Zensurfortschritt: Weitere „Unwörter“ tabuisiert

FreieWelt.net: Liste von 23 »sozialen Unwörtern« veröffentlicht  (27.2.):

Wenn es nach den Vorschlägen der Nationalen Armutskonferenz (NAK) geht, in der alle Wohlfahrtsverbände mitarbeiten, dürfen Begriffe wie »alleinerziehend«, »Menschen mit Migrationshintergrund« und »bildungsferne Schichten« nicht mehr benutzt werden, meldet die FAZ. Insgesamt 23 »soziale Unwörter« hat man identifiziert, die ausgrenzend und diskriminierend seien.

FAZ-Autor Schäfer moniert, dass die Nationale Armutskonferenz mit ihrer Liste die Schraube der politischen Korrektheit noch ein gutes Stück weitergedreht hat. Dass der Begriff »Ausländer« in der multikulturellen Gesellschaft Deutschlands an Bedeutung verloren und im Grund leer geworden ist, leuchtet ein. Warum die NAK auch »Menschen mit Migrationshintergrund« nicht mehr gesagt haben will, schon weniger. Und vollends unverständlich ist ihre Abneigung gegen den Ausdruck »Person mit Migrationshintergrund ohne eigene Migrationserfahrung«. Schäfer: »Welche Bezeichnung am Ende für Nichtdeutsche und Zugewanderte überhaupt noch verwendet werden darf, bleibt Geheimnis der Autoren.«

Die NAK ist die deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerks (European AntiPoverty Network — EAPN). Sie berät die Bundesregierung bei der Erstellung des Nationalen Armuts- und Reichtumsberichts. Mitglieder sind unter anderem DGB, Caritas, Diakonie und der Bundesverband Deutsche Tafel e. V.

Mehr dazu auf faz.net und nationalearmutskonferenz.de

Ergänzung:

Kommentator Waldemar meint dazu:

Da es ja immer noch keine gesetzlich festgelegte Amtssprache in Deutschland gibt, wäre das doch jetzt die Gelegenheit „Neusprech“ als Amtssprache einzuführen.

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter PC abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Zensurfortschritt: Weitere „Unwörter“ tabuisiert

  1. Dörflinger André schreibt:

    Es war ja zu erwarten, dass mit der Zeit alle nur noch Bewohner dieses Europas sein werden, wie das in der Schweizer BV 1998 steht: „Bewohne dieses Landes“ Also gibt es offiziell keine Schweizer oder Eidgenossen mehr; letztere wären nur noch die Pferde, die von alters her so bezeichnet werden (bleiben). Konsequenterweise dürfte es auch keine Männer/Frauen mehr geben, sondern nur noch „Menschen“. Es ist eine femanzipatorische Geisterver(w)irrung, alle sprachlichen Begriffe zu hinterfragen und möglichst abzuändern, begonnen mit der Bibel. Wir werden am Schluss alle(s)unfruchtbare, geistlose Roboter sein, die sich per Internet-Katalog–>Postsendung + Spritze fortpflanzen, nur noch per Kaiserschnitt auf die Welt kommen und uns per Komputerdruck datengeschützt ins It-Paradies verabschieden. Sämtliche Seelenklempner brauchen selber solche, da sich auch Sprache so verneutralisiert –> verselbständigt hat, dass selbst die inzwischen wegen der zuvielen „Nicht-Deutschen/-Oesterreicher/-Schweizer“ eingeführte Verkehrssprache Englisch durch Code-Zahlen ersetzt wurde. Zum Glück sind diese schon arabisch… Wenigstens etwas, das wir denen nicht nachzumachen gezwungen sein werden müssen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.