Würdigung und Dank an Benedikt XVI.

Jürgen Liminski: http://www.freiewelt.net/blog-5071/familie—eine-selbstverst%E4ndlichkeit-der-natur.html  (28.2.):

Benedikt XVI. und die Institutionen von Ehe und Familie

Papst Benedikt XVI. ist nach Johannes Paul II. der Papst, der am meisten über die Familie gepredigt hat. Familie ist für ihn eine Selbstverständlichkeit der Natur. Für ihn, der als der Papst der Vernunft in die Geschichte eingehen wird, der Ratio und Fides miteinander versöhnte – „die Kirche ist die Treuhänderin des vernünftigen Glaubens“ –, der das Naturrecht als Grundlage jeden Rechts und mithin der Gesellschaft sieht, für ihn ist „die Familie der Kern aller Gesellschaftsordnung“, die „erste Lebens- und Glaubensschule“, die „Wiege der menschlichen und christlichen Werte“.

… Aber heute ist es ja schon eine nicht hoch genug zu schätzende Leistung, das natürliche Bild von Mann und Frau wieder aufscheinen zu lassen. Das hat Papst Benedikt getan, sei es gelegen oder ungelegen, vor Diplomaten und Ärzten, vor Bischöfen und Politikern, vor Lehrern und Professoren, vor kleinen Gruppen und vor Millionen. Immer wieder wies er darauf hin, daß die Familie als „Grundstein einer wohlgeordneten und aufnahmebereiten Gesellschaft unersetzlich“ sei und vom Staat geschützt werden müsse.

Das Beispiel und Vorbild der Familie war für ihn die Heilige Familie. Bei seiner Pilgerreise in den Nahen Osten 2009 besuchte er auch Nazareth. Gerade hier sei es besonders einfach, sagte er, „am Beispiel Marias, Josefs und Jesu die Heiligkeit der Familie zu würdigen, die im Plan Gottes auf der im heiligen Bund der Ehe geschlossenen Beziehung zwischen Mann und Frau basiert, die sich ein Leben lang die Treue halten und das von Gott geschenkte neue Leben annehmen. …

… In seiner Weihnachtsansprache 2012 vor der römischen Kurie bezeichnete er die Gender-Theorie als „tiefe Unwahrheit“. Sie betrachte das Geschlecht nicht als Vorgabe der Natur, sondern als soziale Rolle. Die Gender-Theorie führe zu einem Verschwinden der „Grundfiguren menschlicher Existenz“. Wenn die Rollen Vater, Mutter, Kind fehlten oder aufgelöst würden, werde der Mensch als Ebenbild Gottes entwürdigt. …

… Polemik ist seine Sache nicht. Den Mut, die Wahrheit auszusprechen und sei es nur eine Selbstverständlichkeit, den aber hat er und den fordert er von den Christen und den Bischöfen ein. Auch wenn der Zeitgeist dagegen steht.

Mechthild Löhr: http://www.freiewelt.net/blog-5072/papst-benedikt—schutzpatron-f%FCr-das-lebensrecht.html  (28.2.):

Mit großer Dankbarkeit blicken die Christdemokraten für das Leben (CDL) gemeinsam mit vielen anderen für den Lebensschutz aktiven Organisationen auf das herausragende und bedeutende Pontifikat Benedikts XVI. zurück.

… Bei seinem letzten Besuch in Deutschland im September 2011 hat Benedikt XVI. wie bei vielen seiner Reisen öffentlich den Schutz jedes Lebens in besonders bemerkenswerter Weise im Deutschen Bundestag eingefordert und formuliert: Er prägte dort den neuen Begriff von der „Ökologie des Menschen“, der nicht nur die Umwelt und das Klima, sondern auch sich selbst als kostbar und daher immer und unbedingt schützens- und achtenswert erkennen müsse.

… Die deutsche und internationale Lebensschutzbewegung, die sehr stark christlich geprägt ist, hat Benedikt XVI. als einem herausragenden und richtungsweisenden Schutzpatron für die Menschenwürde und das Lebensrecht und für Jahrzehnte der Begleitung, Ermunterung und Bestärkung zu danken. Wir bleiben in größter Dankbarkeit und tiefster Verehrung als Christen Benedikt XVI. als leuchtendem Vorbild im Einsatz für die in wachsendem Maße bedrohte Würde jedes Menschen verbunden.

Ergänzung:

Giuseppe Nardi: http://www.katholisches.info/2013/02/28/vergelt%C2%B4s-gott-heiliger-vater-die-sedisvakanz-beginnt/:

… Der 28. Februar 2013 ist ein Tag, an dem die Kirche Benedikt XVI. für sein Pontifikat dankt. Es ist aber auch ein Tag der Verwaisung, die der Situation an jedem Karsamstag nahekommt, weil die Kathedra Petri ab heute unbesetzt ist. Es braucht Zeiten der Trauer und Zeiten der Freude. Die Welt tut sich mit ersten schwer und möchte nur letztere kennen.

