Frankreich: Zäher Widerstand gegen Homo-Privilegierung

Civitas-Institut: Der Französische Frühling geht weiter: Vive le Christ Roi! (11.4.):

Erwartungsgemäß hat der französische Senat, wie zuvor das Parlament, dem ersten Artikel des Gesetzesvorschlags zur Einführung der Homo“ehe“ zugestimmt. Das gesamte „Gesetz Taubira“ (benannt nach Christiane Taubira, der Justizministerin der Republik) ist damit noch nicht angenommen; es ist jedoch undenkbar, dass der Senat es ablehnt. Der Widerstand geht weiter und beruft sich auch auf historische Vorbilder: die Cristeros in Mexiko zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts.

Das Buch von Hugues Kéraly „La véritable histoire des cristéros“ (Die wahre Geschichte der Cristeros) behandelt den Aufstand der mexikanischen Katholiken gegen die freimaurerische und marxistisch ausgerichtete Regierung. Wenn man es liest, stellt sich unwillkürlich die Frage: „Kann es sein, dass die Gegner der Homo“ehe“ die Cristeros des 21. Jahrhunderts werden?“

Es ist eine großartige Heldengeschichte: die Cristeros, auch „die Chouans Mexikos“ genannt, sind die katholischen Bürger, welche gegen die autoritäre Regierung marxistischer Prägung des Generals Elías Calles von 1926 bis 1929 Widerstand leisteten.

In jener Zeit wollte der mexikanische Staat ganz klar und einfach jegliche Spur des Katholizismus, der damals in vollem Aufschwung war, durch völlig wahnsinnige Gesetze ausradieren, so z. B. durch eine Verpflichtung der Priester zur Ehe, den Zwang, die Soutane bei der Ausübung ihres Priestertums nicht mehr zu tragen, oder auch durch ein vollständiges Verbot religiöser Zeichen und Symbole wie Kreuzwege, Medaillen… Alles das stand unter strengsten Strafen wie öffentliches Erhängen von Katholiken, die ihrem Glauben, ihrer Sache, ihrem Kampf nicht abschworen.

Angesichts dieser Diktatur bildete sich im Volk ein Widerstand gegen die antiklerikalen politischen Führer, die sich tatsächlich der Unterstützung der USA erfreuten, mit denen wirtschaftliche und geostrategische Verträge abgeschlossen worden waren.

Zunächst blieben die Mittel friedlich. Es wurden z. B. vom Staat besteuerte Waren boykottiert wie Kinovorstellungen, Tabak, Alkohol… Durch diese Aktion der Cristeros kam die Wirtschaft des Landes buchstäblich zum Erliegen. Die Machthaber waren gezwungen zu reagieren. Als Repressalien ließ General Calles zahlreiche Kirchen schließen und begann mit dem bewaffneten Kampf.

Heute erstaunt die Ähnlichkeit solcher Unternehmungen mit den Aktionen, die von den Verteidigern der traditionellen Familie in Frankreich durchgeführt worden sind, wie der „einkaufsfreie Tag“ am 9. April.

Und genau wie im Mexiko des 20. Jahrhunderts ist es die Verweigerungshaltung des Staates, welche die Bevölkerung dazu bringt, radikalere Methoden anzuwenden, um Gehör zu finden. Sicherlich – die Regierung Hollande ist noch nicht soweit, die Gegner der „Ehe für alle“ öffentlich in Stücke zu reißen. Sie hat jedoch bereits begonnen, gegen Kinder Gas einzusetzen.

Trotz eines überwältigenden Sieges der Cristeros, der den Vatikan dazu veranlasste, sie um die Niederlegung der Waffen zu bitten, ist in der Volkskultur Mexikos von diesen Männern, Frauen und Kindern, die sich das Wappen der Muttergottes von Guadeloupe anhefteten, nichts geblieben. Im Gegensatz zu Europa hat Mexiko keine tiefen christlichen Wurzeln. 500 Jahre Mission in Südamerika sind vergleichsweise wenig gegenüber 2000 Jahren europäischer Geschichte.

In Frankreich jedoch wird nichts vergessen! Wenn auch der Ruf „Viva Cristo Rey“ — Es lebe Christus, der König – aus dem Munde der Männer mit den Sombreros nicht mehr erschallt, so kann es durchaus sein, dass er ein Jahrhundert später in den Straßen französischer Städte wieder ein lautes Echo findet.

Noch sind die Formen des Protestes teilweise sehr witzig, wie unser Bild zeigt. Der Text würde deutsch „Mal ehrlich: Wer will schon zwei Schwiegermütter?“ heißen.

Politische Blogs in Frankreich sprechen von einem Protestpotential von mehr als drei Millionen Menschen: 1,5 Millionen gegen die „Ehe für alle“, und mindestens weitere 1,5 Millionen gegen die katastrophale Wirtschafts- und Arbeitspolitik der sozialistischen Regierung Hollande und die Unglaubwürdigkeit ihrer Mitglieder.

Siehe dazu: https://kreidfeuer.wordpress.com/2012/03/28/benedikt-xvi-in-mexiko-viva-cristo-rey/

Ergänzung:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2041:wir-lassen-nicht-nach-kein-vertrauen-in-die-staatsmedien&catid=1:neuestes&Itemid=33  (12.4.):

Auch wenn wir in Deutschland nichts mehr davon hören, weil die Medien aus „gutem“ Grund schweigen: Der Französische Frühling geht weiter, er lässt hunderte kleinerer und größerer phantasievoller Aktionen aufblühen und rüstet sich bereits für riesige Massendemonstrationen im Mai – 45 Jahre nach dem Aufstand jener 68er, die das Land nun brutal umformen wollen. Und in Deutschland? Das angekündigte Manifest des Französischen Frühlings wird auch für uns ein heftiger Denkanstoß sein.

