Bibel — „neu interpretiert“

Ulrich Rüß (JF): Ohne Profil  (28.4.):

… So wurde beispielsweise jenes Pfarrerdienstrecht beschlossen, das gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften in den Pfarrhäusern ermöglicht. Wohlwissend, daß die Bibel sich eindeutig gegen praktizierte Homosexualität ausspricht. Mit Bezug auf die Liebe zu den Menschen und beeinflußt durch den gegenwärtigen Meinungsstrom wird diese eindeutige Aussage übergangen oder „neu“ interpretiert.

Stand früher die evangelische Kirche klar für die Stärkung und Favorisierung von Ehe und Familie, so gilt das heute nicht mehr. Ehe und Familie werden gemäß Feminismus und Gender Mainstreaming neu definiert, anderen Lebensformen, auch der sogenannten Homoehe, gleichgestellt. Der Genderideologie wurden alle Türen geöffnet. In biblisch-ethischen Glaubensfragen, die den Schutz des Lebens betreffen, hat die evangelische keine Gemeinsamkeit mit der katholischen Kirche. Das gilt für die Abtreibungspraxis ebenso wie für die Präimplantationsdiagnostik, die Genforschung und die Frage nach dem Recht auf Selbsttötung.

… Auch die evangelische Kirche ist von der „Diktatur des Relativismus“ (Benedikt XVI.) erfaßt. Wie anders läßt es sich sonst erklären, daß Imame sogar im christlichen Abendmahlsgottesdienst durch Kanzelrede und Gebet unter Auslassung christuszentrierter Texte mitwirken. Es wird der Eindruck vermittelt, als glaubten Moslems und Christen an denselben Gott; und das zu Lasten des Wahrheitsanspruchs Jesu, der sagt: „Ich bin die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Keine Gruppe tritt so vehement für den islamischen Religionsunterricht ein wie die Kirche. So wird der christliche Glaube relativiert. Kein Wunder, wenn dann das missionarische Engagement ausbleibt. …

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Eine Antwort zu Bibel — „neu interpretiert“

  1. Dörflinger André schreibt:

    Ja, ja, die Evangelischen-Protestanten, deren Reformatoren ja bekanntlich ab 1517 die besseren Katholen sein wollten, was ja nicht schwer war, angesichts der Dekadenz der Rom-Kirche, die allen moralischen Bezug zur Ur-Bibel verloren hatte. // Heutzutags aber, haben sich die Evangelen in Anbiederung an den opportunistischen Zeitgeist zu einer fast alles erlaubenden Neu-kirche gewandelt > dem Sinne der Oekumene mit zB den Katholen zum Spott. // So, so, die feministischen Evangelen arbeiten kirchlich mit den Macho-Islami zusammen, was ja eine besonders gelungene Mischung der Ergänzung ergeben muss // > Diese betr. „Frau“ + / – Verbindung muss ja mal ihre Härteprobe bestehen, d.h. wenn die Islami dereinst genügend gefestigt in EUropa verankert sind, werden sie die doch in ihren Augen heidnischen Evangelen abschütteln m ü s s e n..
    Da ersieht man wieder mal, wie sich die Juden – mit Recht -, mit niemandem einlassen und auch die echten Katholen – mit Recht – traditionnel bleiben.. // Wenn das irdische Leben schon paradisisch wäre, wozu dann noch ein himmlisches? Denn jenes, woraus Adam + Eva gestossen wurde, war ein unechtes, denn ein echtes stellt keine Fallen, wo der anscheinend allwissende, nicht aber allmächtige G.o.t.t. die Reaktion der beiden Ur-menschen von Anfang wissen musste ! Das Ergebnis des Experiments der Schöpfung der Erdenmenschen war also von Anfang an so geplant > gewusst: Alles dreht sich chaotisch ohne Ende, Die Schöpfungsenergie der Seele kann also auch mit dem körperlichen Tod nicht vernichtet werden, sondern wird nur ständig umgewandelt. // Hätte es keine Kirchenschismas gegeben, wäre die Rom-Kirche schon längst wegen geistiger Inzucht implodiert. So aber schlängelt sie sich durch alle Wirrnisse der Geschichte durch > Feuerzungen, bekehrter Paulus, Kaiser Konstantin, Schisma 1054, Kreuzzüge, lüsterne Päpste der Renaissance, Reformation, Inquisition, Hexenverbrennungen, Glaubenskriege, Sklaverei, bis zu den unlogischen, weil zurechtgeschusterten Dogmen der Neuesten Zeit.(1854, 1870, 1950) durch. Im Wissen darum nimmt sie sich neuestens selber nicht mehr allzuernst, sondern macht einfach unbeirrt weiter, denn nie ist der Vatikan so stark, als wenn er durch innere und äussere Einflüsse geschwächt wird, wo er einfach in Deckung geht, bis sich die von ihm Abgewandten verlaufen haben. „Wenn die Frucht noch nicht reif ist, nützt es nichts, den Baum zu schütteln“ .

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