof räumte zugleich ein, dass es nicht wenige Situationen gebe, in denen die elterliche Zweisamkeit nicht mehr möglich sei. Dennoch dürfe aus der Tatsache nicht eine Idealsituation stilisiert werden. Untermauert sieht Küng seine Position durch die „einzige langfristige Studie“ zu dem Thema von dem texanischen Soziologen Mark Regnerus aus dem Jahr 2012. Diese Studie widerlege die These, dass Kinder bei gleichgeschlechtlichen Paaren gleich gut aufwachsen würden wie bei heterosexuellen Paaren.

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