… In tiefer Verbundenheit danken wir Papst Benedikt XVI. für sein leuchtendes Lehramt und sein Werk als Diener der Wahrheit.

Ergänzung 1.3.2013:

Francesco Colafemmina: Liebesbrief zum Abschied
http://www.katholisches.info/2013/03/01/ein-personlicher-abschiedsbrief-an-benedikt-xvi-von-francesco-colafemmina/

Ergänzung 2.3.2013:

Kardinal Meisner (Kath.net): ‚Was macht ihr mit unserem Papst?‘  (28.2.):

 „Kardinäle aus aller Welt schauen mit Unverständnis und Ratlosigkeit auf uns Deutsche. Oft bin ich von slowakischen und polnischen Bischöfen gefragt worden: „Wie behandelt ihr Deutschen denn unseren Papst?“ Das sagte der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner in seiner Predigt zur Dankmesse für Papst Benedikt. Was Papst Benedikt „an Häme und Kritik – gerade aus Deutschland – entgegengeschlagen ist, scheint in der Papstgeschichte einmalig zu sein. Wie standen die Polen hinter Papst Johannes Paul II.! Sie haben ihm den Rücken gestärkt“, erinnerte Meisner.

kath.net dokumentiert die Predigt von Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, zum Dankmesse für Papst Benedikt XVI. am 28. Februar 2013 im Hohen Dom zu Köln: [auch als Video] …

Ergänzung 6.3.2013:

Kreuz-net.info: Bemerkenswerte Worte des Nuntius über das wahre Konzil  (4.3.):

Am Abend des 28. Februar im Jahre des Herrn 2013 las in der mit andächtigen Gläubigen ganz gefüllten Dom- und Metropolitankirche Sankt Stephan zu Wien der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Zurbriggen, eine Messe zum Ende des Pontifikates von Papst Benedikt XVI.

… was freilich in erfreulichster Weise bemerkenswert war, waren die Worte des Nuntius, der das Wirken Benedikts XVI. würdigte und dabei durchaus nicht inhaltsleer und harmlos blieb.

… Die drei Enzykliken des Papstes werden erwähnt, sein Werk über „Jesus von Nazareth“ und die Bemühungen Benedikts um das richtige Verständnis von Liturgie und um die richtige Interpretation des Zweiten Vatikanischen Konzils, das eben nicht als Bruch gedeutet werden darf, nach welchem alles anders sei, als es die nahezu Zweijahrtausende davor gewesen ist.

So ist es eben auch abwegig, von einer vorkonziliaren und einer nachkonziliaren Kirche zu sprechen. Jene falsche Deutung des Konzils hat uns in jene Krise gebracht, in der sich die Kirche heute befindet, wie der Nuntius klar formulierte; und er merkte sinngemäß noch an, daß sich uns der wahre Wert des Konzils, und jenes wahre und eigentliche Konzil, erst dann erschließen werde, wenn der bislang angehäufte modernistische Schutt weggeräumt worden ist.

Um acht Uhr abends, kurz vor der Wandlung, hielt der Nuntius inne, als hinein ins ehrfürchtige Schweigen im gotischen Dom die Pummerin zu läuten begann, den Beginn der Heiligen Handlung anzeigend, wie auch das selbstgewählte Ende dieses Pontifikates. Etlichen standen Tränen in den Augen. Zweifellos ein historischer Moment.

Ergänzung 27.3.2013:

http://sabatina-ev.de/sabatina-zum-rucktritt-von-benedikt-xvi/  (11.2.):

Lieber Papst Benedikt,

Gestern Abend habe ich noch in Ihrem Buch “Salz der Erde” gelesen und über Ihre Weisheit gestaunt. Umso trauriger bin ich jetzt, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten wollen. Damit zeigen Sie aber auch, dass Sie nicht nur intellektuelle und geistige Größe besitzen, sondern auch menschliche.

Lieber Papst, Sie haben mich mit Ihren Büchern über Jesus von Nazareth geistlich begleitet. Es war mir eine Ehre, an demselben Tag, als Sie im Bundestag auftraten, dort vor den Abgeordneten über verfolgte Christen zu sprechen. Ein Anliegen, das Ihnen sehr wichtig ist.
Ich bewundere Ihren Mut, wie Sie so viel Feindschaft, die Ihnen in Ihrem eigenen Land entgegenkam, mit so viel Liebe und Würde ertragen haben. Wahrscheinlich ist es die Freundlichkeit Gottes, die es Ihnen möglich macht, den Hass der Welt zu ertragen. Sie sind nicht dem Zeitgeist gefolgt, sondern Gott – auch wenn Sie dafür verspottet wurden.
Ihre Haltung zeigt: Die Anerkennung des Herrn ist Ihnen wichtiger als die der Menschen – das ehrt Sie und ich hoffe, dass wir alle etwas davon lernen.
Ich danke Ihnen, dass Sie uns als Papst gedient haben und wünsche Ihnen Gottes Kraft und Liebe für alle Tage Ihres Lebens.

Sabatina

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