Tatort Euro

FreieWelt.net: Prof. Starbatty stellt »Tatort Euro« vor  (7.3.):

… Nicht Länder würden gerettet, sondern Banken.

… Den schwächeren südlichen Ländern im Euro sei der Weg in die Wettbewerbsfähigkeit verstellt, da sie nicht die eigene Währung gegenüber anderen Wirtschaftsräumen abwerten könnten.

Diese Verhältnisse seien durch eine Folge der verfehlten Visionen bei Einführung der gemeinsamen Währung gegeben. Insbesondere die Europa-Vision des vom Zweiten Weltkrieg traumatisierten Helmut Kohl und sein persönliches Verhältnis zu François Mitterand seien Triebfedern gewesen, als der Euro konstruiert wurde. Dabei seien wesentliche Fehlentwicklungen vorgezeichnet worden.

Inzwischen habe diese pervertierte Ordnung dazu geführt, dass in Irland auf dem Rücken der irischen Bürger Bankbilanzen gesundgestoßen würden. Ein weiterer Aspekt sei, dass sich die Politik mit der »Euro-Rettung« in einen Teufelskreis begeben habe. Die ungeplanten und unerwünschten Nebenwirkungen der politischen Eingriffe hätten weitere Eingriffe zur Folge, diese führten zu Nebenwirkungen, neuen Interventionen usw. usf. Dies habe der Wiener Ökonom Ludwig von Mises bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts treffend als eine »Interventionsspirale« bezeichnet, die immer stärker außer Kontrolle gerate, bis das System kollabiere.

Als Ausweg sieht Starbatty einen »konsolidierten Euro«, aus dem Staaten ausscheiden würden, die mit der gemeinsamen Währung nicht funktionieren. Da das »Wechselkursventil verstopft« sei, könnten wirtschaftlich schwache Staaten sonst kein Geschäftsmodell entwickeln. Wer den währungspolitischen und institutionellen Status quo von immer »Mehr Europa« befürworte, sei der eigentliche Zauderer und Bedenkenträger, so Starbatty abschließend. …

Sehen Sie auch das Kurzinterview mit Joachim Starbatty im Video: http://www.youtube.com/watch?v=6JsG0bYSpWs

Ergänzung 23.3.2013:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2022:im-herbst-sind-wieder-wahlen&catid=1:neuestes&Itemid=33  (23.3.):

Zugegeben: wer heute noch an Wahlversprechen glaubt, ist selbst schuld. Dennoch sei an dieser Stelle an ein Wahlplakat einer Partei [CDU] aus dem Wahlkampf von 1999 erinnert (das sind, bitteschön, läppische 14 Jahre). Der Aktualität und Alternativlosigkeit halber.

„Was kostet uns der EURO? Muß Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen? Ein ganz klares Nein! Der Maastrichter Vertrag verbietet ausdrücklich, daß die Europäische Union oder die anderen EU-Partner für die Schulden eines Mitgliedstaates haften. Mit den Stabilitätskriterien des Vertrags und dem Stabilitätspakt wird von vornherein sichergestellt, daß die Nettoneuverschuldung auf unter 3 % des Bruttoinlandsproduktes begrenzt wird. Die Euro-Teilnehmerstaaten werden daher auf Dauer ohne Probleme ihren Schuldendienst leisten können. Eine Überschuldung eines Euro-Teilnehmerstaates kann daher von vornherein ausgeschlossen werden!“

Na, dann!

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