„Ein Familien-Picknick im Luxemburg-Park; ein Pfeif- und Buhkonzert zum Empfang von Mme Taubira (und desgleichen für alle Auftritte von Regierungsmitgliedern); säuberliches Plakatekleben an einem durch die LGBT-Lobby (Lesbian-Gay-Bi-Trans) besetzten Ort; Nutella und Blumen und ein morgendlicher Fanfarengruß zum Wecken einer Senatorin; ein Hupkonzert, ein Jogging für alle, eine gespielte Beerdigung der Demokratie; kreative Videos im Netz, usw.

„Vorsicht, die Bilder können schockieren“, sagen uns die Staatsmedien… um das Volk schön zwangsgeknebelt und formatiert zu halten… und seit wann ist denn eine Plakataktion gewalttätig? Und seit wann ist denn Nutella eine Waffe? Aber die Franzosen lassen sich durch eine solche aufgezwungene Behandlung durch die Medien nicht mehr täuschen. Mehr als 50 % schenken den Medien überhaupt kein Vertrauen mehr (nach den letzten Umfragen der TNS).

Es stimmt: Es gibt eine Radikalisierung: die Radikalisierung des Regimes mit diesem Gesetz gegen die Kinderrechte, welches dem Volk aufgezwungen wird trotz zweier Demonstrationen von mehr als einer Million Menschen, trotz 700.000 Petitionen und hunderten von Aktionen in ganz Frankreich seit November 2012. Eine Radikalisierung auch durch die Aggression gegen tausende von Familien, die von den „Ordnungs“kräften am 24. März mit Schlagstöcken und Tränengas angegriffen wurden. Diese Radikalisierung ist die Quelle unserer Entschlossenheit. Franzosen erheben sich, organisieren sich im Widerstand gegen ein Vorhaben, das die Grundlagen unserer Zivilisation zerstören will. …

Eine persönliche Botschaft: Das Wegbrechen des Vertrauens der Franzosen in ihre Medien sollte dich anregen, lieber Journalist — der du diesen Beruf doch erwählt hast, um die Wahrheit zu sagen – sollte dich also anregen, dir über den Maulkorb klar zu werden, den man dich anzulegen zwingt, über die vorgegebenen Aussagen, die du immer und unaufhörlich wiederholen musst. Wer verlangt das von dir? Schau doch einmal, wer deine Aktionäre sind! Und gehe zurück, gehe zurück zu der Quelle jener, die den Ultra-Liberalismus finanzieren (und Spezialisten für die Kinderarbeit in China sind): die Apples, die Nikes, die Oracles, HPs… alle die finanzieren in der ganzen Welt Unterstützungskampagnen für das Projekt der gleichgeschlechtlichen Ehe. Nun denn: Befreie auch du dich, lieber Journalist, komm und schließe dich dem Französischen Frühling an!“

(Pressemitteilung des Printemps Français / Französischer Frühling vom 11.04.2013)

Wir werden weiter über die Entwicklung in Frankreich berichten, gerade weil die Medien in der BRD dröhnend schweigen. Deutschland hat identische Probleme, die bisher noch nicht wirklich wahrgenommen werden, weil die wirtschaftliche Lage scheinbar noch erträglich ist. Hier ist ein Ende absehbar (wir berichteten), und spätestens nach der nächsten Bundestagswahl wird es auch in Deutschland Veränderungen geben (um es einmal so neutral auszudrücken). Da ist es dann gut, von Frankreich gelernt zu haben.

(Unser Bild: Klebeaktion auf Wahlplakat in Nanterre. Text: „Mme Jacqueline Fraysse, unsere Abgeordnete, hat für das Gesetz gestimmt, das homosexuellen Paaren Heirat und Kinderadoption ermöglicht. Nanterre wird sich daran erinnern.“)

Ergänzung 20.4.2013:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2044:frankreich-am-wochenende-weiterhin-zehntausende-auf-den-strassen&catid=1:neuestes&Itemid=33  (15.4.):

Begleitet vom dröhnenden Schweigen z. B. der Tagesschau (die uns jedoch am Sonntag darüber unterrichtete, dass der Interimspräsident von Zentralafrika offiziell bestätigt wurde!) sind an diesem Wochenende wiederum Zehntausende unserer Nachbarn auf der anderen Rheinseite auf den Straßen gewesen, um gegen die Denaturierung der Ehe durch Einführung der Homo“ehe“ zu protestieren. Überall im Land fand phantasiereicher Widerstand statt. Die Politiker der sozialistisch-kommunistischen Regierung bekommen ihn auch durchaus hautnah zu spüren.

… Und es wundert nicht, daß gewaltbereite Linke z. B. am Sonntagabend in Bellecour sogar Mütter in Anwesenheit ihrer sieben- bis achtjährigen Kinder aggressiv angreifen, zusammengerollte Fahnen aus deren Rucksäcken ziehen und verbrennen. Kommentar der Mütter: „Wir werden weitermachen, bis die Aktivisten der Homo“ehe“ den Franzosen ihr wahres Gesicht zeigen.“ …

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