Euro: Vehikel in eine postnationale Weltordnung

Thorsten Hinz (JF): Europa brodelt  (29.3.):

Die Eurokraten kaufen zur Verlängerung des Euro Zeit, koste es, was es wolle. Die größten Verlierer sind die Deutschen. Der Euro macht sie nicht bloß ärmer, er isoliert sie auch moralisch und politisch. Bereits jetzt weisen die Euro-Partner ihnen die Schuld an ihrem Elend zu. In Zypern werden deutsche Fahnen heruntergerissen. Auch außerhalb Europas gerät Deutschland in die Kritik.

Die Euro-Krise eskaliert weiter. Das ist ein natürlicher Prozeß, denn die Krise liegt dem Esperanto-Geld in den Genen. Sie wird frühestens enden, wenn den Deutschen als letzten Bürgen die Konten leergeräumt sind und dann – vielleicht – das Interesse an der Gemeinschaftswährung erlischt. Den Kontenraub darf man ruhig wörtlich nehmen. Der Geist ist aus der Flasche! In Zypern wird das Verfahren gerade erprobt, das mit wechselnden Begründungen überall in Europa möglich ist.

Die Eurokraten scheuen sich nicht, alle Maßnahmen zu ergreifen, die ihnen zur Lebensverlängerung des Euro als geeignet erscheinen. Denn die Zauberlehrlinge, die die Gemeinschaftswährung durchgesetzt haben, sind ratlos, wie man den Monsterbesen wieder in die Ecke bekommt. Sie wollen das auch gar nicht. Es geht um Posten, Bezüge, um die Stellung in der Gesellschaft, den Bestand der Apparate. Die politisch-mediale Klasse, würde sie das Scheitern ihres Projekts einräumen, stünde vor einem Legitimationsverlust vergleichbar dem der Nomenklatura 1989 in den Ostblockstaaten.

Deshalb kauft sie Zeit, koste es, was es wolle. Und drittens ist der Euro ein Experimentierfeld, auf dem moderne Gesellschaften in eine postnationale Weltordnung transformiert werden. Mit der Drohung, andernfalls breche das Finanzsystem zusammen, werden Demokratie, Volkssouveränität, Sozialstandards und kulturelle Differenzierungen nachhaltig ausgehebelt.

weiter

Ergänzung 1.4.2013:

Dirk Meyer (JF): „Gründlich satt“  (30.3.):

Die „Alternative für Deutschland“ hat sich mit dem Ziel gegründet, die Akteure der Euro-Rettungspolitik auf den rechtsstaatlichen Weg zurückzuführen und sich der  Alternativlosigkeit entgegenzustellen. …

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