Das Grabtuch Jesu Christi

Paul Badde (Kath.net): Stunde null der Christenheit  (1.4.):

Jahrhundertelang war das Grabtuch Jesu, dieses einzigartige Zeugnis der Passion Christi, dieses zarte Negativ-Abbild des nackten Gekreuzigten, ein gut gehütetes Geheimnis

… Ursprünglich hatte Joseph von Arimathäa, ein Mitglied des Sanhedrin, des Hohen Rates, den Raum für sich in den Felsen schlagen lassen, ihn dann aber dem Leichnam Jesu überlassen, der dem Schuldspruch desselben Hohen Rates zum Opfer gefallen war. Joseph von Arimathäa war es auch, der nach dem Zeugnis von drei Evangelisten an diesem Tag im Basar eine Sindon [ἡ σινδών – feine indische Leinwand] hatte kaufen lassen: ein langes Leintuch, in dem er Jesus „nach jüdischer Begräbnissitte“ bestatten lassen wollte. Es ist das gleiche Tuch, das seit damals eine unvergleichliche Karriere machte.

… „Sindone“, die nun vom 10. April an wieder für 44 Tage in Turin ausgestellt wird.

… Es ist ein Geheimnis, ein Lichtbild ohne alle Farben, das hier überlebt hat, gegen alle Wahrscheinlichkeit und ohne jeden Widerspruch zu allen Aussagen der Evangelien über die Passion Christi. Es hält forensische Details einer doppelten Auspeitschung mit anschließender Kreuzigung fest, die kein Mensch mehr wissen konnte, seit Kaiser Konstantin im Jahr 320 diese alte persische Hinrichtungsmethode für das römische Weltreich verbot. Das Tuch ist also gleichsam — in rätselhaft deutlicher Bilderschrift — die allererste Seite der Evangelien überhaupt: Es ist das Evangelium der Urgemeinde, aus der Stunde null der Christenheit.

… „Koscher“ — rein — heißt in diesem Zusammenhang das Urwort. … Grabtücher waren natürlich tabu. Undenkbar, so etwas zu verehren! Die Hochschätzung der Grabtücher Christi durfte also auf keinen Fall bekannt werden. Es wäre das ultimative Totschlagsargument gegen den sogenannten „neuen Weg“ der Apostel gewesen. … Kurz, es war nicht nur klug, die Grabtücher augenblicklich zu verstecken. Es war ein Muss im Herzen der jüdischen Welt, wo Jesus von Nazareth am Freitag zuvor noch am Kreuz gehangen hatte. Es ging nicht anders.

… Dennoch dauerte es danach noch etwa 20 Jahre bis zum letzten Apostelkonzil in Jerusalem um das Jahr 50, auf dem die Aufhebung der Beschneidung für neu getaufte Christen offiziell beschlossen und die jüdischen Reinheitsgebote aus der Lehre der jungen Christenheit verabschiedet wurden. Mit den Grabtüchern war dieser Beschluss schon in der ersten Osternacht vorweggenommen. …

http://www.pius.info/archiv-news/717-aktuell/7804-grabtuch-von-wissenschaftlern-bestaetigt  (27.3.):

Neue Forschungen erhärten die Annahme, dass das Turiner Grabtuch aus der Zeit Jesu stammen könnte. Wissenschaftliche Untersuchungen der Universität Padua legten nahe, dass das Tuch mit dem Antlitz und den Körperumrissen eines gekreuzigten Mannes im ersten Jahrhundert nach Christus entstanden sein könnte, berichtet das Internetportal «Vatican Insider» (Dienstag, 26.3.).

Vorgestellt werden die Ergebnisse in einem an diesem Mittwoch in Italien erscheinenden Buch. Verfasser des Werkes mit dem Titel «Das Geheimnis des Grabtuchs» sind Giulio Fanti, Professor für mechanisch-thermische Forschung, und der Journalist Saverio Gaeta.

In der Forschung besteht Unsicherheit über die Datierung des im Turiner Dom aufbewahrten Leinentuchs. Eine Untersuchung nach der C-14-Methode von 1988, die das Textil auf das Mittelalter datierte, hatte sich als fehlerhaft herausgestellt.

Laut dem Bericht fußen die neuen Forschungen auf einem Infrarot-Testverfahren sowie einer Methode aus dem Bereich der sogenannten Spektroskopie, mit der sich der Energiegehalt einer Probe bestimmen lässt. Daneben wurden bei einem mechanischen Testverfahren Fäden des Tuches mit anderen Mustern aus der Zeit von 3000 vor bis 2000 nach Christus verglichen. Das Ergebnis zeige zu 95 Prozent, dass das Tuch aus der Antike stamme und durchaus zur Zeit der Kreuzigung Jesu entstanden sein könne, so die Wissenschaftler. …

Siehe auch: http://pius.info/lexikon/7668-das-grabtuch-jesu-christi/  (19.7.2007)

Ergänzung:

Kipa-Apic: Kirche: Neue Grabtuchstudie „ohne ernsthafte Bedeutung“   (27.3.):

Die jüngste italienische Studie über das Turiner Grabtuch ist nach Angaben der zuständigen kirchlichen Stellen „ohne ernsthafte Bedeutung“. Derzeit befinde sich kein Material des Leinentuchs, in dem der Überlieferung nach der Leichnam Christi nach der Kreuzigung eingehüllt war, im Besitz Dritter, heisst es in einer Erklärung des Turiner Erzbischofs Cesare Nosiglia vom Mittwoch.

Dieser Beitrag wurde unter Christentum abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Das Grabtuch Jesu Christi

  1. Mike schreibt:

    Das Grabtuch ist echt! Wer kann das Gegenteil beweisen? Selbst in 21.Jahrundert gibt es keinen Wissenschaftler, der sich den Abdruck erklären kann. Nehmen wir das Grabtuch als ein Geschenk Gottes an. Es soll uns helfen, an die Evangelien und die Auferstehung zu glauben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.