Ehegattensplitting — für Ehegatten pfui, für Homos höchst begrüßenswert

Bärbel Fischer: http://www.freiewelt.net/blog-5058/wo-bleibt-der-protest%3F.html  (26.2.):

Die Opposition und die „klugen“ Ersteller von Studien zur Effektivität familienpolitischer Leistungen konnten in letzter Zeit nicht laut genug wettern gegen das herkömmliche Ehegattensplitting für Mann-Frau-Ehen.

Das Geld sei hinausgeworfen, sei eine bloße Subventionierung des Trauscheins, ein Anachronismus aus den Fünfzigerjahren etc. Vergessen die Absicht, die hinter der steuerlichen Erleichterung steht, nämlich, dass in Not geratene Partner füreinander einstehen, ohne dem Sozialstaat zur Last zu fallen. Das hat bis zum heutigen Tag zwar funktioniert, passt aber nicht mehr in das ideologische Konzept unserer grün-rot-linken Opposition.

Daher verwundert es, dass nun genau dieses „antiquierte Relikt Ehegattensplitting“  homosexuellen Paaren gewährt werden soll, und niemand nimmt daran Anstoß. Kein grün-rot-linker Proteststurm bricht los, wenn jetzt zusätzlich auch noch gleichgeschlechtliche Paare  nach dem Ehegattensplitting rufen. Keine wüsten Beschimpfungen, kein Aufschrei, kein Geifer vor dem Mund! Nein, es herrscht Ruhe im Karton, gespenstische Ruhe, ja sogar Grabesstille! Selbst die CDU will sich wahlkämpfend nun von ihrer letzten Bastion verabschieden, die Ehe als nachwuchsbereite Gesellschaftsform gegenüber nachwuchslosen Paarbeziehungen besserzustellen.

Riecht es hier nicht stark nach Gesellschaftsveränderung?

Wir meinen: Keiner will, dass homosexuelle Paare diskriminiert werden. Aber warum soll ausgerechnet Ehen der Steuervorteil gestrichen, eingetragenen Lebensgemeinschaften dieser aber mit Handkuss gewährt werden?
Gleiches Recht für alle?
Dann aber bitte auch gleicher Protest für alle!

Beitrag zuerst erschienen auf forum-familiengerechtigkeit.de

Ergänzung:

Kath.net: CDU-Politiker rügt Bundesverfassungsgericht  (26.2.):

Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende in NRW, Steffen Kampeter, wirft dem Bundesverfassungsgericht eine Benachteiligung von Familien vor. Dabei bezieht sich das Mitglied des Deutschen Bundestages explizit auf den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle. Der hatte angedeutet, dass Karlsruhe noch vor der Sommerpause in einem Urteil die steuerliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren durchsetzen wolle.

Es sei eine neue Entwicklung, so Kampeter im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden «Neuen Westfälischen» (Dienstag), «dass das Bundesverfassungsgericht Urteile per Pressestatement ankündigt. Damit ist die Frage aber noch nicht beantwortet, wie wir mit Familien umgehen, die durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts schrittweise benachteiligt werden.»

Kampeter selbst ist strikt gegen eine steuerliche Gleichstellung von sogenannten Homo-Ehen: «Die CDU in Nordrhein-Westfalen hat eine klare Haltung: Wir sind tolerant gegenüber anderen Lebensformen. Aber alle gleichermaßen zu fördern, widerspräche der besonderen Privilegierung von Ehe und Familie im Grundgesetz. Wer alles fördert, fördert am Ende gar nichts.» Eine Lösung für gleichgeschlechtliche Paare könne nur Teil eines neuen Familiensplittingmodells sein. «Mit einem Schnellschuss ist das aber nicht zu machen», so der CDU-Politiker, der auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ist.

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