Frankreich installiert Homo-„Ehe“

http://www.katholisches.info/2013/04/24/frankreich-genehmigt-homo-ehe-katholische-kundgebungen-machen-der-laizitat-angst/:

Trotz des breiten, von Katholiken angeführten Widerstands ist Frankreich das 14. Land der Welt (das neunte in Europa), die alle europäisch-westlich geprägt sind, das eine „Ehe“ zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern und das Adoptionsrecht für Homosexuelle gesetzlich anerkannt hat. Gleichzeitig zeigen katholisch angeführte Massenkundgebungen eine überraschende Lebendigkeit der Katholiken und ihres kulturellen Umfelds, die den Laizisten mit ihrer Staatsdoktrin Angst macht.

Während des Pontifikats von Benedikt XVI. nahm die Kirche in einer neuen Dimension den Kampf zum Schutz und zur Verteidigung nicht-verhandelbarer Werte, allen voran Leben, Ehe und Familie auf. Die Vorarbeit dazu hatte Benedikt XVI. bereits unter und mit seinem Vorgänger Johannes Paul II. geleistet. Neben den USA war vor allem Frankreich das Epizentrum dieses Kampfes. …

[Zwischenüberschriften:]

  • Klima der Hexenjagd: Verhaftung friedlicher Demonstranten und Gewaltakte der Polizei …
  • Neue Sichtbarkeit katholischer Positionen irritiert die Gegner …
  • Krieg der Zahlen: aus 1,4 Millionen werden „Zehntausende“ …
  • Massenmedien verschweigen unliebsame Ereignisse wie den „Marsch für das Leben“ …
  • Der linkskontrollierte Staat versucht mit allen Mitteln die freie Meinungsäußerung zu verhindern

… Dazu gehört auch, daß ein katholischer Priester der Piusbruderschaft vor wenigen Tagen von der Polizei verprügelt wurde oder die Haft für 67 Jugendliche, weil sie vor dem Parlament mit einem stillen Protest gegen die Einführung der Homo-“Ehe“ demonstrierten. Unter ihnen befand sich auch der französische Senator Pozzo di Borgo, der anschließend erklärte: „Jeden Tag finden lautstarke, geräuschvolle Kundgebungen von Gewerkschaften oder Ausländern jeder Art statt und nie wurde jemand verhaftet. Die Jugendlichen aber, die einfach nur im Stillen ausharrten, wurden sofort weggeschafft. Das ist politische Repression.“

Die katholischen Kundgebungen machen jenen Angst, die die Demokratie als Erbpacht usurpieren. Sie machen Angst, weil es die Demokratie ist, die auf die Straßen und Plätze geht und sich Gehör verschafft, denn Demokratie ist nur dort, wo auch der andere sich Gehör verschaffen kann und keine Einbahnstraße ist. In Frankreich sind wirkliche Menschen auf der Straße, sichtbar und zählbar, die für eine Überzeugung einstehen. Um ihre Ideen versammeln sich reale Frauen, Männer und die Kinder der Familien, Menschen aus Fleisch und Blut, die keine Angst haben eine gegenteilige Meinung zu vertreten. Es sind nicht virtuelle Anhängerschaften, die in einer selbstgezimmerten virtuellen Welt existieren, die nur im Internet sichtbar werden.

Es ist gerade diese reale und nicht virtuelle Sichtbarkeit an den katholischen Massenkundgebungen, die die laizistische Seite irritiert und verängstigt. Die katholische Position ist in Frankreich keine „private“ Angelegenheit mehr, die sich außerhalb des öffentlichen Raums abspielt. Sie holt sich das Heimatrecht im öffentlichen Raum zurück. Das stellen aufgeschreckte linke und liberale Laizisten fest. Und suchen nach Abhilfe. Notfalls auch durch noch mehr Ruf nach dem Staat.

