Sexueller Missbrauch in der …

… nein, nicht in der katholischen Kirche, sondern in einer betreuten WG der Stadt Graz:
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1383561/Graz_Vorwuerfe-gegen-Jugendamt  (2.4.):

… Erst am 25. Jänner zur Grazer Vizebürgermeisterin gewählt, ist die SPÖ-Politikerin [Martina Schröck] derzeit mit der Aufarbeitung massiver Vorwürfe gegen die Jugendwohlfahrt beschäftigt, für die sie – neben ihren Sozialagenden – nun zuständig ist. Zwei Fälle stehen dabei im Mittelpunkt.

Zum einen soll es in einer betreuten Wohngemeinschaft der Stadt zu Vergewaltigungen gekommen sein. Drei 17-Jährige sollen über Monate hinweg ihre Mitbewohnerinnen regelmäßig vergewaltigt haben. Hinweise darauf hatte es schon im vergangenen Herbst gegeben. Daraufhin wurden die WG-Bewohner befragt. Alle hätten die Vorfälle verneint, so Schröck. Publik wurde der Fall, weil ein zwölfjähriges Mädchen seiner Mutter von den Übergriffen erzählte und diese Anzeige erstattete. Die drei Burschen wurden in Untersuchungshaft genommen, die Mädchen leben auf eigenen Wunsch weiterhin in der WG. …

Vision2000 2/2013: Zeitgeschehen: Pressesplitter kommentiert:

Missbrauch für Medien immer nur katholisch

Die Nachricht war nur wenigen Blättern eine längere Notiz wert: 61 Fälle von sexueller Gewalt in den eigenen Reihen sind der Evangelischen Kirche im Rheinland, zweitgrößte Landeskirche der EKD, in den vergangenen zweieinhalb Jahren gemeldet worden. 41 Opfer hätten sich offenbart, aber auch zwei Täter (…). „Dass Menschen bei uns Opfer geworden sind, beschämt mich zutiefst“, kommentierte Vize-Präses Petra Bosse-Huber die „menschenverachtenden und gotteslästerlichen“ Vorgänge. (…) Die berichteten Missbrauchsfälle betreffen allein die evangelische Kirche im Rheinland. Aber anderen Landeskirchen, und auch protestantischen Freikirchen, dürfte das Phänomen der sexuellen Gewalt nicht unbekannt sein. Es produziert hier nur wenige Schlagzeilen. In ihrer selektiven Wahrnehmung hat die veröffentlichte Meinung ihren Blick ganz auf die römisch-katholische Kirche konzentriert. Fakten, die nicht ins (Feind-)Bild passen, werden großzügig ignoriert.   (Kath.net v. 21.1.13)

Selektive Wahrnehmung auch in Wien: 2011 wurde bekannt, dass von 1961 bis 1977 im Heim für Sonderschülerinnen systematischer Missbrauch an Mädchen betrieben wurde. Darüber liest man nur selten etwas.

Missbrauch am Wilhelminenberg

Bereits in einem Zwischenbericht im Oktober war vom Verdacht des „vielfachen, organisierten sexuellen Missbrauchs von Heimkindern“ die Rede. Bei der Opferschutzorganisation Weißer Ring haben sich bisher rund 1.500 Personen im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Heime, in welche die Stadt Wien eingewiesen hat, gemeldet. Rund 1.200 davon wurden bereits behandelt. Darunter seien auch Einzelfälle gewesen, die auf mögliche organisierte Prostitution hinwiesen, bestätigt Marianne Gammer, Geschäftsführerin des Weißen Rings.

Auch in der Szene wird zunehmend lauter geraunt, dass Fälle von Zusammenarbeit zwischen Erziehern im Kinderheim und Zuhältern bekannt sind. (…) Auch der Wiener FP, die mit einigen Betroffenen Gespräche geführt hat, seien die Vorwürfe bekannt. „Das ist nicht nur der Verdacht: Auch Täter haben sich bei uns gemeldet und gestanden, sie haben sich Mädchen im Heim gegen Geld ausgeborgt“, sagt der Parteisprecher. Nach Aufzeichnungen der Wiener FP hätten Heimmitarbeiter die Kinder, auch Buben, an Zuhälter „vermietet“.  (Der Standard 16.1.2013)

Aber ins Bewusstsein der Öffentlichkeit wird die Botschaft gehämmert: Missbrauch und dessen Vertuschung sei Spezialität der katholischen Kirche – gegen jede Evidenz!

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