Ergänzung:

http://www.andreas-unterberger.at/2013/04/europas-buerger-erwachen/  (22.4.):

… Offensichtlich wird der Protest des bürgerlichen Frankreichs gegen die Schwulen-Ehe keineswegs rasch verebben, auch wenn es nicht jede Woche über eine Million in die Straßen von Paris treiben wird. Wo immer rote und grüne Minister und Politiker jetzt auftreten, werden sie nun mit Jugendlichen und deren Protesten gegen die Schwulenpolitik der derzeitigen Mehrheit konfrontiert. …

Ähnliche Massenkundgebungen aus dem selben Anlass hatte es schon davor in Spanien gegeben. Auch dort haben Kirche und konservative Parteien einen mächtigen Schulterschluss vorgenommen und die größten Massenkundgebungen der Geschichte veranstaltet. Freilich warten viele Spanier heute schon ungeduldig darauf, dass sich nach dem Machtwechsel in Madrid dieser Schulterschluss in konkreten Beschlüssen umsetzt.

… Umso beschämender ist es freilich, dass sich die Kirche in Österreich derzeit nur als Wurmfortsatz der Linken präsentiert. Das zeigt sich bei jedem einzelnen politischen Auftritt des österreichischen und des Wiener Caritas-Chefs. Das zeigt sich an der erzbischöflichen Unterstützung für die Votivkirchenbesetzer. Das zeigt sich am Nichtstun gegen rebellische Linkspriester bei gleichzeitig scharfen Disziplinierungsmaßnahmen gegen ungeschickt formulierende konservative Kirchenmänner. Das zeigt sich am weitgehenden Desinteresse der österreichischen Amtskirche an allen Solidaritätskundgebungen für die verfolgten Christen (immerhin werden derzeit weit mehr Christen verfolgt und umgebracht als in den heroischen Zeiten der Katakomben). …

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2058:aufstand-in-frankreich-nach-dem-sturm-ist-vor-dem-sturm&catid=1:neuestes&Itemid=33  (25.4.):

Nur scheinbar ist in Frankreich Ruhe eingekehrt. „Drüben“ auf der anderen Rheinseite verschweigen und verzerren die Qualitätsmedien ebenso wie hier. Denn: Die Angst geht um. Die Angst vor dem Ende der 68er Meinungsdiktatur. Die Angst vor dem Ende der linksextremen bzw. grünroten Diktatur überhaupt. Denn: Die Nachrichtenlage ist eine andere, als wir erfahren dürfen.

… Sicher ist aber: In diesen für Frankreich schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, die vom sozialistischen Präsidenten Hollande zu verantworten sind, steigt die Wut, steigt der Zorn.

Dass die Sache sich von selbst regelt, einschläft, ausgesessen werden kann, wie die Machtinhaber hoffen, das ist äußerst unwahrscheinlich. Die Wächter-Bewegung (wir berichteten) nimmt in allen Städten ganz enorm zu. Neben vielen anderen Aktionen wurde gestern in Tours, einer traditionell eher linken Stadt, die Demokratie von mehreren hundert Bürgern symbolisch zu Grabe getragen. Da Witz und gute Laune nicht fehlen dürfen (welch ein Unterschied zu den verkniffenen und verbissenen Aktionen der Linken), sind auch die Hommen wieder aktiv – und die „Wächterinnen“ nennen sich „Mères veilleuses“, wachende Mütter, im Französischen lautgleich mit „merveilleuses“, was „die Wunderbaren“ bedeutet.

Man täusche sich nicht. Die nächsten Demonstrationen sind schon angesagt.
Nach dem Sturm ist vor dem Sturm. Er könnte sehr heftig werden.

Ergänzung 27.4.2013:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2062:moskau-will-adoptionsgesetze-revidieren&catid=1:neuestes&Itemid=33  (27.4.):

Angesichts der Neuregelung des Adoptionsrechts in Frankreich, das auch Homosexuellen die Adoption von Kindern ermöglichen soll, plant die russische Regierung eine Überprüfung ihrer Adoptionsregelungen hinsichtlich französischer gesetzlich getrauter Paare.

Präsident Putin gab diese Entscheidung gestern bekannt, zwei Tage nach der Verabschiedung des Gesetzes durch den Senat der Republik. Laut einer Meldung des „Figaro“ sagte er anlässlich eines Treffens mit Abgeordneten: „Ich meine, wir müssen hier Änderungen einführen. Wir müssen auf das reagieren, was um uns herum geschieht.“ Es müssten „die kulturellen und ethischen Normen Rußlands“ zur Geltung gebracht werden.

Eine solche Entscheidung dürfte die Aussichten tausender französischer Ehepaare, die sich um die Adoption eines russischen Kindes bemühen, entscheidend verschlechtern.

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